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NACHTSAFARIS

Etwas ganz besonderes sind hier im Jalore Wildlife Sanctuary mit Sicherheit die Nachtsafaris, denn wo in Indien wird man inmitten eines naturbelassenen Gebietes nachts mit Scheinwerferlicht herumgefahren und kann dabei seltene Tiere beobachten? Und das ganz alleine, ohne andere Gäste und ohne andere Autos auf Safari. Was sich sonst in Indien Safari nennt stellt sich oft schnell mal als Mogelpackung heraus. Entweder wird man in normalen Autos gefahren oder man sieht eher Dörfer und Menschen als Tiere. Hier ist das anders und dafür sorgt schon alleine der naturbegeisterte Sohn des Besitzers namens Ravindra Singh Chouhan.

Er hat ein spürbares Faible für die Natur und ist wirklich mit dem Herzen dabei. Wer schon einmal auf Safari in Afrika war, der wird sich hier gleich wohlfühlen. Etwas Vergleichbares haben wir in Indien jedenfalls noch nicht erlebt, und wir waren schon in bedeutenden Nationalparks wie Rhantambore, Nagarhole oder Corbett und haben sogar Tiger gesehen.

Tiger wird man hier wohl nicht sehen, aber die Möglichkeit auf einen Leoparden zu treffen ist hier durchaus vorhanden. Wir hatten leider nicht so viel Glück, konnten uns aber schöne Fotos auf dem Handy von Ravindra ansehen. Er hat auch tolle Fotos von einer Python, die gerade eine kleine Antilope verschlungen hat.

Nachts trifft man eher auf die kleineren, nachtaktiven Tiere. Allen voran die scheuen Wildkatzen, von denen wir alleine vier verschiedene Tiere sahen. In anderen Parks hat man selten oder eher gar nicht die Möglichkeit, so nah an die seltenen Wildtiere zu kommen. Da man nicht mit anderen Gästen zusammen ist, hat man auch Zeit um die Tiere zu beobachten und muss nicht auf andere Rücksicht nehmen, die es eiliger haben. Die Fahrt wird ganz an das eigene Tempo und die eigenen Interessen angepasst und man kann unterwegs auch jederzeit Fragen stellen oder anhalten lassen, wenn man etwas fotografieren möchte.

Die Fahrt führt durch sandige Flussbetten und über schmale Pfade. Ravindra ist der erfahrene Fahrer, der die Lebensräume und die Laute der nachtaktiven Jäger genau kennt. Neben ihm sitzt ein Gehilfe mit einem Scheinwerfer, um die Sichtungen anzuleuchten, so dass man sie auch fotografieren kann. Denn hier ist es wirklich stockdunkel.





Unterwegs

Bei der ersten Nachtfahrt sahen wir gleich zu Anfang im Flussbett unsere erste Katze. Sie verschwand vor uns aus dem Flussbett und legte sich dann malerisch auf einem Felsen, gähnte ausgiebig und streckte sich nach Hauskatzenart. Fasziniert beobachteten wir das Tier, bis es schließlich hinter einem Felsen verschwand. Im Hintergrund heulten ein paar Hyänen, die wir aber leider nicht gesehen haben.

Hier im Schutzgebiet leben die seltenen Striped Hyena (Hyaena Hyaena). Sie sind stark bedroht, ihre Laute sind denen der afrikanischen Verwandten sehr ähnlich.

Im Flussbett liefen auch ein paar Indian Desert Hare herum. Die Hasen hoppelten erschreckt ein Stück vom Auto weg und bleiben dann im Kegel des Scheinwerfers reglos sitzen.

Ravindra kennt die Region wie seine Westentasche und wir näherten uns auf holperigen Wegen den Bergen. Nach Sonnenuntergang wurde es dass dann doch ziemlich kühl und wir kramten unsere Jacken raus. Leider lag kein Leopard auf den Felsen, aber die Stimmung in stockdunkler Nacht die Felsen mit dem Scheinwerfer anzuleuchten war grandios.

Am zweiten Abend hatten wir dann ein seltenes Glück: der Suchscheinwerfer traf auf eine erschreckte Familie Stachelschweine. Drei Tiere konnten wir ganz kurz sehen, sie verschwanden aber sehr schnell hinter einem großen Felsen und kamen nicht wieder hervor. Immerhin ein unscharfes Foto gelang uns - die erschrockenen Tiere waren einfach zu schnell für die lange Belichtungszeit.

Katzen sahen wir noch mehrere, eine konnten wir bei der Jagd beobachten. Auch einen Wüstenfuchs mit seinen riesigen Ohren schreckten wir auf.

Auf dem Boden sitzen nachts auch gerne Nightjars. Diese Nachtschwalben verlassen sich ganz auf ihre Tarnung und bewegen sich nicht, auch wenn man recht nah an sie herankommt und das Licht auf sie richtet. So kann man die Vögel prima fotografieren, wenn man sie erstmal entdeckt hat.






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