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NIMAJ PALACE

Die zwei Nächte zwischen Pushkar und Jodhpur wollten wir eigentlich wieder im Chhatra Sagar verbringen, wo es uns so gut gefallen hatte beim letzten Urlaub. Leider bekamen wir im Februar schon für November einen negativen Bescheid, scheinbar war alles ausgebucht. Auch im Sardar Samand konnten wir als Alternative nicht 2 Nächte bleiben, weil das erste freie Datum komplett von einer Gruppe geblockt war. Wohin also in der Nacht zwischen dem Pushkar Royal Camp und dem Sardar Samand? Das blieb eigentlich nur ein Hotel in der Mitte des Weges, nur ein paar Kilometer vom Chattra Sagar entfernt und von Verwandten betrieben: Nimaj Palace inmitten des Ortes Nimaj, über viele Jahrzehnte von den Thakurs von Nimaj erweitert, dekoriert und nun für Gäste geöffnet.

Nachdem man durch die engen Basaarstraßen des kleinen Ortes gefahren ist und die mächtigen Torbögen passiert hat, wird man im Innenhof von Musikanten empfangen. Eine alte Kutsche steht dekorativ herum und auf der Terrasse werden ein Willkommensdrink serviert und die Anmeldepapiere ausgefüllt.

Im Hintergrund gelegene Teile des Hotels waren bei unserem Besuch gerade im Umbau, so entstand im Hof um die Ecke gerade ein großer Pool und in den offenen Hallen am Eingang wurden fleißig die Wände verziert. Man ist offensichtlich sehr bemüht in Zukunft mehr zu bieten, leider blieb für uns neugierige Entdecker aufgrund der Baustelle, die einen großen Teil des Geländes einnahm, einiges versperrt. Der Pool war schon zu erkennen, wird bestimmt mal sehr schön und bietet einen nicht unerheblichen Mehrwert, denn das Hotel liegt nicht gerade auf der Standardroute der meisten Rajasthan-Reisenden.

Der Palast liegt, im Gegensatz zu vielen anderen in Rajasthan, nicht sehr spektakulär und eher ebenerdig eingezwängt zwischen den Häusern des Ortes. So hat man von den Dachterrassen hier keinen Überblick auf die Umgebung, kann nur in wenige Gassen schauen und die Gebäude der Umgebung sind wenig attraktiv. Beim Erkunden des Geländes sollte man sich vor dem ersten Tor Loha Pole links halten und einmal um die Ecke gucken, denn dort befindet sich ein alter Tempel, der teilweise von den Wurzeln eines Banyanbaumes dekorativ überwuchert wurde. Hier übernachten auch die Fahrer, die sich eine einzige Toilette mit den Hotelangestellten teilen müssen. Während hier also 15 Mann am Morgen Schlange stehen genießt der Gast die Annehmlichkeiten des Hauses.

Wir hatten Glück und an unserem Übernachtungstag war keine Gruppe eingebucht. So teilten wir uns das Hotel nur mit mit wenigen Einzelreisenden. Vom sehr netten Manger wurde uns für den Nachmittag eine Jeep Safari (Gaon Parikrama - Village Culture Tour) angeboten. Diese war aber mit über 2.000 Rupien recht teuer und führte in das gleiche Dorf, welches wir im Jahr zuvor schon vom Chattra Sagar aus besucht hatten - das konnten wir uns sparen.


Lage

Nimaj ist ein typisches Straßendorf und auf dem Weg zum Nimaj Palace kamen wir am Wegweiser nach Chhatra Sagar vorbei und leise Sehnsucht beschlich uns. Der Palast liegt mitten im Ort, der ein idealer Übernachtungsstopp zwischen Jodhpur and Pushkar, ist aber sonst nicht viel Sehenswertes zu bieten hat. Nimaj liegt nahe der Kreuzung des NH-14 und des NH-112, von hier aus sind es 110 km bis Jodhpur, 92 km bis Ajmer, 250 km bis Udaipur, 222 km bis Jaipur, 105 km bis Puskkar und 174 km bis Ranakpur.

Sehr vielfältig ist die Aussprache für den Ortsnamen: Nimaiij, Nimatz, Namatz, Namadsch oder Nimadsch, je nach Dialekt oder Herkunft des Sprechers kamm uns ganz oft etwas Neues zu Ohren.

Drei Kilometer von Nimaj entfernt befindet sich der Magar Mandi Mata Mandir Hindutempel aus dem 9. Jahrhundert.


