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BARADARI PALACE

Das zur Neemrana-Gruppe gehörende Hotel mitten in der Stadt Patiala ist ein Haus mit viel Geschichte. Der weitläufige weiße Garten-Palast im Herzen der kulturell reichen Stadt wurde im 19. Jahrhundert erbaut und dient ursprünglich dem Maharaja als Wohnhaus. Rajinder Singh zog in dieses Anwesen, weil ihm das Qila Mubarak Fort zu altmodisch war. Er wurde am 25.05.1872 geboren und hatte einen Sohn namens Bhupinder Singh of Patiala. Maharaja Rajinder Singh verstarb am 08.11.1900 im Alter von nur 28 Jahren.

Heute ist das Gebäude ein wunderschönes Heritage Hotel, in direkter Nachbarschaft zu den grünen Baradari Gärten. Hier ist man weit entfernt vom hektischen Stadtleben. Das Personal ist sehr hilfsbereit, und sein Ziel ist es die Gäste zufrieden zu stellen.

Das Hotel hat eine Konferenzzone und richtet auch Hochzeiten aus. Szenen aus den Bollywood Filmen Bodyguard, Yamla Pagla Deewana und Mausam wurden hier gefilmt.

Gegenüber der Rezeption kann man, kunstvoll beleuchtet, einen der alten und sehr engen Dienstbotengänge sehen. Gegenüber stehen Sofalandschaften und hier im Erdgeschoss befinden sich auch das Restaurant und die Bar.

Der Shop und das Caféhaus im gegenüber liegenden Garten waren leider geschlossen. In der Bar und im Restaurant waren am Abend dann durchaus auch noch andere Gäste, auch von auswärts. Vor allem die Bar mit romantischer Flaschen-Beleuchtung war am späteren Abend von jungen Leuten aus dem Ort gut besucht.

Zu den oberen Geschossen führen lange Treppen, die Wände sind mit historischen Aufnahmen und Zeichnungen geschmückt. Oben im 2. Stock, wo sich die Suiten befinden, hatten wir die gesamte Etage für uns alleine. Am Abend konnten wir so einmal auf den Dachterrassen herumgehen ohne andere Gäste zu stören und die zahlreichen Greifvögel beobachten, die hier auf dem Dach und in den umliegenden Bäumen sitzen. Sogar zwqei seltene Hornvögel sahen wir hier in der Dämmerung. Man blickt auch vom Hoteldach aus direkt auf die Grünanlagen der Baradari Gärten.


Lage

Der Baradari Palace steht in einer grünen Oase mitten in Patiala mit den Baradari Gärten rundum. Der nächste Flughafen ist 55 Kilometer entfernt in Chandigarh, 37 Kilometer fährt man zum Bahnhof Ambala/Patiala. Die Strasse zwischen Hotel und Gärten ist gesperrt und dient heute nur noch als Parkplatz für das Hotel und das Restaurant.


Zimmer

Es gibt im Baradari Palace sechs einfache Zimmer und 11 Suiten, die alle anders und sehr individuell eingerichtet sind. Die Suiten wurden nach den Königen des Punjab benannt: Kaursahib Ranbir Singh, Maharaja Mohinder Singh, Maharaja Rajinder Singh, Raja Baba Ala Singh, Raja Sardul Singh usw. Wir hatten uns die Räume im Vorfeld im Internet angesehen und auf Grund der Lage die Maharaja Rajinder Singh Suite gebucht. Hier gab es auch kein Fußende am Bett, immer ein wichtiges Kriterium für den langen Michael.

Diese die Wahl erwies sich als hervorragend. Schade, das wir hier in diesem großzügigen Raum nur eine Nacht verbracht haben. Es handelt sich um eine prächtige Suite in der zweiten Etage, die genau in der Mitte liegt. Die anderen Räume erreicht man über Dachterrassen rechts und links davon.

Da wir die einzigen Gäste auf dieser Etage waren, konnten wir uns frei bewegen, nur ein paar Handwerker waren auf dem darunter liegenden Dach und an der Seitenfassade mit Verschönerungsarbeiten für Diwali beschäftigt. Sonst waren wir hier ungestört.

