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JUNGLE RETEAT WAYANAD

Das Jungle Retreat Wayanad fanden wir auf Grund der schönen Webseite und der guten Kritiken in Tripadvisor und haben den viertägigen Aufenthalt hier nicht bereut. Auch wenn wir uns von der Region und den Bildern mehr versprochen hatten, aber dafür kann die Unterkunft nichts. März war einfach die falsche Jahreszeit, denn sowohl das angrenzende Wayanad Wildlife Sanctuary als auch der benachbarte Nagarhole National Park in Karnataka waren für Besucher geschlossen.

Wochen zuvor gab es hier, wie eigentlich jedes Jahr, Waldbrände. So fielen gleich zwei Highlights aus. Dazu kamen zur üblichen Trockenheit um diese Jahreszeit noch die Tatsache, dass der üppige, oft haushohe Bambus in der gesamten Region geblüht hatte. Das braune, abgestorbene Gestrüp sieht wenig schön aus und eine wichtige Ernährungsgrundlage für die wilden Elefanten fällt damit weg.

Trotzdem wohnt man hier umgeben von Wald mitten in der Natur. Highlights waren die schmackhaften Mahlzeiten und der nette Besitzer Anil, der kurz nach unserer Abfahrt mit Frau und Kind wieder ein halbes Jahr in die U.S.A. zum Arbeiten flog. Man trifft ihn also nur zur Hochsaison in Indien an. Mit ihm kann man sich hervorragend unterhalten und er liebt sein Stückchen Indien und die Wildnis rundum sehr. Auf dem Tagesprogramm standen neben Einem Ausflug zum nahen Tempel und nach Nagarhole auch eine Wanderung durch den Wald und eine Nachtsafari entlang der Straße. Wir sahen Elefanten, viele Hirsche, Affen und Wildschweine, aber leider keine Katzen. Nur auf dem Laptop von Anil, leider auch traurige Fotos von einer Tigerin, die sich in einer Drahtschlinge von Wilderern verfangen hatte.

In den Wäldern rundum leben auch Leoparden, leider haben wir keinen gesehen, obwohl wir stundenlang auf der Aussichtsplattform ausgeharrt hatten. Aber außer ein paar Vögeln und einer Gruppe Rehe und Hirsche kam nichts aus dem Wald und die Elefanten ließen sich erst bei Dunkelheit sehen.

Neben Anil sorgten noch andere dienstbare Geister für das Wohlbefinden der Gäste, alle sehr nett und höflich. Den vollmundigen Versprechungen auf der Webseite von Ausflügen in "own private car" sollte man nicht zu optimistisch interpretieren: wir wurden einfach in eines der örtlichen Mahindra Jeep-Taxis gesetzt. Private war es schon, denn wir durften es bei Ausflügen alleine für uns zwei benutzen. Zum Fotografieren oder zur Wildbeobachtung sind die Dinger mit den Längs-Rückbänken und der niedrigen Decke eher bedingt geeignet. Michael stieß hinten mit dem Kopf an dicke Eisenstangen und ich musste mich zum Fotografieren ducken und verrenken, um aus dem Sehschlitz heraus zu fotografieren.

So genossen wir die Zeit hier mit Relaxen, Lesen und Beobachten der Natur, ließen uns kulinarisch verwöhnen und machten ab uns zu mal einen kleinen Ausflug. Der Abschied von Anil und seinen Jungs Pramod und Shijo, alle unten auf dem letzten Foto zu sehen, war herzlich und wir würden gerne noch einmal zu einer besseren Jahreszeit hierherkommen. Wenn es grüner ist und die umliegenden Parks wie Nagarhole geöffnet haben.


Lage

Der Distrikt Wayanad ist eine bewaldete Gegend ganz im Norden von Kerala. Die Ausläufer der bis zu 2.700 Meter hohen Western Ghats treffen auf die Tiefebene von Karnataka. Europäische Touristen kommen eher selten hierher.

Das Jungle Retreat liegt ohne direkte Nachbargebäude wirklich mitten im Wald, noch durch einen Hügel abgeschirmt von der wenig befahrenen Nebenstraße, die als Sackgasse nur zum Thirunelli Tempel führt. Im Hintergrund erheben sich die Brahmagiri Hügel auf 1.608 Meter, ca. 900 Meter über dem Meeresspiegel liegt das Jungle Retreat. Hier hat man für indische Verhältnisse das Maximum an Natur rundum.


