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SARISKA PALACE

Das Hotel Sariska Palace wurde ursprünglich zu Anfang des 19. Jahrhunderts von Maharaja Sawai Jai Singh von Alwar als Jagdlodge erbaut. Damals lag das imposante Gebäude alleine in einem ruhigen, weiten und dicht bewaldeten Tal mit vielen Tieren. Heute wurde aus einigen Teilen der damals üppigen Natur der Sariska National Park, in dem es aber entgegen anders lautender Berichte keine Tiger mehr gibt. Schon der Maharaja Jai Sing war ein exzentrischer Jäger, angeblich gingen allein auf sein Konto knapp 100 erlegte Tiger. Historische Fotografien am Haupthaus, die in den langen Fluren hängen, vermitteln Eindrücke von Ablauf und fragwürdigen Erfolg der damals hier durchgeführten Tigerjagden.

Heute bietet der Palast neben Ausflügen und Unterkunft auch Ayurveda Massagen an, es gibt einen Swimmingpool, eine Bar mit Restaurant und andere moderne Annehmlichkeiten. Der Pool liegt sehr schön weit ab vom Hotel, eine Oase der Ruhe. Es gibt Liegestühle und Handtücher vor Ort, ebenso einige neugierige Affen. Direkt daneben findet man das Massagecenter, das leider im Hotel selbst keine Webung macht, so das wir nichts über die Preise sagen können.

Es waren wenig Gäste vor Ort im November und sehr viele Zimmer frei. Nur wenig Individualreisende, einige Inder und eine deutsche Reisegruppe.

Bei unserer Ankunft wurde gerade ein Teil des Haupthauses renoviert und Teile der Fassade hatten dies bei genauerem Hinsehen auch nötig. Auch Teile der in den benachbarten Gartenarkaden liegenden Zimmerfluchten wurden aufgefrischt. Das Personal ist im Allgemeinen bemüht freundlich, aber nicht sonderlich engagiert - bis auf einen jungen Mann an der Rezeption. Nach Hitze und Staub einer Jeeptour genießt man im Sariska Palace gepflegten Rasen und einen schönen Swimmingpool, sonst hält sich der Luxus in Grzenzen. Es gibt sogar Tennisplätze, die allerdings wenig gepflegt wirkten. So auch einige Ecken des Hotels, die handwerklichen Fähigkeiten der Instandsetzungstruppe lassen an einigen Stellen sichtbar zu wünschen übrig.


Lage

Das Hotel liegt 36 km südlich von Alwar, fast mittig zwischen Delhi und Jaipur, aber etwas abseits der Hauptstrecke. Wir kamen dirket nach Aunkunft aus Deutschland aus dem gut 180 Kilometer entfernten Delhi und fuhren von hier aus weiter ins 150 km entfernte Jaipur. Dort gibt es den nächsten Flughafen. Für die Anfahrt brauchten wir gut 3 Stunden, dann tauchte der gelbe Palastbau vor uns auf. Breit angelegte Stufen führen hoch zur etwas versteckten Rezeption im Haupthaus.

Der Palast liegt mitten im Trockenwald am Rande der Kernzone des Sariska Nationalparks. Bucht man eine Jeeptour, dann ist man in wenigen Minuten am Parkeingang. Sonst ist in der Umgebung wenig los und es ist auch nachts sehr ruhig. Von den Parkwegen aus kann man oft das Hoteldach über den Baumwipfeln sehen, wie das folgende Bild zeigt.

Zimmer

100 Räume und Suiten mit Klimaanlage verteilen sich auf drei Gebäudeflügel: dem kleinen Queens Wing, dem Haveli Wing und dem großen Hauptgebäude, dem Palace Wing. Wir kamen im Nebengebäude Haveli Wing unter, das über schattige Arkadengänge und zwei Innenhof verfügt. Auch hier wurden tagsüber ein paar der Zimmer renoviert. Unter den historischen Bildern auf dem Gang leben dicke Gekkos, die nachts zur Mückenjagd herauskommen. Hübsch wirkten die Marmorfliesen in rosa und dunkel und die vielen Töpfe mit Grünpflanzen entlang der Wände. Die hölzernen Zimmertüren werden mit dickem Riegel und einem Schloß aus Messing versperrt wie oft in Rajasthan.

