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JAIWANA HAVELI

Eigentlich hatten wir für Udaipur ein anderes Hotel gebucht, das Amet Haveli direkt gegenüber vom Jaiwana Haveli. Denn dies ist die Premium Lage mit direktem Blick auf den See und den Palast. Dieses Haveli ist allerdings sehr beliebt und unsere Agentur hat es versäumt, sich rechtzeitig um die Buchung zu kümmern obwohl wir weit im Voraus unsere Route festgelegt hatten. So war es leider schon ausgebucht und wir mussten uns dann doch noch relativ kurzfristig nach einer Alternative umsehen. So entschieden wir uns für das wesentlich preiswertere Jaiwana Haveli mitten in der Altstadt von Udaipur und haben es nicht bereut.

Da wir wegen des Ausblicks mittags gegenüber im Ambrai Restaurant, das zum Amet Haveli gehört, essen waren und den schlechten Service dort miterleben konnten, waren wir froh über unsere kleine, saubere und sehr herzlich geführte Unterkunft. Das Amet Haveli wäre auch deutlich teurer gewesen. Der günstige Preis war für uns auch wichtig, da wir am Abend aus Udaipur abgeflogen sind und das Zimmer noch eine Zusatznacht gebucht hatten. So konnten wir bis zum Transport zum Flughafen noch drin bleiben und in letzter Minute noch duschen und packen. Die Nacht und das Frühstück sind dann verfallen.

Das Jaiwana Haveli war einst die private Residenz des Thakur von Jaiwana und wird heute als Familienunternehmen sehr privat geführt. Schon bei der Ankunft wurden wir fast überschwänglich begrüßt und gleich mit moderner Technik wie dem schnellen W-Lan und der Webcam auf der Dachterrasse vertraut gemacht. Sofort bekam man eine Karte von Udaipur und flink wurden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Umgebung erklärt und eingezeichnet. Im Jaiwana Haveli weiß man, was Traveller aus aller Welt wünschen. Die beiden Brüder, die das Hotel leiten, sind sehr zuvorkommend und hilfsbereit und sprechen hervorragend Englisch. Sie sind das Herz vom ganzen Hotel.

Hier ist alles schlicht und sehr modern eingerichtet, überall Marmor und im Empfangsbereich gibt es so viele Informationen am schwarzen Brett, das kaum eine Frage offen bleibt.

Der Ausblick von der Dachterrasse mit Restaurant auf den Pichola Lake und den Stadtpalast ist einfach grandios, wenn man auch einige Marmorstufen hoch steigen muss, bis man im 4.Obergerschoss angekommen ist. Einen Aufzug gibt es hier nicht.

In den engen Gassen rund um das Haveli kann man prima shoppen gehen, hier wohnt man mitten im Zentrum und kann alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen.

Lage

Das Hotel liegt mitten in der Altstadt, nur 5 Gehminuten vom berühmten Stadtpalast und dem Jagdish Tempel entfernt. Es ist unmöglich bis zum Hotel vorzufahren, wenn man mit Fahrer unterwegs ist. Vielleicht waren die Straßen auch nur wegen dem bevorstehenden Lichterfest gesperrt, auf jeden Fall mussten unser Fahrer für uns ein TukTuk organisieren, damit wir mit Gepäck die letzten hundert Meter bis zum Hotel zu kommen konnten.

Die Lage am Lal Ghat, fast direkt am Ufer des Pichola-Sees, ist unübertrefflich, ebenso wie die Aussicht, die man von hier hat. Je nach Ausrichtung des Zimmers und der Etage wird eine solche Aussicht vom Zimmer aus jedoch ausdrücklich nicht garantiert. Den Flughafen Udaipur erreicht man vom Jaiwana Haveli aus nach ca. einer guten halben Stunde Fahrt.


Zimmer

Das Hotel verfügt über 23 saubere Zimmer mit funktionalen Bädern. Alles neu renoviert, viel Marmor und sehr saubere Bettwäsche. Schmutzecken sucht man hier vergeblich, wir haben uns an unseren letzten Tagen in Indien hier sehr wohl gefühlt. Wir bekamen Raum Nummer 34, eines der rechten Eckzimmer in der dritten Etage. Die Zimmer sind hier ziemlich hellhörig, aber wir hatten nach oben keinen und zur Seite nur einen Nachbarn, so haben wir das nicht als schlimm empfunden. In der Mitte mag das anders aussehen.

Da alle Gäste ein Eckzimmer haben möchten, wird schon an der Rezeption darauf hingewiesen, dass Zimmer nach dem Zufallsprinzip vergeben werden und nicht speziell reserviert werden können. Das Standard-Doppelzimmer kostet 2.250 Rupien pro Nacht plus Steuern. Ein Eckzimmer kann man für 2.450 Rupien pro Nacht mieten, der Mehrpreis lohnt sich auf jeden Fall.

In den Eckzimmern auf der linken Seite kann man vom Bett aus direkt bei Sonnenaufgang die Sicht auf den See, das Hotel Lake Palace sowie den City Palace genießen. Die Eckzimmer 11, 21 und 31 haben die beste Aussicht. Aber wir konnten auch auf den See schauen und waren zufrieden, vor allem, da die Eckzimmer ein wenig grösser sind und zusätzlich an der Seite noch über ein weiteres Fenster mit einem kleinen Austritt verfügen. Die Fenster sind mit Bögen im orientalischen Stil verziert. Rundum schaut man auf die Dachterrassen der benachbarten Gebäude. Hier hat jedes Hotel eine solche.

