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TIPUS PALAST

Auf dem 125 Kilometer langen Weg von Mysore nach Bengaluru liegen noch ein paar Sehenswürdigkeiten auf dem Weg, für deren Besichtigung man unbedingt Zeit einplanen muss. Dabei bietet das nur 16 Kilometer nordöstlich von Mysore gelegenen Shrirangapattana viele historische Sehenswürdigkeiten. Der Ort war von 1610 bis 1799 die Hauptstadt des Königreiches Mysore.

Es gibt noch die zerstörte Festung zu sehen, eine Moschee, die Familiengrabstätte der ehemaligen Herrscher und den Sri-Ranganathaswamy-Tempel. Wir haben uns hier leider nur den Sommerpalast angesehen.

Ab dem Jahr 1399 herrschte die hinduistische Dynastie der Wodeyar über die Stadt und die umliegenden Gebiete. Ihr Territorium war dem Vijayanagar-Reich tributpflichtig. Nach dessen Zusammenbruch im Jahre 1565 wurde dann Mysore Hauptstadt des gleichnamigen, unabhängigen Königreiches. Raja Wodeyar I., der 1578-1617 lebte, verlegte die Hauptstadt aber 1610 nach Srirangapatna.

Im 18. Jahrhundert wurde die Herrschaft der Wodeyar unterbrochen. Zuerst kam der muslimische Herrscher Hyder Ali an die Macht, ihm folgte sein Sohn Tipu Sultan auf den Thron. Er wurde später auch "Tiger of Mysore" genannt.

Unter diesen beiden Männern erreichte das Königreich Mysore seine größte Ausdehnung, weite Teile Südindiens wurden erobert und unterworfen. Es folgte ein Konflikte mit den Briten, die hier koloniale Interessen hatten, und Tipu Sultan erklärte den Engländern den Krieg. Seine Armee wurde aber 1761 besiegt und sein Reich auf die Region um Srirangapatna eingegrenzt.

Es folgten weitere Kriege, aus denen die Kolonialmacht letztlich als Sieger hervorging. 1799, im Vierten Mysore-Krieg, zerstörten die Briten Srirangapatna zu großen Teilen und Tipu Sultan starb am 4. Mai 1799 bei der Erstürmung der Festung.



Daria Daulat Bagh

Der Daria Daulat Bagh, besser bekannt unter dem Namen Tipu Sultans Sommerpalast, bietet sich bei wenig Zeit für eine kurze Besichtigung an. Im Jahr 1784 ließ Tipu Sultan diesen Palast in Anlehnung an den Stil der nordindischen Mogulen errichten. Heute zahlt man Eintritt, betritt das gepflegte Gelände und geht durch einen ornamental angelegten Park mit weiten Rasenflächen und Wasserbecken.

Der kleine Palast im Zentrum wurde fast vollständig aus Teakholz errichtet und von weitem sieht es aus, als ob gerade Bauarbeiten stattfinden Erst wenn man sich dem zweistöckigen Bau nähert, erkennt man die grünen Netze, die man von weitem für Bauplanen gehalten hat. Sie dienen als Schattenspender, um die wertvollen Gemälde im Inneren vor Sonnenlicht zu schützen.

Die teils vergoldeten Innenwände im Palast sind mit wunderschönen Fresken bemalt. Man findet hier Glas- und Spiegelarbeiten als Wandschmuck und eine kleine Ausstellung mit Bildern und persönlichen Gegenständen von Tipu Sultan.

Schilder weisen darauf hin, dass fotografieren hier verboten ist. Zuerst haben wir uns daran gehalten. Aber es gab wenig Wachpersonal und als die Inder rundum alle ihre Handykameras zücken, um ungeniert Fotos zu machen, haben wir uns auch kurz getraut. Ein paar Bilder aus der Hüfte geschossen, um die Pracht zu zeigen. Dabei hatten wir, im Gegensatz zu den anderen Besuchern, durchaus ein schlechtes Gewissen und wollten auch nicht als Ausländer erwischt und anschließend mit Strafe abgezockt werden.

Auch außen ist der Palast teilweise bemalt und von einer schattigen, breiten Veranda umgeben.

Nach dem Besuch fuhren wir dann weiter zum letzten Ziel unserer Reise. Über den Highway nähert sich nun der Hauptstadt von Karnataka, früher Bangalore und heute Bengaluru genannt. Unterwegs gab es nicht sehr viel zu sehen, nur eine bunte Prozession kam vorbei und wir hielten einen Moment am Straßenrand, um die fröhlich trommelnden Menschen zu beobachten. Danach fuhren wir weiter und je näher wir der Stadt kamen, je dichter wurde der Verkehr. Nach einem heftigen Stau erreichten wir dann am frühren Nachmittag unser Monarch Hotel, in dem wir uns noch ein paar Stunden nach Shoppingtour vor Abflug ausruhen und duschen konnten.



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