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BERGDÖRFER

Eine Fahrt durch das Tramuntanagebirge von Inca nach Soller führte uns vorbei an zahlreichen Kurven, Bergen, Terrassenfeldern, Radfahrern und Reisebussen. Doch nun erst mal von Anfang an.

Von Inca am Rande der zentralen Ebene aus geht es nach nordwesten in die Berge der Serra de Tramuntana. Über Lloseta, einem langezogenen Ort mit hübschen Häusern, geht es nach Alaro. Oberhalb des von Arabern gegründetetn Ortes stehen zwei gewaltige Felsen, gigantische Klötze, die wie Wächter den Eingang zu einer Schlucht in die Berge flankieren. Das Casetell von Alaro, eine Ruine, kann zu Fuß besichtigt werden.

Die Straße nach Orient folgt einem Tal, in dem man viele Schafe und Apfelplantagen findet. Schöne Ausblicke auf gewaltige Berge sind unterwegs garantiert. Orient zählt zu den schönsten Dörfern der Insel, besonders zur Zeit der Apfelblüte. Wegen seiner Abgeschiedenheit und dem gut erhaltenen Zustand ist es ein Dorf der Superlative. Zu verdanken hat es dies dem hohen Ausländeranteil. Hin und wieder haben Ausländer ein verlassenes Haus gekauft und schön hergerichtet. Es gibt ca. 30 Häuser, drei Restaurants und zwei Hotels. Vor und hinter Orient kann man parken, es war allerdings alles überfüllt, als wir ankamen, deshalb haben wir hier nicht gehalten. Etwas weiter im Tal haben wir dann Rast gemacht, inmitten von Stille, die nur durch das Läuten der Schafglocken unterbrochen wurde. Junge Lämmchen sprangen im Gras und die Luft roch würzig.

Die Strecke von Orient aus dem Tal heraus nach Bunyola war dann nur noch mit eisernen Nerven zu bewältigen. Nicht weil sie so schmal und kurvenreich ist, da macht es eher Spass zu fahren. Nur die zahlreichen Radfahrer, die hier ihre Lieblingsstrecke haben, blockieren den Verkehr durch Rudelfahren, statt hintereinander, wie auf vielen Schildern geboten. Entgegenkommende Radler sind in den engen Kurven auch extrem gefährdet, so dass man nur sehr langsam und in einem endlosen Autokonvoi vorwärts kommt.

Soller

Von Bunyola aus fuhren wir nach Soller, allerdings nicht durch 3 km Tunnel, sondern über die alte, kurvenreiche Passstraße in 34 Kehren über den Coll de Soller. Die Touristen mussten früher mit kleinern Bussen über Deja oder mit dem Schiff nach Soller gebracht werden, dieser Pass war zumindest auf der Seite von Soller zu eng und zu steil. Dahinter erstreckt sich das fruchtbare Tal mit einem der größten Obstanbaugebiete der Insel. Vor allem Zitrusfrüchte gedeihen hier in geschützter Lage prima. Das Städtchen Soller verdankt seinen Reichtum dem Obstanbau.

Eine Bimmelbahn fährt von Palma aus durch Tunnels und über alte, gemauerte Viadukte nach Soller. Eine rasselnde historische Straßenbahn bringt die Gäste weiter zum Hafen Port de Soller. Diesen erreichten wir leider gerade zur Mittagszeit und an der Uferpromenade am Hafen wälzten sich gerade Menschenmassen aus einem Sonderzug der Straßenbahn, Fähren und Bussen zu den Restaurants. Aber etwas außerhalb von Port de Soller findet man auch ein Kleinod, dass ich auf einer Extraseite im allgemeinen Teil beschrieben habe.

Die von zwei Leuchttürmen bewachte Bucht beherbergt mehrere Häfen, früher auch einen Marinestützpunkt. Port de Soller ist auch ein beliebter Touristenort, mit mäßigem Strandangebot, aber Dank der zentralen Lage im Gebirge ideal für Wanderer.

Google Map zum Thema

Porte de Soller


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Video zum Thema

The Soller tramway

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