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TAGESTOUR

Jeep-Safaris sind eine der besten Möglichkeiten, um wilde Tiere in einem Nationalpark zu sehen. Die Tierwelt ist an die Fahrzeuge gewöhnt und man kann so eine große Strecke und viele verschiedene Lebensräume im Gebiet in relativ kurzer Zeit abdecken. Wir hatten den Jeep für einen Tagesausflug gebucht, der von 6:30 Uhr bis 17:00 Uhr durch den Park führt.

Am Mittag muss man dann alleidings eine ca. 4-stündige Pause in einem Rasthaus des Forest Department machen, denn es darf niemand zur Ruhezeit im Park herum fahren. Aber bei diesem Tagesausflug hat man die Chance einen Teil des Schutzb´gebietes zu erleben, in das man aufgrund der Entfernung im Rahmen einer Halbtages-Safari nicht kommen kann. Und man muss man Mittag nicht wieder zwei Mal über den Fluss und zurück zur Lodge fahren, obwohl dort das Mittagessen mit Sicherheit dort um einiges besser gewesen wäre.

Da wir die einzigen Gäste mit Tagessafari waren hatten wir den Jeep für uns alleine. Natürlich nicht ganz, denn unser Nature Guide aus dem Hotel begleitete uns auf der Tour, er sorgte für unser leibliches Wohl und schaute nach Tieren. Außerdem ist es Vorschrift, dass zusätzlich auf jedem Jeep ein Guide von der Parkverwaltung mitfährt. Zusammen mit dem Fahrer hatten wir somit 6 geübte Augen an Bord und konnten uns entspannen. Denn was diese drei Herren nicht entdeckten, das hätten wir alleine auch nicht gesehen.

Nachdem wir mit dem Boot auf die andere Seite des Denwa River übergesetzt waren, wartete schon ein Jeep am Madhai Gate auf uns. Wenn man den ganzen Tag Zeit hat, dann kann man entferntere Teile des Parks erkunden. Am Morgen hatten wir nicht sehr viel Glück. Wir sahen einen Hirsch mit mächtigem Geweih und ein paar Antilopen und kleinere Rehe. Dazu Spuren von Tiger und Leopard im Sand, doch die Katzen liessen sich leider nicht blicken.

Einige Vögel wie Pfaue, Fruchttauben, Eulen in ihrer Höhle und bunte Singvögel waren im dichten grünen Wald mit Glück zu entdecken. In den hohen Baumwipfeln tobten ein paar Malabar-Riesenhörnchen, die jedoch beim Sprung meist von Zweigen verdeckt waren. Erst nach einigen Sichtungen der hübschen Tiere konnten wir sie endlich gut fotografieren, sogar im Sprung. Und im Wald sassen Hanuman-Languren und beobachteten uns mit ihren schwarzen Gesichtern. Hier waren sie sehr scheu und flohen, sobald sich das Auto näherte.

In einer von Personal bewohnten Außenstelle des Forest Departement auf halber Strecke machten wir eine kurze Rast, bekamen belegte Brote und Eier mit Kaffee und Tee serviert. Das alles hatte unser Guide in einem Korb dabei, dort trafen wir auch auf fünf Inder, die mit einem anderen Jeep unterwegs waren. Sie hatten ebenfalls die Tagestour gebucht, mehr Besucher gab es in diesem Teil des Nationalparks nicht.





Mittagspause im Rest Camp

Am Mittag mussten wir eine längere Pause machen und die verbrachten wir im Churna Forest Guest House. Hier kann man auch übernachten und wir durften das Badezimmer in einem der Zimmer nutzen. Einfach eingerichtet wie in einer Jugendherberge, dafür wohnt man hier mitten im Park. Auf der schattigen Veranda machten wir es uns dann bequem und lasen im mitgebrachten E-Book-Reader, ab und zu unterbrochen durch einen Spaziergang zum Zaun. Dort gab es Wildschweine, Rehe und auf den Bäumen ganz in der Nähe entdeckten wir neugierige Bewohner: hier ist das nördlichste Verbreitungsgebiet des Malabar Giant Squirrel und die Tiere wohnten auf dem Gelände in Menschennähe und ließen sich so natürlich viel besser fotografieren als im hohen Wald. Auch wenn man sich dafür mit Kopf im Nacken ziemlich verrenken musste.

Michael freundete sich mit einem niedlichen Kälbchen an, das auf dem Gelände lebte. Rund um das Camp gab es früher ein Dorf, dessen Überreste noch stehen. Die Bewohner mussten es im Sinne des Naturschutzes verlassen. Die Angestellten, die hier im Camp leben, kochten einfache Gerichte aus Kohl, Kartoffeln und dazu Reis. Das Essen bekamen wir dann mit Limettenwasser und dem typischen Salat aus Gurke, Tomate und Zwiebeln im Speisesaal serviert. Einfach, aber gut gewürzt und sättigend. Erst gegen 15:00 Uhr duften wir wieder weiter fahren.

Auf der Rückfahrt hatten wir dann Glück und sahen an einem Bachbett neben der Brücke einen Lippenbären, leider nur den Rücken im dichten dunklen Wald und sehr schlecht zu fotografieren, weil der Kopf immer unten blieb. Eine Minute eher, und wir hätten ihn im Bachbett frei stehend angetroffen. Doch das Glück sollte anhalten, denn ein paar Kilometer weiter stand ein zweiter Lippenbär an einem Abhang, da konnten wir sogar die Schnauze erkennen. Auch wenn das Bild auf Grund der Dämmerung etwas verwackelt ist: wir hatten ein Bild von einem Lippenbären. In Bezug auf Katzen traf das leider auch am Nachmittag nicht zu. Auch wenn wir durchaus ihre Spuren in Form von Tatzen-Abdrücken auf unseren Reifenspuren vom Morgen sahen: Gestreiftes oder getupftes Fell zeigte sich leider nicht. Dafür lief uns noch eine große Herde Gaur über den Weg.

Am Gate kamen wir fast gleichzeitig mit den anderen Jeeps der Nachmittags-Safari an und hatten Glück: mit dem ersten Boot konnten wir ans andere Ufer übersetzten, weil wir uns ein wenig beeilt hatten. So mussten wir nicht mehr lange warten und waren kurz nach Einbruch der Dunkelheit wieder zurück im Denwa Backwater Estate, wo eine heiße Dusche und ein gutes Abendessen auf uns warteten.






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