Die Zimmer verfügen über eine Flachbild-Kabel-TV, eine Klimaanlage plus einem Ventilator an der Decke und natürlich einen schnellen und kostenlosen WLAN-Internetzugang. Es gibt eine offene Schrankablage und für indische Verhältnisse bequeme Matratzen in den Betten.

Das Bad mit Dusche ist recht eng und zweckmäßig, wenn man duscht muss man über Lamellen in den Flur lüften. Manche wird das stören, da man dann eventuell vom Gang aus reingucken könnte. Mehr als den Kopf in der Dusche sieht man da aber nicht.


Frühstück

Das Frühstück haben wir im Inneren des Restaurants eingenommen, da am Morgen die Sonne voll auf die Dachterrasse scheint. Der aufmerksame Service brachte uns dann die üblichen Frühstückszutaten wie Toast, Marmelade und auf Wunsch ein mittelweich gekochtes Ei. Dazu konnten wir uns noch einen Pfannkuchen bestellen, der sehr lecker war und bekamen noch einen Teller mit frischen Früchten. Nur der Kaffee war nicht so toll, dafür entschädigte die schöne Aussicht.


Essen

Das Restaurant auf dem Dach ist am Abend gut besucht und man sollte am besten einen Tisch reservieren, vor allem wenn man im Freien sitzen möchte. Denn dort gibt es nur eine begrenzte Anzahl Sitzplätze an sechs Tischen.

Dort oben erwarten einen neben dem Ausblick ein sehr freundlicher und aufmerksamer Service und eine Speisekarte mit dem üblichen Angebot, aus dem man wählen kann. Die Küche mit Ausgabe befindet sich ebenfalls zur offenen Terrasse hin.

Schon bei der Ankunft testeten wir zum Lunch die Küche, um dann zu entscheiden, ob wir hier auch am Abend essen wollten. Die Cheese Pakora, der Chili Paneer, das Fischgericht und das vegetarische Raita waren lecker, ebenso das dazu bestellte Lemon Soda. Als Nachtisch hatten wir dann noch ein Bananen Lassi. Wir hatten dazu auch noch Naan bestellt, da kam aber kein frisch zubereitetes an, sondern ein fettiges und fade schmeckendes Altbrot. Das haben wir wieder zurück gehen lassen. Nachdem wir uns beschwert hatten teilte uns der Manager mit dass der Service vergessen hatte uns mitzuteilen, dass mittags gar kein frisches Naan im Backofen zubereitet wird, sondern zu dieser Zeit in der Pfanne aufgebacken wird. Bezahlt haben wir für das Mittagessen 705 Rupies.

Trotzdem waren wir zufrieden und reservierten auch gleich an der Rezeption einen Tisch für das Dinner am Abend. Als wir oben auf der Dachterrasse ankamen gönnten wir uns zum Sunset erst einmal einen Gin Tonic, der alleine 760 Rupien gekostet hat und perfekt zur Stimmung passte. Aus der umfangreichen Speisekarte bestellten wir dann zum Dinner Paneer Tikka, Chicken Tikka und Vegetable Biriany. Dazu gab es hier Kingfisher Bier, leider aus der Dose. Als Nachtisch dann noch jeweils ein Mango-Eis und auf der Rechnung standen am Ende dann 1.945 Rupien.

Die Stimmung am Abend auf der Dachterrasse ist sehr schön, man schaut auf den beleuchteten Palast und das Lake Palace Hotel in der Seemitte. Die Häuser rundum waren besonders schön geschmückt, denn man hatte schon alle Lichterketten für das Divali Lichterfest angebracht, was die magische Stimmung noch verstärkte.

Wegen der schönen Aussicht wollten wir am nächsten Mittag dann aber doch noch ins gegenüber liegende Amet Haveli gehen, eigentlich unsere erste Wahl bezüglich der Unterkunft. Das konnten wir mit einem kurzen Spaziergang zu Fuß erledigen. So kamen wir zum Lunch ins Ambrai Restaurant, fanden einen schönen Platz und genossen die Aussicht. Am Abend geht hier ohne Reservierung gar nichts. Zum Genießen hatten wir auch genug Zeit, denn der Service hier war mehr als langsam und wir empfanden ihn teilweise nervig unaufmerksam. Das Haveli war natürlich wesentlich luxuriöser als unseres, das Personal aber von einer fast schon unverschämten Lässigkeit.

Man sitzt direkt am Seeufer unter schattigen Bäumen und die Speisekarte ist sehr umfangreich. Natürlich zahlt man hier die schöne Aussicht und die Lage mit. Egal, es war unser letzter Tag in Indien und wir wollten es uns noch einmal gut gehen lassen. Wir bestellten dann als Vorspeise ein Masala Papad und einen Mango-Michshake. Dann Naan, Paneer Kashai und Malai Fish Curry. Dazu tranken wir am Mittag Lemon Soda.

Alles war lecker, aber nichts wirklich herausragend. Wir würden hier nicht wieder hingehen. Auf die Rechnung mussten wir wieder sehr lange warten, obwohl die Terrasse nicht voll besetzt war. Die kam dann, hin gekritzelt auf einen weißen Zettel, und betrug 1.365 Rupien.



Fazit

Saubere und zentrale günstige Unterkunft mit gutem Service.

Im Oktober 2013 waren wir für 2 Nächte hier.

Wer sich direkt informieren möchte, hier ist die Webseite vom Jaiwana Haveli.

Video zum Thema

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Jaiwana Haveli


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