Unser Zimmer war nett eingerichtet, mit schönem alten Holzfussboden, Stühlen und einem kleinen Schreibtisch. Wasser stand in Thermoskannen auf dem Nachttisch bereit. Informationen zum Hotel, zu Ausflügen und Massage- oder Restaurantpreise suchte man auf dem Zimmer leider vergeblich. Nur aus dem Internet vorab wußten wir überhaupt von der Möglichkeit, mit einem Führer zum alten Jagdturm zu gehen. Dieser Weg führt entlang der alten Bewässerungskanäle knapp zwei Kilometer in den Wald vorbei an zahlreichen Affen und kostet 200 Rupien pro Person inclusive einer Flasche Mineralwasser. Der Ausflug wird demnächst auf einer eigenen Seite vorgestellt.

Das Bad hatte kühlen Marmorfussboden und man sah deutlich das hier alles neu gestrichen worden war, denn die Maler hatten einfach die oberste Kachelreihe mitgestrichen. Heißes Wasser gab es auch zu jeder Tageszeit, nicht immer selbstverständlich in Indien.


Frühstück

Das Frühstück nahmen wir bei schönstem Wetter auf dem Rasen vor dem Restaurant ein. Hier schaut man auf die weitläufige Rasenfläche hinter dem Hotel und kann die niedlichen Streifenhörnchen und zahlreiche Vögel beobachten. Im Freien steht ein Koch, der Eier nach Wunsch zubereitet und den Rest holt man sich vom Buffet im Restaurant. Die Auswahl ist ganz in Ordnung, es gibt auch einige warme indische Speisen am Morgen. Ansonsten nicht weiter erwähnenswert.

Essen

Lunch und Dinner werden im Restaurant eingenommen, das sich unterhalb einer großen Aussenterrasse befindet. Der Eingang liegt ziemlich versteckt und man steigt ein paar Stufen hinab. Im Eingangsbereich befindet sich die Ecke für das Buffet, komplett mit einem ausgestopften Tiger hinter Glas. Der Speiseraum ist mit Säulen unterteilt, hat dunkle Balken an der Decke und eine für indische Paläste recht niedrige Deckenhöhe. Die Fenster lassen wenig Licht von aussen ein, es wirkt schon ein wenig höhlenmässig auf den ersten Blick.

Was aber etwas nervend ist sind die wummernden Bässe, die von der Bar nebenan herüberdringen. Das hat uns hier sehr gestört, keine richtige Musik, sondern nur ein ständiges, dumpfes "BummBumm", das uns nach der Mahlzeit zur sofortigen Flucht veranlasste.

Das Buffet zu unserer Verblüffung sogar im für diesen Standard recht hohen Übernachtungspreis mit enthalten, darüber waren wir nicht informiert und recht überrascht. Es gab eine gute Auswahl an indischen Gerichten wie Okracurry und Hühnchencurry und auch einige eher europäisch anmutende Gerichte wie eine Cremesuppe. Mit den Gewürzen konnte der Koch sich nicht so recht entscheiden, einiges schmeckte hervorragend, anderes wie die Suppe konnte noch gute eine heftige Prise Salz vertragen. Zum Essen tranken wir am ersten Tag Kingfisher Bier, das sollte bis auf eine Ausnahme auch während des gesamten Urlaubs so bleiben. Serviert wird es eiskalt in 650 ml Flaschen, hier zum recht hohen Hotelpreis von 180 Rupien.

Fazit

Für einen Besuch im Sariska National Park und für eine Nacht bestimmt die beste Adresse. Ganz nett, aber kein Highlight in der Reihe der von uns ausgewählten Hotels. Dringend nötige Renovierungsarbeiten wurden gerade durchgeführt. Hohes Preisniveau ohne entsprechenden Gegenwert in Service und Ausstattung.

Im November 2006 waren wir für 1 Nacht hier.

Wer sich direkt informieren möchte, für das Hotel habe ich leider keine eigene Webseite gefunden. Hier ist ein Link zu www.nivalink.com

Google Map zum Thema

Sariska Palace


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