Zimmer

Im Nimaj Palace stehen für die Gäste 22 Suiten zur Verfügung und wir bekamen den Raum Nr. 303, die Queen Suite. Sie ist recht bunt und in typisch rajasthanischem Stil eingerichtet mit einer netten Fensterfront in den Haupthof, einem freistehenden Bett und bunten Dekostoffen. Es gab einen kleinen Vorraum mit Sitzmöbeln, noch einmal Sitzmöbel im Zimmer und schön polierten Steinboden ,der mit hangewebten Teppichen belegt war. Das große Schlafzimmer hatte viele Säulen und handbemalten Wände, beonders schön war auch die hölzerne Balkendecke, an der sich ein Ventilator befand, zusätzlich zu Klimaanlage. Die Holzarbeiten waren hier im Hotel auffallend gut gearbeitet, leider hat sich Michael an der extrem niedrigen Tür beim Untertunneln des Vorhangvolants böse den Kopf an der dahinter noch niedriger liegenden Zarge verletzt. Ausgerechnt dort befand sich nämlich die Metallöse für die Türverriegelung, mit blutigen Konsequenzen.

Das angrenzende Badezimmer war der Schwachpunkt des Zimmers. Man erreicht es über einen kleinen Gang mit Ankleide und Spiegel. Leider hatten sie hier im Palast massive Probleme mit stinkenden Abflüssen und daher versucht, die unangenehmen Gerüche zu vertreiben. Dazu legte man hier auf jedes Abflusssieb im Raum ein paar Toilettensteine. Leider stinken die noch mehr und hier lagen auf jedem Abfluss gleich 2-3 Stück davon, sogar im Waschbecken. Beim Betreten des Badezimmers stockt erst einmal der Atem. Auch ein ständig offenes Fenster half da nicht viel, schnell wieder raus hier und die Tür fest verschlossen halten war die Devise.

Vor unserem Zimmer gab es ausreichend Sitzmöbel und eine große Terrasse. Hier konnten wir im Schatten sitzen, ein wenig spielen und den Sonnenuntergang gucken. Leider gab es sonst rundum nur den Blick in einige Hinterhöfe des Hotels selbst und zur Küche.

Frühstück

Das Frühstück nimmt man im schön bemalten und dekorierten Speisesaal ein, dem Dari-Khanna–Restaurant. Hier gibt es Ventilatoren und Klimaanlage und keine Tauben, die ein Sitzen auf der anrenzenden Terrasse tagsüber zu einem Glücksspiel machen. So entschlossen wir uns hier, ebenfalls drinnen zu frühstücken. Eier gibt es auf Wunsch, ansonsten das übliche Frühstücksbuffet ohne große Schwächen oder Highlights


Essen

Zu unserem Erstaunen lasen wir auf unserem Voucher, dass Mittag- und Abendessen für uns im Preis enthalten waren. Es gab in beiden Fällen jeweils ein Set-Menü. Am Mittag bekamen wir ein Essen auf der Terrasse serviert, stets von Taubenschwärmen umflattert, die ihren Platz auf den Dächern und Balkonen ringsumher hatten. Das waren wir aber selbst schuld, schließlich wollten wir unbedingt druaßen sitzen, hatten dabei allerdings auch Glück und wurden nicht getroffen. Das vegetarische Essen wurde in kleinen Schalen serviert, ein wenig fade abgeschmeckt und ohne große Highlights.

Am Abend gab es für die wenigen Gäste sogar eine sehr überzeugende Show auf der Terrasse vor dem Restaurant. Gute Musiker und Tänzer zeigten uns ihr Können, dazu wurden Drinks auf Wunsch serviert. Eine nette und intime Atmosphäre. Das Ende der Vorstellung wurde sogar mit einem kleinen Feuerwerk abgeschlossen.

Danach begaben sich alle Gäste ins Innere des Restaurants zum Dinner. Dies war jedoch ziemlich enttäuschend, da es bis auf ein Lammgericht mit allerlei Knöchelchen die gleichen Gerichte gab wie schon am Mittag zum Lunch. Nicht gerade sehr abwechslungsreich, vielleicht gerät ein Buffet für eine größere Gruppe hier besser. Dazu genossen wir allerdings die Gesellschaft eines alleinreisenden Kanadiers aus Toronto, mit dem wir uns spontan zusammen an einen größeren Tisch setzten. Die Kellner im Nimaj Palace sind sehr hilfbereit und freundlich, der Manager kümmert sich besonders um jeden einzelnen Gast. Eine zentrale Tipping-Box gibt es hier aber leider nicht.

Fazit

Für eine Nacht eine solide Unterkunft ohne große Highlights. Keine wirkliche Alternative zum benachbarten Chhatra Sagar, dabei aber natürlich preislich wesentlich attraktiver.

Im November 2007 waren wir für 1 Nacht hier.

Wer sich direkt informieren möchte, hier ist die Webseite vom Nimaj Palace.

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