Zimmer

Es gibt mehre Zimmer am Hang und ein kleines Cottage. In diesem haben wir 3 Nächte verbracht und uns sehr wohl dort gefühlt. Danach mussten wir für eine Nacht umziehen, weil unser Veranstalter zu spät die Verlängerung gebucht hatte und das Cottage einem Paar auf Hochzeitsreise versprochen war. So lernten wir auch mal die anderen Zimmer kennen. Um es mit einem Satz abzuhandeln, sehr sauber, schöner Fußboden, riesige Veranda, leider ohne schönen Blick. Und etwas altmodische Einrichtung. Im vergleichsweise primitiven Holz-Cottage haben wir uns sehr viel wohler gefühlt.

Das kleine Holzhaus liegt direkt gegenüber vom Restaurant mit Blick auf den Waldrand und auf die davor liegenden Reisfelder. Leider war im März auch der Reis eher braun und klein, wenn es hier üppig grün ist dann ist es sicher noch schöner. Am Morgen kann man die Reiher auf dem Feld beobachten, am Nachmittag kommen dutzende von Rehen und Hirschen zum Fressen aus dem Wald. Kurz vor Einbruch der Nacht und in der Dunkelheit kamen die wilden Elefanten. Wenn man auf der Veranda sitzt, hört man ihre Geräusche wenn sie im kleinen Stauteich trinken. Ab und zu leuchtet Anil mal kurz mit einer starken Lampe, aber das mögen sie nicht so sehr. Und wenn es dann dunkel ist, schwirren unzähliche Gühwürmchen mit ihrem grünen Blinklicht durch die Nacht.

Das Zimmer ist sehr einfach und alles ist aus Holz. In der Ecke steht das Bett mit bunten, dünnen Decken zum Zudecken. Leider war es extrem hart und Michael erwachte mit Rückenschmerzen. Anil brachte uns dann eine Auflage, die er "Comforter" nannte. Eigentlich nur so etwas wie eine dünne Sommer-Steppdecke, aber damit war es doch etwas besser. Es gibt einen Stahlschrank für die Kleidung und angrenzend ein Badezimmer mit allem, was man braucht. Strom und heißes Wasser war ständig vorhanden.

Die Veranda ist das beste, zwei bequeme Stühle mit Aussicht luden uns zum Lesen und Relaxen ein. Es gibt kostenlos W-Lan, wenn es im Zimmer mal nicht funktioniert muss man nur ein paar Schritte zum Wohnhaus der Familie, dort auf der Veranda hat man dann guten Empfang.


Frühstück

Das Frühstück wird im offenen Restaurant eingenommen, mit Blick auf die Reisfelder, den Waldrand und den zweiten Teich in der Anlage. Dort konnten wir an einem Morgen sogar eine Wasserschlange beobachten, die auf der Jagd nach den Fröschen war. Das Frühstück ist typisch indisch warm, es gibt Idli, dünne Fladen namens Appam und verschiedene Soßen, aber auch Ei, Toast und Marmelade auf Wunsch.

Den ganzen Tag kann man nach Belieben süßes oder salziges Zitronenwasser, Tee oder Kaffee bestellen. Egal wo man sich gerade befindet, ob im Zimmer, auf dem Hochsitz oder im Restaurant, das freundlich Personal ist immer zur Stelle. Nur Softdrinks wie Cola, Limo und auch Bier sucht man hier vergebens, so bleibt auch kein Plastikmüll zurück unter dem die gesamte abgelegene Region sowieso leidet.

Essen

Auch am Abend isst man im offenen Restaurant, die Uhrzeit kann man weitgehend selbst bestimmen. Am Abend werden bei Wind Bambusrollos an der Seite herunter gelassen, so sitzt man ein wenig geschützter.

Das Essen hier ist sehr gut und war in den vier Tagen unseres Aufenthaltes sehr abwechslungsreich. Nur wenige Gerichte gab es mehrmals und die Auswahl war immer für eine Überraschung gut. Mal gab es zum Nachtisch ein besonderes Dessert wie Schokolade oder süße Köstlichkeiten. Mal war das Gemüsecurry besonders lecker und frisch. Leckere Pfannkuchen und Brote gab es hier: Puri, ein Chapati in Öl frittiert oder dünnes Pharatha.

Es wurde uns zwar jemand als Koch vorgestellt, aber wir konnten auch die Anlieferung in Behältern beobachten, die umliegenden Hausfrauen verdienten sich mit der Lieferung der Köstlichkeiten sicherlich ein kleines Zubrot. Besonders die Mischung aus Tamarinde und Ingwer namens Inji Puli und die Gemüsegerichte sind uns in sehr guter Erinnerung.


Fazit

Wohlfühlunterkunft im Grünen mit gutem Service und Essen.

Im März 2012 waren wir für 4 Nächte hier.

Wer sich direkt informieren möchte, hier ist die Webseite vom Jungle Retreat Wayanad

Video zum Thema

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Jungle Retreat Wayanad


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