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CITY PALAST

Kein Besuch in Udaipur wäre vollständig ohne den Besuch im imposanten City Palast am Ufer des Pichola Sees. Er gehört dem Maharana von Udaipur, als Oberhaupt des Sonnenclans der Rajputen trägt das Wappen des Maharanas die Sonne als Symbol, und Udaipur trägt daher auch den Beinamen "Stadt der aufgehenden Sonne". Der Palast ist der größte in Rajasthan, von Herrscher zu Herrscher wurde er immer weiter ausgebaut und dominiert heute noch das Stadtbild von Udaipur. Das Gebäude aus weichem gelbem Gestein steht auf einem Felsvorsprung am Nordwestufer des Pichola Sees. Mit dem Bau hatte bereits der Stadtgründer Udai Singh begonnen, der seine Hauptstadt von Chittorgarh hierher verlegte. Aber erst ab 1614 gewann die Anlage nach mehreren Bauphasen allmählich ihre heutige Größe.

Die Herrscherfamilie führt ihre Abstammung auf die Dynastie der Sisodia zurück, die ihren Ursprung in der Kriegerkaste Kshatriya sieht. Ihren Führungsanspruch unter den 36 Rajputenstämmen forderten die Herrscher von Merwar auch in der ihnen zustehenden Ehrenbezeichnung. Denn sie nannten sich nicht Maharaja, was übersetzt großer Führer heißt, sondern Maharana - großer Krieger.

Ein Teil des Palastes beherbergt heute das exklusive 5-Sterne-Hotel Fateh Prakash Palace und ein weiteres Hotel namens Roop Niwas Palace. Hier in Udaipur versteht man es sehr gut die Schätze der Familie entsprechend zu vermarkten. Da wir ebenfalls in einem Hotel der HRH - Group of Hotels wohnten, bekamen wir einen Pass und konnten so auf der wunderbaren Aussichtsterrasse "Sunset View Terrace" unterhalb des Hotels Kaffee trinken. Zwar ein wenig teurer, aber mit unbezahlbarem Blick und Service. Eine sehr empfehlenswerte Oase. Im Hotel befindet sich ebenfalls eine Kristallsammlung, die auch Nicht-Hotelgäste besuchen können.

Der Öffentlichkeit zugänglich ist das großartige Palast-Museum und daneben befindet sich noch der Privatpalast von Maharana Arvid Singh, dem amtierenden Oberhaupt des Hauses Mewar. Der Maharana von Udaipur hat 2005 einen internationalen Preis für die Entwicklung solarbetriebener Fahrzeuge gewonnen. Für einen Besuch im Museum sollte man sich ein paar Stunden Zeit nehmen, denn es gibt schöne Ausstellungsstücke und prächtige Räume und Höfe zu sehen. Eine komplette Führung dauert ungefähr drei Stunden. Zwischendurch kann man immer wieder die Aussicht auf den See und die darin liegenden Palastinseln Jag-Niwas und Jag-Mandir genießen.



Palastmuseum

Bei unserem 1. Besuch in Udaipur hatten wir einen Guide, beim 2. Besuch im Jahr 2013 haben wir den Palast dann alleine erkundet.

Zuerst besuchten wir auf dem Weg zum Museum den nahe gelegenen Jagdish-Tempel. Dann betraten wir das Palastgelände durch das imposante Hathi Pol, das Elefantentor aus dem Jahr 1600 und das erste Haupttor, wenn man aus der Altstadt kommt. Direkt dahinter liegt das Tripolia Tor. Früher wurde hier zwischen den Toren der aktuelle Maharana an seinem Geburtstag mit Gold und Silber aufgewogen. Das Ergebnis wurde dann an die arme Bevölkerung verteilt.

Dann befindet man sich hier in einem riesigen Hof Manek Chowk. Von der Galerie auf der linken Seite hat man einen schönen Blick über die Stadt. Dahinter liegen die ehemaligen Stallungen an der Ostseite, in denen sind heute Souvenirläden untergebracht. 2013 gab es hier auch ein Restaurant.

