Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 1992
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STRÄNDE
Es wäre wirklich schade, Mauritius nur als Ziel für einen reinen Badeurlaub anzusehen. Trotz allem kommt man aber auch zum Relaxen hierher, und dazu tragen auch die zahlreichen Strände bei. Sie haben hellen Sandstrand, kristallklares Wasser, grüne, schattenspendende Filaohaine und eine vielfältige Unterwasserwelt zu bieten.
     Wichtig: Alle Strände sind öffentlich, auch die vor den Hotels. Das ist sogar gesetzlich verankert. So mischen sich, vor allem an den Wochenenden, die Einheimischen mit Touristen. Manchmal kann es allerdings passieren, das man vor den Toren einger Luxushotels von Wächtern aufgefordert wird, seinen Namen an der Rezeption anzugeben und sich registrieren zu lassen.
     Rund um die Insel findet man ca. 160 km weiße Sandstrände, stille Lagunen und viele vorgelagerte Inseln. Bis auf eine Stelle ist Mauritius komplett von einem Ringriff umgeben, das auch als Wellenbrecher funktioniert. So badet man stets im 22-28°C warmen Lagunenwasser. Nur im Südosten zwischen Souillac und Port Naturel und an wenigen Stellen im Westen kommt die Brandung ungehindert ans Ufer.
     Am Abend trifft man sich am Strand, um die herrlichen Sonnenuntergänge zu genießen - natütlich nur wenn man das Glück hat auf der richtigen Seite der Insel zu wohnen. Sonst muss man eben mal früh aufstehen um den Sonnenaufgang zu sehen.
 
Besonderes
     Um ganz Mauritius herum gibt es zahlreiche schöne Strände, hier möchte ich nur ein paar davon erwähnen:
     Dem Strand der Ile aux Cerfs und dem von Trou aux Biches habe ich eine eigene Seite gewidmet.
     Durch das vorgelagerte Korallenriff gibt es nur wenige Plätze, in denen das Meer rauh und bewegt ist. Surfer und Wellenliebhaber kommen nur im Südwesten auf ihre Kosten, hier weht der Wind oft böig um die Landspitze und den Morne Brabant. Ebenfalls als Surfmekka gilt der schöne Strand von Tamarin an der Westküste.
     Der Strand von Flic en Flac ist schmal, weiß und scheinbar unendlich. Unmittelbar vor der Küste liegt hier das Riff und dazwischen eine sehr schöne Lagune. Viele Hotels und Appartementanlagen haben sich hier angesiedelt und weitere werden mit Sicherheit folgen. Grössere Neubauprojekte sind in Planung. Aber auf 6 km Strandlänge wird man dann immer noch nicht allzu dicht zusammenrücken.
     Der Strand von Baie du Tombeau liegt ganz in der Nähe der Hauptstadt Port Louis und ist als einer der wenigen dicht mit herrlichen Kokospalmen bewachsen. Am Wochenende ist es sehr voll, wenn alle Tagesausflügler von Port Louis hierher kommen.
     Ebenfalls voll mit picknickenden Familien am Wochenende ist der lange Strand von Mont Choisi. Hier findet man schnell Kontakt zu den Einheimischen.
 
Strandleben
     Manche Menschen kommen nach Mauritius, um den ganzen Tag am Strand zu liegen. Oft auch "oben ohne", das finden wir Europäer zwar durchaus normal, für den Vielvölkerstaat Mauritius bricht das aber Tabus für fast alle Religionsgruppen die hier vertreten sind. Ich finde, man sollte auf der Insel vom teilweise hüllenlosen Bräunen absehen, oder in Länder fahren, in denen dies geduldet wird. Vor den internationalen Hotels ist es leider noch durchaus üblich, Halbnackte zu sehen. Hier wird man allerdings auch am Wochenende kaum auf einheimische, picknikende Familien treffen, denen geht die europäische Freizügigkeit nämlich zu weit. So bleibt man lieber unter sich und trifft sich meist im nahen Filaohain, in Trou aux Biches und Mont Choisi bestens zu beobachten.
     Wassersportmöglichkeiten hat man an fast allen Stränden, entweder durch die großen Hotels oder spezielle Veranstalter. Leider werden auch die lärmenden, stinkenden Jetski vermietet, ebenso gibt es Angebote für Parasailing und Wasserski. Vermietet werden auch Schnorchelausrüstung oder Kanus und Touren mit Glasbodenbooten angeboten.
     Fliegende Händler gibt es viele am Strand, sie sind aber meist humorvoll und freundlich und selten eine Plage. Ein freundliches, aber klares Nein wird schnell aktzeptiert. Gehandelt wird mit Textilien aller Art, Korallenschmuck und Korbwaren, im Angebot sind auch frisch geschälte Ananas und andere Erfrischungen.
     Es mag sein, das es sich in den letzten Jahren verbessert hat, aber ein kleiner Wermutstropfen in einem fast perfekten Badeurlaub war für mich der mangelnde Komfort an den Stränden. Obwohl die Hotels so teuer sind, stehen Liegen meist nur um den Swimmingpool und in der Anlage zur Verfügung. Am Strand bekommt man Sitzwinkel aus Glasfaser als Rückenstütze und liegt einfach auf Badetüchern im Sand. War jedenfalls noch so Anno 1992.
 


 
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