Durch eine Holztür betritt man das Schlafgemach mit einer unglaublichen Deckenhöhe. Zwei breite Betten beherrschen den Raum, gegenüber sorgt eine Sofagruppe für Gemütlichkeit. Natürlich gibt es hier auch einen Fernseher, einen Kühlschrank, Wasserkocher inkl. Teezubereitungsmöglichkeit, Klimaanlage und zwei Ventilatoren. Dazu schöne Bilder an den Wänden und einen gut funktionierenden W-Lan Empfang.

Dahinter ist sogar noch ein zweites Schlafzimmer, das wir als Kofferablage nutzten. Praktisch war auch, dass wir hier im zweiten Raum die Klimaanlage anstellen konnten ohne uns dort aufzuhalten. So zog es nicht im eigentlichen Schlafzimmer, es wurde aber vom Nachbarraum aus gekühlt. In diesem Zimmer gibt es hinten auch eine weitere Tür, durch die man auf die Dachterrasse kommt.

Um die Ecke liegt das das Badezimmer mit eine großzügigen, gut funktionierenden Dusche, Waschtisch und Toilette. Shampoos und Seife waren hier ebenso selbstverständlich wie schöne Handtücher und ein Ständer zum Trocknen. Wir haben uns in diesen Räumen sehr wohl gefühlt.


Frühstück

Das Frühstück wird im Restaurant eingenommen und alles wird auf Bestellung an den Tisch gebracht. Wir haben uns an diesem Morgen für indisches Frühstück entschieden und bestellten Masala Chai, stuffed Paratha und Pickles. Dazu gab es frisch gepressten Saft und unsere Standard-Frühstückszutaten: Joghurt, Bananen und Honig. Es hat alles gut geschmeckt.


Essen

Das Dinner nahmen wir natürlich am Abend im schönen Restaurant ein, weil wir keine Lust hatten im Dunkeln noch irgendwo anders hinzufahren. Nachdem wir an der Bar einen indischen Rum namens Old Monk getrunken hatten sind wir dann ein paar Schritte rüber gegangen, mit einem Blick in die riesige Küche. Der Restaurantraum erstreckt sich über zwei Stockwerke und hat schöne Türen aus Glas und Holz. Oben sind zwar die Fenster zu, aber dort haben früher sicherlich die Frauen ungesehen gesessen, um am Leben unten teilzuhaben. Wahrscheinlich war dies einmal der Audienzraum. Er liegt an der Seite des Hotels in Richtung der Gärten und hat dort eine halbrunde Front, es gibt auch noch Tische draußen in einem Säulengang.

Die Decke ist kunstvoll bemalt und zwei große Leuchter sorgen für Licht. Die Kellner hier sind sehr aufmerksam und sind sofort zur Stelle, wenn man hochschaut.

Die Karte ist umfangreich und wir waren die oft sehr fettigen Saucen ein wenig leid. So freuten wir uns, dass es hier einen Tandori gab. Das bedeutet meist Fleisch ohne Knochen und weniger Fett.

Tandor ist ein indischer zylindrischer Holzkohleofen, Das Aussehen kann man als Fass ohne Deckel beschreiben, in dem das Essen über Holzkohle gehängt und so gegart wird. Tandori Chicken kommt aus dem Punjab, das haben wir natürlich bestellt. Dazu ein leckeren Masala Paneer, ebenfalls aus dem Tandor und Naan mit Knoblauch.

Etwas geplättet waren wir von der Tatsache, dass es hier kein Bier gab. Mitten in der Stadt. Na ja, wir sind ja flexibel und haben dann eben gesalzenen Limettensaft zum Essen getrunken und als Nachtisch gab es Kaffee. Trotzdem waren am Abend sehr viele Gäste von ausserhalb zum Essen hier, was für eine gleichbleibend hohe Qualität spricht.

Das Essen war sehr lecker und die Preise zivil, wir haben zusammen inclusive 3 verschiedener Steuern dann 1.563 Rupien bezahlt. Die zwei Old Monk Rum in der Bar kosteten 336 Rupien.



Fazit

Historisches Hotel in ruhiger Lage mit riesigen individuellen Zimmern.

Im Oktober 2013 waren wir für 1 Nacht hier.

Wer sich direkt informieren möchte, hier ist die Webseite vom Baradari Palace.

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Baradari Palace


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