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WATERSTONES HOTEL

Die letzten beiden Nächte verbrachten wir in Mumbai, eigentlich war es nur eine Nacht. Aber weil der Flieger erst nach Mitternacht startet, haben wir einfach eine zweite Nacht dazu gebucht. So konnten wir tagsüber noch ein wenig die Stadt ansehen - leider fand dies an einem Wochenende statt - und danach hatten wir am Nachmittag noch das Zimmer zum Ausruhen vom langen Spaziergang, konnten noch in Ruhe essen gehen, uns danach duschen und die Koffer packen.

Ausgesucht hatten wir uns dazu das Waterstones Hotel, ein Boutique Hotel in unschlagbarer Lage und mit modernem Ambiente direkt neben dem internationalen Flughafen. Es hat 6 Etagen, wurde im Jahr 2008 erbaut und 2012 komplett renoviert. Die hoteleigene Limousine brachte uns spät abends kostenlos zur Abflugshalle und das Preis-Leistungsverhältnis war sehr gut.

Das Waterstones ist sehr modern gestaltet, jede Etage hat ein Thema aus der Natur, das sowohl in den Fluren als auch in den Zimmern in Farbgebung und Materialauswahl umgesetzt ist. Der Eingang befindet sich ebenerdig und ist etwas unglücklich und wenig beeindruckend gestaltet, von hier fährt man dann mit dem Aufzug hoch zur eigentlichen Lobby. Die bietet gemütliche Sitzgelegenheiten, eine Bäckerei und man bekommt beim Check-In Sekt angeboten.

Das Hotel ist U-förmig angelegt und das Housekeeping ist sehr gut, alles war penibel sauber. Von den innenliegenen Balkonen der Etagen kann man hinunter zur Lobby gucken, auf der anderen Seite des Hotels schaut man auf die Bar. Allerdings liegt der Eingang nicht in der Mitte des U, sonder an einem Ende, je nach Lage des Zimmers muss man eine Weile laufen.

Was uns gar nicht gefallen hat waren die Klimaanlagen, viel zu kalt eingestellt und überall zog es. Eine Gruppe Franzosen, die keine zusätzliche Nacht gebucht hatten und von 11:00 Uhr am Morgen bis kurz vor Mitternacht in der Lobby auf ihren Abflug wartete, tat uns leid. Besonders in der nach oben offenen Bar war es schlimm, da haben wir es nicht ausgehalten und auch sonst saß da niemand. Weit oben röhrte die wohl stark beanspruchte Klimaanlage wie ein startender Airbus. Vom nahen Flughafen haben wir in den schallisolierten Räumen nicht viel mitbekommen und dort konnten wir die Kaltluft ja auch ausschalten.

Hereingefallen sind wir leider auf die Bilder vom Waterstones, auf denen man eine wunderbare Poolanlage sieht - den Waterstones Club. Wer ahnt denn, dass die Gebäude am Pool gar nicht das Hotel sind, denn das liegt nebenan und der Ausblick aus den Zimmern ist wenig schön. Unten auf Google Maps ist der rote Marker auch auf dem Club, das Hotel ist der eckige Klotz mit dem grünen Innenhof daneben.

Trotzdem ist das Waterstones gerade wegen des Pools ein Geheimtipp in Mumbai, denn hier befindet sich ein privater Club, für den man als Mitglied hohe Gebühren zahlt und den man als Hotelgast kostenlos mitbenutzen kann. Der Waterstones Club bietet einen zentralen Infinity-Pool mit Olympiamaßen, Ruheliegen und Poolservice. Rundum wachsen Palmen, eine richtige Oase. Daneben gibt es hier auch Tennisplätze, Squashcourts, einen klimatisierten Indoor Court, ein Spa mit Massagen und Sauna, einen Meditationsgarten und vieles mehr.

WLAN ist hier nicht im Preis inbegriffen und wird extra berechnet. Um sich beim Abflug online einchecken zu können muss man wohl zumindest eine Stunde buchen. Ein ganzer Tag war kaum teurer.


Lage

Wie schon erwähnt liegt das Terminal des International Airport nah am Hotel. Der Limousinenservice vom Waterstones Club fuhr uns nachts selbstverständlich kostenlos mit einem dicken BMW zum Abflugterminal. Die waren etwa 5 Minuten Fahrt. Die nähere Umgebung des Hotes ist wenig attraktiv, Parkplätze an der Unterkunft sind kostenfrei.

Nach Zentral-Mumbai zum "Gateway of India" fährt man je nach Verkehrslage 1-1,5 Stunden, wir zahlten dafür ja nach Auto zwischen 550 und 1000 Rupien - das vom Hotel gerufene Funktaxi war teuer, für den Rückweg selbst eines ausgehandelt war günstiger. Die Bahnhöfe Andheri und Dadar erreicht man von hier aus nach 3,5 bzw.11 Kilometern.



Zimmer

Die 99 Zimmer im Waterstones sind gemütlich, jede Etage hat ein anderes Thema und somit eine andere Farbgebung: Fire, Glacier, Marine, Mountain und Rainforest. Es gibt 9 Suiten, wir konnten in eine davon reinschauen und waren sehr beeindruckt. Ausgetstattet mit eigener Küche, Esszimmer und einem wunderbaren Bad - wer etwas Geld über hat sollte sich die gönnen.