Zufällig fand gerade eine Tonprobe für die abendliche Sound- und Lightshow statt. Sehr beeindruckende Qualität, leider hatten wir am Abend nach einem gefüllten Tagesprogramm keine Energie mehr, von dem etwas außerhalb gelegenen Shirkabadi Hotel nochmals in die Stadt zu fahren um uns die Show anzusehen.

Durch den Haupteingang, über dem ein goldenes Sonnenemblem prangt, gelangt man schließlich in das Palast-Museum. Das Symbol des Hauses von Mewar bedeutet edelste rajputische Herkunft und dominiert die wehrhafte Fassade mit den zahlreichen Erkern. Raubvögel ziehen ihre Kreise über den Dächern und lassen sich auf den Kuppeln nieder.

Dann beginnt der Rundgang durch zahlreiche mit Korridoren und Treppen verbundene Räume und Höfe. Bilder von den Innenräumen sind auf einer eigenen Seite vorgestellt. Durch vom Elefantengott Ganesh bewachte Tore gelangt man in den ersten Innenhof, der noch zur ursprünglichen Palastanlage gehört. Im Rai Angan (Königlicher Innenhof) befindet sich ein Heiligtum, das als der älteste Teil Udaipurs gilt. Genau an dieser Stelle soll Udai Singh II einen Heiligen Mann getroffen haben, der ihm zum Bau der Stadt Udaipur an dieser Stelle riet.

Die angrenzenden Räume sind zu Ehren der Pferde und Helden der Schlacht von Haldighati, die am 18.Juni 1576 stattfand, dekoriert. Im Inneren befinden sich einen umfangreiche Waffensammlung und mehrere Monumentalgemälde der Schlacht. Besonders interessant ist die Elefantenrüssel-Attrappe, die damals Pferden im Kampf um den Kopf gebunden wurde. Auf einem Gemälde ist der Einsatz dargestellt, das Pferd sah aus wie ein Baby-Elefant und so griffen die Kriegelefanten des Gegners das vermeidliche Baby nicht an. Ein raffinierter Trick.


Ausblicke

Weiter geht es zu den Privatgemächern, zu intimen Innenhöfen, zu Frauengemächern und Spiegelsälen. Mehr dazu auf der folgenden Seite. Ab und zu hat man von weit vorspringende Balkonen an der Nordseite einen großartigen Blick auf die Stadt. Auch die Ausblicke auf den See sind von hier aus einzigartig. Udaipur wird nicht umsonst als Venedig des Ostens gepriesen, die Stadt mit ihren beeindruckenden Palästen, exotischen Gärten und spiegelnden Seen ist eine der schönsten Städte Rajasthans. Mit dem sich verändernden Lichteinfall je nach Sonnenstand wechselt ihr Erscheinungsbild wie keine andere. Am Morgen erstrahlen die Häuser in leuchtenden Weiß, bei Sonnenuntergang hinter den Aravalli-Bergen werden See und Stadt in ein goldenes Licht getaucht. In den letzten Jahren war der See aber auf Grund einer langen Dürre ausgetrocknet, Kühe weideten hier und die Gäste des noblen Lake Palace Hotels fuhren nicht mit dem Boot, sondern mit dem Jeep zum Eingang. Aber im Jahr 2006 brachte der Monsun wieder Wasser in die Region und wir konnten den ursprünglichen Zauber von Udaipur wieder mit gefüllten Seen genießen.

Auch ein Blick in die verschiedenen, reich geschmückten Innenhöfe lohnt sich von Balustraden und Fenstern. Besonders der Hof Mor Chowk (Pfauenhof), der Mitte des 17. Jahrhunderts entstand. Er ist prächtig geschmückt und wurde für die öffentlichen Audienzen benutzt. Durch die schmalen, mit Gittern versehenen Fenster der oberen Etagen konnten die Damen am Geschehen im Hof teilhaben ohne selbst von unten gesehen zu werden, so wie es überall in den Forts und Palästen von Rajasthan üblich war.

Nicht nur die Innenräume im Palast sind prächtig ausgetattet, man entdeckt auch auf den Mauern und Dächern immer wieder kleine Kostbarkeiten. Sei es eine Engeldarstellung aus Stein oder Dachreiter aus farbigem Glas.




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