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NARMADA BOOTSTOUR

Der Fluss Narmada ist weiblich, man sagt: die Narmada. Sie fließt von Zentralindien in westlicher Richtung und mündet nach 1.312 Kilometern in einer etwa 20 Kilometer lange Trichtermündung nördlich von Suratin das Arabische Meer. Vor Maheshwar ist die Narmada kein strak fliessender Fluss mehr, sondern ein ruhiger breiter Strom, dessen Wasserstand vom Öffnen der Schleusen am Staudamm bestimmt wird. Eine natürliche Staustufe aus Felsen flußabwärts hält den Pegel auf einem gewiessen Mindestmaß.

Vom Hotel Aylia Fort aus wird jeden Tag ein Ausflug auf dem Fluss angeboten. Das Hotel besitzt noch alte traditionelle Flachboden-Holzboote, die meisten anderen Boots unten am Anleger an den Ahilyabai Ghats sind motorisiert und bunt. Zum Großteil waren es etws umgebaute Rettungsboote in orange, die vermutlich von den am arabischen Meer abgewrackten Kreuzfahrtschiffen und Frachtern stammen. Man kann auch individuell eine Bootsfahrt an den Ghats machen, sie kostet 300 Rupies. Die Preise sind hier ausgeschildert. Es waren auch ein paar andere Boote mit indischen Touristen auf dem Fluss in der Umgebung unterwegs, dazu natürlich ein paar Fischer und der einheimische Bootsverkehr zu den Dörfern am anderen Flussufer.

Am späten Nachmittag geht man vom Fort über steile Treppen hinunter zu den Ghats, dort wartet das Holzboot mit Steuermann. Angetrieben wird es wie bei Asterix und Obelix mit einem einzigen Paddel am Heck, welches hin und her bewegt wird wie eine Schwanzflosse beim Fisch. Der Ruderer steht am schmalen Ende, das lange Boot hat einen glatten Boden und man sitzt bequem auf Korbstühlen mit Hussen. Mindestens 6 Personen haben hier Platz, wir waren an diesem Tag nur zu dritt. Mit uns zusammen war noch eine französische Touristin die Deutsch sprach, drei andere Gäste hatten ein weiteres Boot alleine. Das Foto unten haben wir am nächsten Tag von unserer Suite aus aufgenommen, als zwei Gäste zur Insel gefahren wurden.

Wir hätten auch am zweiten Tag die Bootsfahrt noch einmal machen können, haben es aber vorgezogen an diesem Tag dem Treiben am Fluss von oben zuzusehen. Unser Bootsführer hatte einen Picknickkorb mit. Der wurde ihm vom Fort übergeben und wir freuten uns auf Leckereien während des Sonnenuntergangs.

Die Lichtstimmung am Nachmittag ist wunderschön und man sieht die Treppen der Ghats, den Ahilyeshwar Tempel, die kleineren Tempal am Flussufer und das Fort mal aus einer anderen Perspektive. Wer in Maheshwar ist muss den Ort unbedingt einmal von der Wasserperspektive aus sehen, das gehört einfach dazu.

Hoch oben über dem Gewimmel liegt sehr präsent unsere Narmada Suite, ebenfalls unten auf dem Bild zu sehen. Alle Fenster und der kleine Balkon gehörten zu unserem Zimmer. Laut Webseite des Hotels Ahilya Fort gibt es wohl auch eine länger dauernde Bootsfahrt, die zu den kleinen Stromschnellen flussabwärts führt, in denen man gefahrlos baden kann. Die Narmada ist einer der saubersten Flüsse der Region, leider wurde uns dieser Ausflug gar nicht angeboten.






Baneshwar Tempel

Die abendliche Fahrt ist recht kurz und führt zu einer winzigen Insel mitten im Fluss, die nicht überflutet ist und auf der sich der kleine Baneshwar Tempel befindet der Shiva geweiht ist. Erbaut von Anand Raj Parmar im 15. Jahrhundert wurde er schön renoviert, denn hier hat die Tochter des Hauses Holkar geheiratet. Er wird von den Einheimischen auch "Zentrum der Welt" genannt, denn er soll angeblich genau auf der Verbindungsachse zwischen dem Mittelpunkt der Erde und dem Polarstern liegen.

Auf weiteren kleinen Inseln rundum kann man Vögel wie Reiher und Kormorane beobachten. Sie zeigen wenig Scheu vor den Booten. Man bleibt hier und dümpelt auf dem Wasser bis die Sonne untergeht, wer möchte kann vom Boot aus auch die Insel betreten. Vor der Tür liegt Nandi als steinerner Wächter.

Leider gab es als Sundowner nur Masala Chai und trockene Kekse dazu, das war dann doch etwas enttäuschend. Von einem Luxushotel hätten wir da wirklich etwas Ausgefalleneres erwartet. Nicht enttäuschend war die wunderbare Lichtstimmung bei der Rückfahrt, während die Sonne als glutroter Ball am Horizont verschwand. Fast im Dunkeln kamen wir wieder an den Ghats an, wo gerade viele Leute Opfergaben und brennende Öl-Lämpchen ins Wasser setzten. Am nächsten Tag haben wir diese Szenen dann vom Balkon unserer Suite aus beobachtet.







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