Wir wohnten in einem der Deluxe Zimmer auf der Feuer-Etage, somit genossen wir warme Rot- und Orangetöne. Ein Glasbild an der Wand zeigt Kerzen, der Boden ist aus Backstein.

Das Bett steht hier mitten im Raum und ist sehr bequem, mit wunderbarer Bettwäsche bezogen. Man kann zwischen verschiedenen Kopfkissen vom "Pillow Menue" wählen. Auf der Rückseite des von innen beleuchteten Kopfendes befindet sich der kleine Schreibtisch mit durchsichtigen Schubladen. Die Konsole mit dem Fernseher besteht aus Plexiglas, das man mit Holzkohle gefüllt hat. Davor ein Sitzsack. Von den bodentiefen, schallisolierten Fenstern schaut man auf das Dach des Restaurants und auf den kleinen Innenhof. Das ist immerhin mit grünem Kunstrasen bezogen und sehr bleibet bei einheimischen Tauben.

Es gibt auch eine Sitzgruppe im Raum, die darüber hängende Lampe hat die Form eines Kamins.

Nicht jedermanns Sache ist das Badezimmer. Es ist recht eng und die Wand an der Badewanne zum Zimmer besteht aus Glas. So kann man sich beim Duschen zugucken, das bringt aber auch mehr Licht in den kleinen Raum. Der Duschvorhang ist ebenfalls durchsichtig aus festem Plastik, hier hätte uns eine feste Abtrennung besser gefallen.

Weil es uns an der Bar zu laut und zu kalt war haben wir den Room Service getestet und uns leckere Cocktails ins Zimmer liefern lassen. Mineralwasser und persönliche Tageszeitung sind hier Standard.


Frühstück

Das Frühstück wird im Innenhof im Pavillion-Restaurant "All Stir Fry" serviert. Das ist, wie überall im Hotel, stark klimatisiert, die Stühle sind modern und das Personal läuft in weißen Anzügen mit grün-weiß geringelten Ärmeln herum, was ein wenig an die Mode von Gaultier erinnert.

Es gibt ein sehr gutes Buffet mit vielen leckeren Sachen und der Service ist sehr nett und aufmerksam. Alles, was es zu einen guten Start in den Tag braucht bekommt man hier im Waterstones Hotel.



Essen

Die Auswahl an Restaurants war etwas merkwürdig hier. Es gab ein innenliegendes auf der Business Ebene mit indischer Küche, in dem aber kein Mensch war und das uns auch vom Ambiente her nicht ansprach. Im Waterstones Club war das Restaurant laut Schild nur für Mitglieder geöffnet. Unten in der Lobby Lounge gab es in einer Ecke ein paar Tische, nur schwer als Restaurant zu erkennen. Da sassen wir nun und wollten aus der angebotenen Karte etwas bestellen, aber leider war fast jedes Gericht, das wir aussuchten gerade leider nicht vorrätig.

Da bleibt nur der Pavillion im Innenhof, in dem sich das Restaurant "All Stir Fry" mit Buffet im Stil der orientalischen Straßenküche anbietet. Hier wird auch das Frühstück serviert und hier waren wir sehr zufrieden. Es gibt super asiatisches Essen, immer ganz frisch zubereitet und mit einem Lächeln serviert. Natürlich kann man auch á la carte allerlei Asiatisches essen.

Das Besondere ist aber das Buffet: jeder Gast stellt sich sein Essen selbst zusammen. Für 730 Rupien pro Person konnten wir so oft gehen wie wir schafften. Vor der offenen Küche stehen stets frisch aufgefüllte Schalen mit allerlei Gemüse, diversen Nudeln, verschiedene Fleischsorten inklusive Lamm, Tofu und sogar Shrimps und Tintenfisch. Man bekommt eine Schale und kann vorab wählen, ob man vegetarisch oder mit Fleisch essen möchte. Dem entsprechend sind die Schalen mit einem farbigen Rand gekennzeichnet, damit die Gerichte in verschiedenen Woks zubereitet werden.

Der Gast nimmt sich alles, was ihm schmeckt und was gut zusammen passt und schichtet es in der vom Personal beschriebenen Reihenfolge in de Schüssel. In der offenen Küche dahinter stehen mehrere Köche an Woks auf offenem Feuer, siehe Foto unten.

Man kann auch unterschiedlichen Saucen und gesonderten Beilagen wählen, die Auswahl steht auch auf den Tischsets. Es gibt jeweils drei Saucen in der kategorie Mild, Spicy und Hot. Ein Koch nimmt die gefüllte Schüssel entgegen und schreibt die Wünsche bezüglich Sauce und Zubereitung auf. Dann wird die Auswahl frisch im Wok gegart und an den Tisch gebracht. Ein tolles Konzept, so nimmt jeder nur das, was ihm schmeckt.

Da wir uns die Schüsselchen nicht brechend voll gehäuft haben waren drei Runden mit unterschiedlichen Zutaten möglich, dann konnten wir nicht mehr. Schönes Essen auch am Abflugtag, da es nicht so schwer im Magen liegt.



Fazit

Modernes Hotel mit Komfort und Super-Pool am Flughafen.

Im November 2015 waren wir für 1 Nacht hier.

Wer sich direkt informieren möchte, hier ist die Webseite vom Waterstones Hotel.

Google Map zum Thema

Waterstones Hotel

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