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Ghanerao

Ghanerao ist ein kleines Fürstentum, das im Jahre 1606 von Gopal Das Rathore vom Mertia Clan gegründet wurde. Im Zentrum des Ortes befindet sich der Palast, heute ein zentral gelegenes Heritage Hotel für Ausflüge zum Kumbhalgarh Fort, Kumbhalgarh Wildlife Sanctuary und den zum berühmten Jain-Tempel von Ranakpur. Wir haben etwas außerhalb des Ortes gewohnt, in der ehemaligen Jagdresidenz am Waldrand. Die Ghanero Jungle Lodge gehört ebenfalls zum Hotel Ghanerao Royal Castle.

Ghanerao liegt strategisch zwischen Udaipur und Jodhpur. Es ist 120 km vom Flughafen Udaipur und 36 km Bahnhof in Falna entfernt. Das vorherrschende Handwerk im Ort mit seinen ca. 8.000 Einwohnern sind die Maler. Die Region ist für ihre Miniatur-Gemälde weithin bekannt.

Wir fuhren von unserem Hotel aus in den Ort und gingen dort spazieren, Ziel war das Royal Castle, das wir uns unbedingt ansehen wollten. Der Ort ist nett und die Bewohner sind sehr freundlich. Schlendernde Touristen sind hier wohl Alltag, die meisten kommen aus dem Fort. Ein typisches Touristenziel ist Ghanerao zwar nicht, es liegt eher abseits der üblichen Routen. Dennoch hörteh wir hier zum ersten Mal in diesem Urlaub die Frage nach einem "Pen". Anscheinend gibt es auch Bewohner, Besucher oder Lehrer, die Deutsch sprechen, denn wir traten unseren Ohren nicht, als ein kleines Mädchen aus einem Haus trat und Michael in fehlerfreiem Deutsch fragte: "Was hast du in dem Beutel?" und dabei auf seinen schwarzen Baumwollbeutel deutete, in dem er Wasser und die zweite Kamera trug. Das verblüffende war nicht nur die perfekte Aussprache, sondern auch die gewählte Grammatik und der präzise Gebrauch des Wortes "Beutel", der ja auch als Tasche, Tüte oder Sack zu bennenen gewesen wäre.

Ein paar Kinder folgten uns auf unserer Runde durch das Dorf: Es gibt eine Reihe von alten Tempeln, tiefe Stufenbrunnen, leider voller Müll, und Marmorbögen im Dorf zu bewundern.

Dazwischen Bougainvilla, Schneider bei der Arbeit, Hausfrauen beim Fegen, Kühe und Pfaue. Die engen Gassen sind mit Beton glatt versiegelt, sie wirken gepflegt und haben Abflussrinnen. In engen Läden sitzen Handwerker und Händler und weiter oben sind viele der Häuser mit kunstvollen Erkern verziert, ähnlich wie am Palast.





Royal Castle

Das Royal Castle wurde im Jahre 1606 erbaut und vor 15 Jahren dann in ein Heritage Hotel umgewandelt. Es hat vierzehn stilvollen Zimmer und zwei Suiten. An der Außenfassade nagt etwas der Zahn der Zeit, im Inneren gibt es durchaus prächtige Ecken und schöne Zimmer. Es kostet viel Geld, so ein Gebäiude zu unterhalten, da sind zahlende Gäste eine gute Einnahmequelle.

Hier hätten wir uns auch wohl gefühlt, ich empfehle auf jeden Fall eine der Suiten zu buchen. Besonders haben es uns die Schaukeln angetan, die hätten wir in der Jungle Lodge auch gerne gehabt. Das Gebäude ist aus rotem Sandstein und es gibt viele Innenhöfe mit weißem Marmor.

Unser Verwalter aus der Lodge hatte unseren Besuch wohl schon angekündigt, denn ein Angestellter führte uns überall herum und zeigte uns die mit wunderschönen Möbeln und Kunsthandwerk der Region ausgestatteten Zimmer. Auch die berühmten Miniatur-Malereien der Region kann man hier bewundern und den kleinen verborgenen Haustempel. Vom Dach aus hat man einen schönen Rundblick über das Dorf bis hin zu den grünen Aravalli Bergen.

Buchen kann man von hier aus auch Pferd und Jeep-Safaris, man kann spazieren gehen, andere Dörfer oder den nahen Muchhala Mahavir Tempel besuchen oder einfach nur relaxen.

Der Inhaber Himmat Singh Ghanerao und seine Söhne Shakti und Janmejaya wohnen auch im Castle, wir wurden ihm vorgstellt und hielten einen kleinen Plausch. Er schenkte uns Infomaterial in Form von Prospekten und einer CD über seine Hotels.





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