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MIRADOR ES MAL PAS

Direkt gegenüber vom Parkplatz am Mirador Es Colomer führt eine kleine Straße in die kahlen Hügel. Sie ist schlecht asphaltiert, eng und voller Schlaglöcher. Das konnte uns aber nicht schrecken, schließlich sind wir von Australien noch ganz andere Straßen gewöhnt.

Die enge Fahrbahn windet sich entlang an Abgründen den Berg hinauf. Gegenverkehr wird schon problematisch, da es an einigen Stellen keine Ausweichmöglichkeiten gibt. Die Fahrt ist nichts für Leute, die nicht schwindelfrei oder ängstlich sind.

Oben angekommen passiert man zuerst die abgesperrte Zufahrt zu einen Leucht- oder Funkfeuer, der den ankommenden Flugzeugen den Weg nach Palma de Mallorca weist. Hier Klicken, dann öffnet sich ein Fenster mit einem Foto, das diese Anlage im Gegenlicht mit den dahinter liegenden Berggipfeln zeigt.

Danach kommt man an einige bunkerähnlichen, verfallenen Gebäuden vorbei, eine ehemalige Militäranlage. Hier noch nicht umkehren, sondern wirklich noch eine Haarnadelkuve weiter bis ganz hinauf zum Ende der Straße fahren. Dort gibt es eine gute Wendemöglichkeit. Wie es dort ist, wenn mehrere Autos oben sind vermag ich mir nicht vorzustellen.

Wir waren dort nämlich ganz alleine, weit und breit kein Mensch. Die beste Zeit zum Fotografieren, nämlich kurz vor Sonnenuntergang, wenn die bizarren Berge der Halbinsel Formentor von den letzten Strahlen der Abendsonne angeleuchtet werden.

Am Gipfel

Auch hier am Wendeplatz gibt es verfallenen Gebäude, aufgegebene Munitionsbunker, die als Graffittiwand und Müllplatz missbraucht werden. Ein kurzer Fußweg führt dann zum eigentlichen Ziel dieser Fahrt, dem Atalaya d`Albercruix hinauf. Der Wehrturm stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist bereits unten von der Hauptstraße aus zu sehen. Sogar von der Aussichtsterrasse am Leuchtturm von Cap de Formentor aus kann man mit einem guten Fernglas oder Teleobjektiv seine Silhouette sehen, wie das kleine Foto hier beweist.

Der Turm war Teil einer ganzen Kette von Türmen entlang der Küste Mallorcas. Von hier hielten Wächter nach Piraten Ausschau und gaben mit Feuerschein in der Nacht oder Rauchsignalen am Tag den Alarm weiter. Die ständigen Piratenüberfälle führten auch dazu, dass sich die Einwohner von der Küste zurückzogen. Daher liegen die größeren Orte oft im Landesinnern, während am Meer nur ein Hafenort gleichen Namens blieb. Als Beispiele: Pollenca/Port de Pollenca, Soller/Port de Soller, Andratx/Port d'Andratx.

Hier am Turm oben weht meist ein frischer Wind, aber man hat einen wirklichen wunderbaren 360° Panoramablick auf die Berge, die Halbinsel und die Bucht von Alcudia. Auch das Hotel Formentor mit der vorgelagerten Insel sieht man von hier oben. Blickt man die Steilwand hinter dem Turm hinab, hat man einen guten Blick auf den Aussichtspunkt Es Colomer mit den winzigen Touristen, die sich gerade dort befinden.

Dieser Besuch war einer der Höhepunkte unserer Woche auf Mallorca, wegen des einmaligen Blicks, der schönen Atmosphäre kurz vor Sonnenuntergang und vielleicht auch, weil es der einzige Ort war, an dem wir einmal ganz alleine waren.

Mit der Sonne im Rücken werfen Menschen und Turm lange Schatten in die Landschaft, auf dem nächsten Bild gut zu sehen.

Bilder

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Mirador


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