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SUNSET SAFARI

Am zweiten Tag im Jalore Wildlife Sanctuary fuhren wir schon am Nachmittag los und kombinierten so den Sonnenuntergang mit einer weiteren Nachtsafari. Im schönsten Licht ging es zunächst in Richtung Berge. Unterwegs sahen wir einige kleinere Gruppen der schlanken Indischen Gazelle (Gazella Bennetii) und die mächtigen Blue-Bull Antelope (Boselaphus tragocamelus). Die Gazellen werden hier Chinkara genannt und ähneln in Größe und Gewicht den Springböcken in Südafrika. Sie sind tagaktiv und bewegen sich meist nur in einem Gebiet von etwa 100 km² rund um die Stelle, an denen sie geboren wurden. Tagelang können sie ohne Wasser auskommen, denn ihr Lebensraum sind trockene, offene Regionen wie Grasländer und Wüstengebiete.

Der Blue-Bull oder auf Deutsch Nilgau-Antilope ist ein Kraftpacket. Mit einer Schulterhöhe von 140 cm und einem Gewicht von 300 kg ist der Nilgau die größte Antilope in Indien. Die Männchen sind im Schnitt ein Fünftel größer als die Weibchen und haben einen bläulichen Schimmer im Fell, daher die englische Bezeichnung. Nur die Männchen tragen 20 cm kurze und spießartig Hörner.

Im Hinduismus wurde die Nilgau als naher Verwandter der "Heiligen Kuh" eingestuft und war deshalb lange keinerlei Verfolgung ausgesetzt. Trotzdem sind die Bestände vor allem durch Zerstörung der Lebensräume leider sehr stark zurückgegangen. Die Populationszahlen in Indien werden auf 100.000 geschätzt, ein paar davon haben wir hier gesehen, auch Jungtiere.

Die Fahrt führte uns wieder in Richtung der Berge. Da man nicht mit anderen Gästen zusammen ist, hat man auch Zeit um die Tiere zu beobachten und muss nicht auf andere Rücksicht nehmen. Die Fahrt wird ganz an das eigene Tempo und die eigenen Interessen angepasst und man kann unterwegs auch jederzeit Fragen stellen oder anhalten lassen, wenn man etwas fotografieren möchte.




Sunset

Nach einer holperigen Fahrt kamen wir an einem schönen Aussichtspunkt an einem tief eingeschnittenen Bachtal, der Grenze zwischem dem privaten Sanctuary und dem staatlichen Naturschutzgebiet an. Hinter dem Tal steigt das Gebirge steil an. Dort hielten wir an und unsere Gastgeber breiteten eine Decke auf dem Boden aus, damit wir von dort aus den Sonnenuntergang ansehen konnten. Doch zuvor liefen wir noch zusammen mit Ravindra ein Stück die Kante entlang bis zum oberen Abschluss des Tals, wo er uns eine Quelle zeigte, an der auch oft Wildtiere trinken kommen. Der Weg dorthin führt an großen Gesteinsbrocken mit Höhlen vorbei, die Schutz und Schatten bieten. Auch die einheimischen Hirten kommen gerne hierher.

Leider war weit und breit kein Tier zu sehen und so gingen wir zu unserer Decke zurück, tranken ein Kingfisher und genossen die Ruhe und Einsamkeit hier. Der Blick wandert weit über das weite Land, leider lag sehr viel Dunst in der Luft. Die Berge am Horizont werden alle abgebaut, überall gibt es Steinbrücke dort. Doch im milchigen Abendlicht ist auf die Entfernung davon gar nichts zu erkennen, nur manchmal hört man ein leises "Wumms" von einer Sprengung.

An diesem zweiten Abend fuhren wir dann nach Einbruch der Dunkelheit in eine andere Richtung zu einem Tempel namens Jagnatji Mandir, der eingebett in den Bergen liegt. Auf dem Weg kamen wir an einem Uhu vorbei, den riesigen Vogel, der unbeweglich auf dem Boden in einem sandigen Flussbett saß hätten wir fast übersehen.

Den Tempel haben wir leider nicht besucht, in der Dunkelheit war er schon geschlossen. Am Eingangstor an der Jagnath Road zum Tempel wollten wir wenden, als sich auf einem Sandhügel am Straßenrand etwas bewegt. Ein niedlicher Igel grub dort nach Futter und ließ sich weder von uns noch vom Licht bei seiner Grabaktion stören. So konnte ich ein paar schöne Bilder von ihm machen.





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