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CHITTORGARH TEMPEL

Im riesigen Gelände der Festung Chittorgarh mit etwa 280 ha Fläche befinden sich auch einige verstreut liegende Tempel, die zahlreiche einheimische Pilger auf den Berg locken. Wie der Krishna-Tempel Meera im Norden des Siegesturms, der im Indo-Arier-Stil erbaut wurde und mit mystischen Versen der berühmten Dichterin Mira (oder Meera) Bhai, Gemahlin des Rana Kumbha, verziert ist. Sie gab sich ganz der Krishna-Verehrung hin und pries ihren Lieblingsgott in zahlreichen Versen. Diese Lieder werden selbst heute noch gesungen und die Texte sind auf großen Tafeln im Tempel aufgemalt. Auf einem Sockel befindet sich eine offene, quadratische Vorhalle mit offener Säulenhalle dahinter, im Inneren befinden sich Bilder und Figuren von Mira Bhai, die von Gläubigen mit Blumengirlanden geschmückt werden.

In der Nähe des Krishna-Tempels befindet sich auch der wesentlich größere Kumbha Shyam-Tempel, auch Vriji-Tempel genannt. Er ist dem Vishnu geweiht. Dieses Heiligtum entstand etwas später als der weiter nördlich liegende Kalika Mata-Tempel, der einen fast identischen Grundriss aufweist. Selbstverständlich ist auch dieser Tempel reich ornamentiert und mit zahlreichen hinduistischen Bildnissen verziert.

Dann gibt es noch einen Jaintempel namens Shringara Chauri auf dem Festungsgelände. Er wurde im Jahr 1448 für den 16. Wegbereiter Shantinatha erbaut und besitzt eine achteckige Cella, die von einer flachen Kuppel abgeschlossen wird. Im Osten und Westen des Tempels befinden sich jeweils ein von vier Säulen getragener Pavillon. Diser kleine Tempel ist reich mit Nymphen, Wächtergottheiten und Löwenwesen verziert. Eine weitere Ansammlung von Jaintempeln haben wir bei unserer Rundfahrt nicht besucht.



Kalika Mata-Tempel

Direkt gegenüber vom Palast der Padmini steht der älteste und für unser Empfinden auch der schönste Tempel der Anlage, der Kalika Mata-Tempel. Er zieht besonders viele Pilger an. Seine helle Fassade hebt sich wunderbar gegen den stahlblauen Himmel ab. Der Tempel wurde im wahrscheinlich im späten 7. Jahrhundert erbaut und war ursprünglich dem Sonnengott Surya geweiht, nach der Entweihung während einer der Eroberungen später aber dann der Gottheit Kali gewidmet. Es gibt eine Vorhalle, eine Säulenhalle mit Querschiff, Cella mit Vorraum und Umgang und darüber einen Sikhara-Turm. Auffallend sind auch die vier vorspringenden Balkone. Zentral an der Decke befindet sich ein Medaillon, das Vishnu umgeben von Engeln mit Girlanden zeigt.

Natürlich zieht man hier, wie in allen anderen Tempeln, die Schuhe aus. Obwohl sich im Tempelinneren betende Menschen versammelt hatten, durften wir überall herumlaufen und auch fotgrafieren, nur nicht in den Schreinen mit den "idols". Man forderte uns regelrecht dazu auf. Während wir herumliefen und dem ständig gesungenen "Oohm" einer Frau am Eingang lauschten, sprachen uns einige indische Pilger an. Sie gaben uns ihre Kamera und wollten unbedingt mit Michael zusammen fotografiert werden. Die Gelegenheit habe ich dann auch gleich genutzt und einige Bilder gemacht.



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