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BAIJNATH

Der Ort Baijnath oder Bajnath, in dessen Nähe sich der nach ihm benannte berühmte Tempel befindet, liegt 16 Kilometer von Kausani entfernt in den Dhauladhar Bergen und gehört zum District Bageshwar. Wir besuchten ihn auf dem Weg vom Monal Resort in Rudrapayag nach Almora. Bei der langen Fahrt war der Besuch des Tempels, der neben einem kleinen Dorf in einer Flußschleife erbaut wurde, ein willkommener Stop, um sich ein wenig die Beine zu vertreten. Zum eigentlichen Ort Baijnath sind es von hier aus noch einmal 8 Kilometer.

Ram, unser Fahrer, hielt auf dem kleinen Parkplatz vor der Brücke direkt an der Hauptstraße und sofort waren wir von einigen bunt bemalten Menschen umringt. Da wir kurz vor dem Holifest unterwegs waren wurde überall in den Dörfern schon gefeiert und hauptsächlich die Männer liefenn in pink befleckter, weißer Kleidung herum. Wir hatten ein wenig Angst, ebenfalls mit dem künstlichen, knallpinken Farbpulver beworfen zu werden, was sich hier auf dem Land aber bei Touristen niemand traute. Dafür wurden wir von den meist männlichen Besuchern wie ein Alien bestaunt, sehr viele Touristen kommen offenbar nicht vorbei.

Ein schmaler Weg führt vorbei an malerischen, bäuerlichen Hinterhöfen mit Vieh und kunstvoll aufgebauten Kuhdung-Türmen und den ortstypischen Heukegeln am Fluß hinunter zum Tempelkomplex. Der Tempel ist Shiva gewidmet und weithin bekannt und beliebt. Er liegt direkt am Fluss Gomti im Garuda Valley. Am Haupteingang befindet sich gleich der Grund, warum so viele Pilger hierher kommen. Dort steht eine Statue der Götin Parvati aus schwarzem Stein.

Ebenfalls attraktiv für Besucher ist die Fischfütterung im Gomti River. Hier versammeln sich direkt im flachen Ufergewässer dicke Forellen, die von den Pilgern mit Puffreis oder Reisflakes gefüttert weden. Angeln darf man hier natürlich nicht, die Fische sind heilig.



Im Tempel

Der kleine Tempel von Baijnath ist von seiner Bauweise her typisch für die Region und schon über 1.500 Jahre alt. Er ist nicht zu verwechseln mit seinem berühmteren Namensvetter im Kangra District von Himachal Pradesh. Die viereckigen Türme sind nicht etwa nur Prunksäulen, sondern Schreine: auf einer Seite sind sie offen zum Innenraum, hier kann eine Statue stehen oder etwas geopfert werden.

Wir liefen hier gerne ein wenig herum und genossen die Szenerie. Der ganze Komplex ist von einer niedrigen Mauer mit schmiedeisernem Gitter umgeben. Nur im heiligsten Inneren in einem begrenzten Bereich zieht man die Schuhe aus, aber da halten wir uns als Nicht-Hindus sowieso nach Möglichkeit etwas abseits. Man findet hier auch einen großen, runden Stein, der Bheema Ball. Er wiegt ca. 90 kg und um ihn hochzuheben benötigt man neun Männer. Die Tempelfiguren hatte man ebenfalls zum Festtag mit bunten Holifarben bemalt, oben auf dem ersten Foto zu sehen.

Natürlich folgte uns Ram auch hier wieder in den Tempel, was uns erst ein wenig verwirrte. Stand doch das Auto mit all unseren Habselighkeiten nun unbeaufsichtigt an der Straße. Aber da er noch nie in der Gegend war, wollte er wohl auch mal den Tempel sehen. Viel zu sehen war nicht, aber es standen ein paar nette, grüne Bänke in der Anlage. Dort setzten wir uns ein wenig hin und beobachteten die Besucher. Nach einer Weile fuhren wir dann weiter in Richtung Kausani.



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Baijnath Tempel


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