Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 1992
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HIRSCHCURRY
     Für Jäger gibt es ein bevorzugtes Ziel auf der Insel Mauritius: Die "Domaine des Grands Bois", früher (1992) auch bekannt unter dem Namen "Domaine du Chasseur". Die "Domaine der Jäger" wurde umbenannt und heute kennt man sie unter dem Namen "Domaine der großen Wälder".
     Hier kann man in der festgelegten Jagdsaison kapitale Hirsche schiessen. Wer also unbedingt diesem Hobby frönen möchte, muss über 500 Euro für einen Hirschen zahlen, der bleibt dann aber Eigentum der Domaine.
     Davon profitieren dann Touristen wie ich, die dann die Domaine besuchen. Denn zum Mittagessen im gemütlichen Restaurant bekommt man ein wirklich leckeres Hirschcurry oder Hirschbraten und dazu einen leckeren Rotwein, der beim Mittagessen allerdings schnell zu Kopf steigt.

     Der Weg zur Domaine führt durch üppige Zuckerrohrfelder und vorbei an kleineren Ananasplantagen. Der Kleinbus hat Mühe, die Straße ist steil und tiefe Furchen sorgen für kräftiges Durchrütteln. Zuerst erreicht man das Restaurant und das Hotel. Die Anlage schmiegt sich malerisch an einen Hang, kleine strohbedeckte Pavillions mitten im üppigen Grün. Hier kann man wohnen, wenn man mal Urlaub abseits vom Strand inmitten der Natur verleben möchte.

Die Domaine
     Die Domaine umfasst ca. 500 ha privates Land. Hier leben etwa 1.500 Javahirsche. Durch die Erlaubnis zum Abschuss wird auf einträgliche Weise darauf geachtet, das sich die Tiere nicht zu sehr vermehren und die Natur im ökologischen Gleichgewicht bleibt. Von dieser Art Naturschutz profitieren auch andere Tiere wie wildlebende Affen und der seltene Mauritiusfalke, der Kestrel. Man kann wunderschöne Spaziergänge in der Umgebung unternehmen. Unterwegs sieht man Palmenwälder, seltene Vögel und natürlich Hirsche.
     Man kann vom Restaurant in der Domaine aus weiter nach oben in die Berge gehen, dort hat man von einem Aussichtspunkt einen schönen Blick über die reich bewaldete Landschaft an den Hängen, dichten Zuckerrohrfeldern mit kleinen Farmen im Tal und in der Ferne das türkisblaue Meer mit dem deutlich erkennbaren Riff, an dem die Gischt eine weiße Linie bildet. Auf Lichtungen an den Hängen grasen friedlich ein paar Hirsche und die Luft ist klar. Ein Ort, um die Seele baumeln zu lassen.

Der Kestrel
     Kommt man von der Wanderung zurück, wartet noch eine besondere Vorführung auf die Gruppe. Ein Wildhüter präsentiert einen zutraulichen Falken, sozusagen ein "Vorführmodell" dieser hübschen, seltenen Vögel. Aus dem ehemals vier letzten Tieren wurde wieder ein Bestand von ca. 250  Mauritiusfalken. Hier wird das halbzahme Exemplar mit Hilfe von Mäusen angelockt. Man kann den Flug beobachten, der Vogel hört auf den Zuruf des Wildhüters und holt sich seine Beute von der Faust. Dann sitzt er in einer nahen Palme und wartet auf mehr.
     Mehr Infos (englisch) zum Kestrel gibt es hier.

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