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SAFARI DRIVE

Das Mudumalai Wildreservat ist eine Fortsetzung des bekannteren Bandipur Nationalparks und Teil des Nilgiri Biosphere Reserve. Der Fluss Moyar, der entlang der Grenze von Tamil Nadu und Karnataka fließt, trennt die beiden Parks voneinander. Wenn es sehr trocken ist, so wie bei unserem Besuch im März, dann ziehen die Tiere aus Bandipur in die feuchteren Regionen von Mudumalai.

Die Hauptverkehrsstraße zwischen Mysore und Ooty führt mitten durch den 321 km² großen Park. Das war unser Glück, denn eine Zufahrt war auf Grund der Trockenheit nicht möglich, der Park war für Besucher gesperrt. So konnten wir keine der berühmten Jungle Safaris buchen, die hier durch das Forest Department organisiert werden und auf die wir uns schon gefreut hatten.

Trotzdem konnten wir auf den öffentlichen Straßen eine kleine Safari machen und sahen so auch einige Tiere. Unser Fahrer fuhr einfach langsam die Straße entlang und ein einheimischer Guide vom Hotel suchte die Umgebung ab und dirigierte ihn zu den besten Stellen für eine Sichtung.

Das Mudumalai Wildreservat war das erste Schutzgebiet in Südindien, gegründet wurde es im Jahr 1940. Das Gelände ist sehr abwechslungsreich mit Hügeln, Tälern, Schluchten, Wasserläufen und Sümpfen. Die Vegetation besteht aus tropischen feuchten Laubwäldern, trockenen Laubwäldern und niedrigem Gebüsch. Teakbäume und hoher Bambus sieht man hier oft. Auch die Tierwelt ist vielfältig, hier leben sogar Tiger, Hyänen, Wildhunde und Leoparden, die wir natürlich nicht gesehen haben. Außerdem leben hier Gaur, Panther, Chital, Faultiere, fliegende Eichhörnchen, Sambar Hirsche, Wildschweine, Schleichkatzen, Warane, Languren, Antilopen und Makaken.

An einem kleinen Tempel in der Umgebung konnten wir kurz aussteigen und uns die bunte, naive Pracht ansehen. Viel schöner war der riesige, blühende Frangipani-Baum, auch Plumeria oder Tempelbaum genannt, im Hintergrund.




Rundfahrt

Immerhin sahen wir während dieser Safari Pfaue und wilde Hühner, ein paar Raubvögel und Papageien. Größere Tiere waren diverse Rehe und Hirsche sowie ein mächtiger Gaur. Die Namen Gaur und Gayal stammen aus dem Hindi, die Tiere werden von den Menschen vor Ort auch oft Bison genannt.

Kleine Hirsche wie Indian Muntjac oder Mouse Deer leben hier auch, aber wir haben sie leider nicht gesehen. Dafür einen Mungo auf der Jagd und natürlich mit viel Glück auch Elefanten. Ein Bulle beobachtete uns aus dem Wald, leider konnten wir auf der öffentlichen Straße nicht lange anhalten um ihn zu beobachten. Es herrschte zwar nicht viel Verkehr, dafür kamen aber Parkwächter vorbei die das Verhalten der Verkehrteilnehmer kontrollieren.

Eine kleine Herde Elefanten zog unten am Fluss entlang durch dichtes Gras und Bambuswald und war kaum zu sehen. Man hörte nur die Zweige knacken. Mehrere Autos standen auf der Straße, es dämmerte schon. Und plötzlich kam ein Elefant von unten aus einem Graben hoch in Richtung Straße. Alle Autos fuhren schnell weiter, den Fahrern stand der Schreck ins Gesicht geschrieben. Dabei hatten wir den Elefanten noch nicht einmal ganz gesehen, er blieb im dichten Buschwerk verborgen. Unser Guide hatte was zu lachen, er fand das Verhalten des Elefanten normal: Die Tiere starte einen Scheinangriff - car chasing - um die Störenfriede zu vertreiben. Zumeist verlassen sie dabei nicht mal das Bambusdickicht, und offensichtlich ist die Strategie erfolgreich.

Bei Einbruch der Dunkelheit waren wir immer noch unterwegs, die Sonne ging schon unter. Als wir im Hotel Jungle Hut ankamen, war es schon dunkel.



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Mudumalai


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