Die Engländer
Wirtschaftlich investierten die neuen Herren aus England nun vornehmlich im Zuckerrohranbau, Mauritius konnte damals zu Recht als Zuckerinsel bezeichnet werden. Die "Zuckerbarone" gaben in Politik und Gesellschaft den Ton an und sie wehrten sich hefig gegen die Befreiung der billigen Sklaven.
Doch 1835 wurde die Sklaverei dann dennoch endgültig abgeschafft. Da die entlassenen Sklaven nicht mehr auf den Feldern schuften wollten, kamen zunehmend indische Plantagenarbeiter auf die Insel, die jedoch oft ebenfalls unter sklavenähnlichen Umständen gehalten wurden. Mit falschen Versprechungen wurde sie aus den Elendsvierteln der indischen Städte nach Mauritius gelockt. Man erzählte ihnen, sie würden in einer anderen indischen Stadt arbeiten und viele starben bereits auf der Überfahrt.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es dann zu einigen schweren Katastrophen. Angefangen mit den Malariaepidemien der Jahre 1866/67, denen Zehntausende zum Opfer fielen, über Cholera-, Pocken- und Typhusepidemien bis hin zu einigen verheerenden tropischen Wirbelstürmen. Die Bevölkerungsmehrheit lebte unter ärmlichsten Verhältnissen, von Übersee eingeschleppte neue Krankheiten konnten sich ungehindert vermehren. Auch entstanden Ernährungsprobleme, da die Bevölkerung innerhalb weniger Jahre gigantisch anwuchs. Allein 500.000 Manschen kamen aus Indien, wieder andere neu hinzu aus China.
Durch Krankheiten wurde die Bevölkerung dezimiert und die Elite begann abzuwandern, nahm neben Know-How auch Kapital aus dem Land.
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