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BOOTSFAHRT AM MORGEN

Die Trennlinie zwischen dem Kernbereich des Satpura National Park und seiner Pufferzone ist der Denwa River mit seinen Backwaters. Das Wasser des Denwa wird hier in einem riesigen Reservoir durch den Tawa Dam gespeichert und zur Bewässerung der umliegenden Felder genutzt. Seit 1978 ist der See Teil des 225 km² grossen Tawa Reservoir.

Wenn der Wasserstand nach dem Monsun und der steten Entnahme des Wassers dann zurückgeht, erscheinen hier vielen kleinen Inseln inmitten der Gewässer. Sie sind die Heimat für Hunderte von Arten von Zugvögeln, daher ist dieser Ort ein Paradies für Vogelbeobachter. Das MP Tourism Department bietet Bootstouren auf dem See an, die an der gleichen Angelegstelle am Ticketschalter starten, an denen auch die Boote ablegen die auf die andere Flussseite zum Nationalpark-Eingang am Madhai Gate fahren.

Wir starteten am frühen Morgen in unserem Hotel, dem Denwa Backwater Estate, fuhren mit dem Jeep zum Anlegesteg und warteten dort auf das Boot. Unser Guide hatte die Tickets schon vorab gekauft, pro Boot kostet die Bootsfahrt je Stunde 2.000 Rupies und es können bis zu 10 Personen mitfahren. Da an diesem Morgen niemand Interesse hatte, zahlten wir das Boot für uns alleine.

Zusammen mit dem Naturalisten vom Hotel stiegen wir dann in ein kleines Boot, in dem schon ein offizieller Nature Guide und der Bootsführer sassen. Schwimmwesten mussten wir anziehen, dann ging es los. Jetzt im November war das Reservoir voll bis zum Rand nach gutem Monsun Regen. Daher lagen die kleinen Inseln in der Mitte alle unter Wasser und Blasen von Methangas der faulenden Vegetation stiegen vom Grund hoch. Das Wasser lag am Morgen ruhig ohne Wellen, weil es windstill war, und der Fahrtwind war noch recht frisch. Gut, dass wir unsere warmen Jacken anhatten. Die Morgenstimmung mit Nebel und aufgehender Sonne war wunderschön und wir fuhren am Ufer des Nationalparks entlang, immer auf der Suche nach Tieren. Ein paar bewachsene grössere Inseln gab es in Ufernähe.

Angeblich soll es hier auch sehr viele Krokodile geben, aber da die Ufer steil waren und alle flachen Inseln unter Wasser bekamen wir diese Tiere nicht zu sehen. Auf Sträuchern und Ästen sassen ein paar Eisvögel, Reiher und Drongos.

Hoch oben in den Bäumen uns, leider oft viel zu weit weg zum fotografieren, konnte man mit dem Fernglas auch ein paar Raubvögel entdecken. Alles in allem war die Tierwelt um diese Jahreszeit doch sehr reduziert, aber die Fahrt auf dem ruhigen Gewässer mit seinen tiefgrünen Wäldern am Ufer war trotzdem sehr schön. Für Inder aus den lauten übervölkerten Städten muss so eine Fahrt an frischer klarer Luft das Paradies sein.





Rückfahrt

Wir fuhren weiter bis zu einem Seitenarm, in sich der Denwa River und der Sonbhadra River treffen. Unterwegs kamen wir an einem wunderbar gelegenen Forest Ranger Haus vorbei. Einsam am grünen Ufer mit schönem Blick auf das Wasser kann man hier leider nicht übernachten, es ist nur für Personal der Nationalparkverwaltung. Davor war gerade eine geführte Gruppe mit Kanus unterwegs. Diese Kanu Safari kann man ebenfalls buchen, kostet pro Boot für 2 Personen mit Guide für Inder 550 Rupien und für Ausländische Touristen 1.650 Rupien.

An unserem Wendepunkt sass ein kleiner brauner Reiher auf einem Ast und verliess sich auf seine Tarnung. Er verharrte so lange reglos, bis das Boot fast an seinen Ast stieß. Erst da flog er weg und wir konnten in Ruhe schöne Fotos machen.

Nachdem wir noch ein paar Eisvögel beobachtet hatten, ging es dann zurück in Richtung Bootssteg. Unsere Führer wollten uns unbedingt noch ein Krokodil zeigen und tatsächlich: in einer Bucht konnte man mit viel Mühe und Blick ins Gegenlicht ein paar Augen im Wasser erkennen. Da waren beide glücklich, denn viel mehr als ein paar Vögel gab es hier leider nicht zu sehen, kein Hirsch kam aus dem Wald um am Ufer zu trinken. Nach knapp 2 Stunden waren wir dann wieder zurück an der Anlegestelle und fuhren mit dem Jeep zum Hotel, vorbei am Dorf, in dem gerade die Kühe auf die Weide getrieben wurden. Nach unserer Rückkehr wartete ein leckeres Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf das Wasser auf uns.

Am Nachmittag stand dann noch eine Safari im Nationalpark auf dem Programm.







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