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AURA VASEELA RESORT

Wir hatten das Aura Vaseela Resort im Internet gefunden, weil wir nicht direkt in Chandigarh wohnen wollten, sondern etwas ruhiger außerhalb der Stadt. Nach einem Besuch des beeindruckenden Rock Garden fuhren wir dann am Nachmittag hierher.

Man könnte die gepflegte Anlage gut unter dem Begriff "Ethnic Countryside Resort" beschreiben, denn die Häuser hier sind im traditionellen Punjabi-style errichtet. Die Hotelanlage wurde rund um einen riesigen, wunderschönen Pool errichtet. Umgeben ist dieser von Rasenflächen, Stühlen und Tischen, Dazwischen würden blühende Bäume und Sträucher gepflanzt, die viele Vögel anziehen.

Im Gegensatz zu einigen Kritiken im Internet war der Pool sehr sauber und wir sind gleich erst einmal eine Runde schwimmen gegangen, denn wir waren die einzigen Gäste im Hotel und hatten die ganze Anlage für uns alleine.

Der Empfang war freundlich, die Eingang hinter dem Haupttor mit einem kleinen Innenhof und Wänden aus Lehm und bäuerlicher Dekoration wirkt einladend. Hinter der winzigen Rezeption betritt man dann den geschlossenen Innenhof mit kleiner Freilichtbühne. Rechts vom Pool befinden sich die Cottage Rooms, dort haben wir gewohnt.

Auf der anderen Seite dann das Restaurant und ein Konferenzzentrum. Das Gebäude im hinteren Bereich haben wir uns nicht angesehen, erst später fanden wir auf der Webseite heraus, das es dort noch 8 Zimmer gibt und einen Billardtisch. Wir dachten immer, dort wäre eine Privatwohnung und waren gar nicht gucken. Gegenüber vom Hotel steht ein großer Strommast, der nicht ganz ins ländliche Idyll passen will.

Auch das kleine Museum "Sarmaya" direkt gegenüber der Rezeption haben wir erst am Abfahrtstag entdeckt. Weil wir die schöne Eingangstür aus Holz bewundert haben kam jemand aus der Rezeption und hat für uns aufgeschlossen. Ein großer Raum beherbergt diverse alte Geräte aus dem bäuerlichen Leben, liebevoll ausgestellt und dekoriert. Sogar lebensgroße Figuren sind in die Alltagsgegenstände integriert. Hübsch gemacht, es wäre schade gewesen wenn wir das nicht gesehen hätten.

Eine weitere Besonderheit im Aura Vaseela ist die Musikbeschallung. Kaum waren wir angekommen und im Pool schallte klassische Musik über den Rasen. Meist im Stil von Bach oder Händel, vielleicht weil deutsche Gäste anwesend waren. Auch am Abend beim Essen gab es die gleiche Musik, ich habe dann nach indischer Musik gefragt. War wohl nicht vorrätig, aber immerhin wurde die Klassik dann durch internationale Hits ersetzt.


Lage

Das Aura Vaseela liegt ca. 5 Kilometer südlich von Chandigarh auf dem Land, und 7,5 Kilometer vom Flughafen entfernt. Viel Fluglärm haben wir aber nicht gehört, die Anzahl der Starts und Landungen hält sich in Grenzen.

Unser Fahrer hatte mit dem Hotel telefoniert und fand so schnell die Abzweigung vom Highway in Richtung Patiala. Zuerst fährt man durch ein enges Dorf, dann vorbei an Reisfeldern und ein Stückchen außerhalb des nächsten Dorfes Nadiali liegt dann das Resort.

Von hier aus erreicht man in erlebbarer Zeit die Städte Dehradun (170 km), Amritsar (230 km), Faridabad (290 km), Gurgaon (312 km) und Delhi (260 km).

Zimmer

Es gibt 6 Cottage Rooms und 8 Deluxe Rooms in diesem Ressort. Wir haben in einem der Cottage Rooms gewohnt, die Zimmer verteilen sich auf drei Häuser, die direkt gegenüber vom Restaurant am Pool liegen. Wir hatten davon den linken Raum im mittleren Haus, die Nummer 104.

Es gibt eine schöne möblierte Terrasse auf die wir uns nach Ankunft erst einmal einen Tee servieren ließen. Hier sitzt man schön schattig mit Blick auf den Pool, es gibt einen Ventilator an der Decke und am Abend auch Licht.

Das Zimmer ist ziemlich groß und in warmen Erdfarben eingerichtet, die Raumhöhe kann sich auch sehen lassen.

Interessant ist die Decke aus rohen Steinen, die in Kreismuster gemauert wurde. Leider kam an einer Stelle an der Wand etwas Feuchtigkeit rein, oder es war Kondenswasser neben der Klimaanlage. Neben einem breiten Bett mittlerer Härte gibt es hier einen Schrank, einen Schreibtisch und eine Sitzecke sowie einen kleinen Fernseher.

Auch das Badezimmer ist geräumig und hat eine Dusche mit Geyser, den man vorher anmachen sollte, weil sonst kein warmes Wasser kommt. Aber das ist ja in Indien in den meisten Hotels so.

Alles in allem haben wir uns hier für eine Nacht sehr wohl gefühlt, am nächsten Morgen sind wir erst ein wenig später abgefahren, weil wir ja nur nach Patiala mussten. So konnten wir nach dem Frühstück noch in Ruhe unsere Sachen packen.


Frühstück

Unser Frühstück im Aura Vaseela war, ganz im Gegensatz zum Essen am Abend, ziemlich enttäuschend. Es gab ein sehr übersichtliches Menü mit verschiedenen festen Zusammenstellungen, eine Kombination nach eigenem Gusto war nicht vorgesehen. Wir entschieden uns daher an diesem Tag für die Europäische Variante, sprich: Toast, Butter, Marmelade und Eier nach Wunsch. Dazu Masala Chai.

Michael bestellte ein hart gekochtes Ei, ich hatte leider ein Masala Omelette. Das Fett in dem es gebraten war schmeckte nicht und das Ei war trocken und ein wenig verbrannt.

Zu allem Überfluss bestellten wir auch noch einen Fruchtsaft, der aber nicht auf der Karte stand. War uns nicht aufgefallen, weil für uns ein Saft einfach dazu gehört. Serviert wurde dann ein winziges Glas mit gemischtem Fruchtsaft aus dem Tetrapak. Berechnet wurde dieser Saft dann am Ende mit sagenhaften 120 Rupien pro Person, die reinste Abzocke.

Das hätte wirklich nicht sein müssen, denn bis dahin war en wir mit dem Hotel mehr als zufrieden. Aber das hier war sicherlich das zweitschlechteste Frühstück, das wir in Indien bekommen haben. (noch schlechter war es nur in Shimla).


Essen

Am späten Nachmittag hatte man uns am Pool mit Kerzen eine romantische Stimmung gezaubert und wir tranken einen Old Monk Rum, dazu gab es ein Masala Papad für den kleinen Hunger vorab. Zu unserer Überraschung bleiben wir doch nicht die einzigen Gäste, spät kam noch eine kleine Männergruppe von auswärts zum Essen. So waren wir wenigstens nicht ganz alleine.

Es gibt zwar ein schönes und klimatisiertes Restaurant, aber bei den angenehmen Temperaturen freuten wir uns als draußen gedeckt wurde.

Es gab Tische am Pool und auf der Veranda vor dem Restaurant. Wir haben uns für einen Platz auf der Veranda entschieden, weil es dort bequemere Stühle gab und etwas heller war. Schließlich möchte man ja auch sehen, was auf dem Teller liegt.

Die Karte war recht üppig und die Auswahl fiel schwer. Da wir die Portionsgrößen nicht kannten, bestellten wir wie oft drei Hauptgerichte und dazu frisch gebackenes Naan.

Die Küche hier kann wirklich etwas, alles war sehr gut zubereitet und nicht ganz so fettig wie woanders. Vor allem das mit heller Sauce und viel Minze und Kardamom zubereitete Paneer Pudina war extrem lecker. Dazu hatten wir noch Kartoffeln in scharfer Sauce und Chicken Tikka Lababdar bestellt.

Dazu tranken wir wie immer Kingfisher Premium Bier.

Die Portionen waren allerdings so üppig, das wir nicht dgegen ankamen. Zufällig kam gerade unser Fahrer auf dem Weg zur Küche vorbei, als wir uns das zweite Mal den Teller füllten und den Grund der Schüsseln immer noch nicht erreicht hatten. Wir fragten, ob mit essen wolle, er war glücklich und setzte sich zu uns, bestellte noch etwas Naan und hat dann alles sehr hungrig aufgegessen. Wäre doch schade gewesen, das gute Essen wegzuwerfen.



Fazit

Ruhige Unterkunft im Grünen mit sehr gutem Essen und einem schönen Pool.

Im Oktober 2013 waren wir für 1 Nacht hier.

Wer sich direkt informieren möchte, hier ist die Webseite vom Aura Vaseela Resort .

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Aura Vaseela Resort


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