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MORNING WALK

In der Erongo Wilderness Lodge werden verschiedene Walks angeboten. Frühaufsteher und Wandervögel können schon kurz nach Sonnenaufgang starten und mit dem Guide ab 6:00 Uhr in ca. 4-4,5 Stunden zu einer Quelle wandern. Wer es lieber etwas gemütlicher angehen lassen möchte, der startet um 7:00 Uhr zu einer anderen geführten Wanderung durch das Tal. Diese dauert etwas 3-3,5 Stunden und dank unserem hervorragenden Guide Charles, einem Damara, war sie sehr interessant und man lernt unterwegs eine Menge über Pflanze und Tiere. Leider ist man hier immer mit einer Gruppe zusammen, was das Ganze dann doch anstrengend macht. Wir mussten uns sehr dem schnellen Tempo anpassen und wären unterwegs gerne mal ein wenig länger sitzen geblieben um etwas zu beobachten oder zu fotografieren. Auf der einen Seite Gruppenzwang, auf der anderen Seite hätten wir viele Infos nicht bekommen und einige Tiere nicht gesehen ohne Guide.

An diesem Morgen waren wir 11 Personen und da die Lodge nur 3 Guides beschäftigt ist es nicht möglich alleine mit eigenem Führer zu gehen. Man kann allerdings alle Wanderwege auch ganz alleine gehen, sie sind ausgeschildert und markiert. Leider hatten wir bei nur zwei Übernachtungen dafür nicht ausreichend Zeit.

Direkt in der Nähe der Rezeption beginnt der Buschpfad und hier sahen wir gleich ein Highlight: zwei der ansonsten scheuen Damara-DikDik Weibchen ließen sich nicht beim morgendlichen Imbiss im Gras stören. Da ich als erste hinter dem Führer ging, konnte ich noch schöne Bilder von den ansonsten scheuen Tieren machen. Dann kam die Gruppe. Der erste Teil der Wanderung ist, was Tiere angeht, der ergiebigste. Denn hier befinden sich, unmittelbar unterhalb des Restaurants, ein paar Wasserstellen. Wenn man sich hier ein wenig auf die Lauer legt, dann kann man sich weite Wanderungen eigentlich sparen.

Wir liefen trotzdem hinter Charles her wie Entenküken hinter ihrer Muter. Ab und zu blieb er stehen und erklärte uns die Giftigkeit oder Nützlichkeit einiger Sträucher. Wer sich besonders für Geologie und Mineralien interessiert, der ist hier auch gut aufgehoben. Quasi im Vorbeigehen fand Charles einen schwarze Turmalin. Der helle und grobkörnige Erongogranit, der den ehemaligen Vulkan umgibt beinhaltet an vielen Stellen große, dunkle Turmalinnester. Zum Teil findet man hier auch Topas, Flussspat und Zinnstein, wegen ihrer Verwitterungsbeständigkeit ragt dieses Gestein oft in Form von Beulen aus dem umgebenden Granit heraus.

Mitten auf dem Weg blieb er an einem kleinen Sandtrichter stehen, stocherte ein weinig mit einem Grashalm darin herum und zog einen kleinen Ameisenlöwen heraus. Ein Tierchen, welches wir alleine wahrscheinlich niemals zu Gesicht bekommen hätten.

Unterwegs erzählte er uns von allerhand Tieren, ganz besonderen Respekt hatte er vor dem Honigdachs. Eine Erdhöhle wurde von der Gruppe umgangen, um diesem Tier ja nicht zu nahe zu kommen.



Auf Granit

Auf dem Gelände der Erongo Wilderness Lodge gibt es neben riesigen Granitfelsen, über die wir wanderten, auch hübsche kleinere Formationen. An einer fanden wir einen alten Schädel eines Kudus, den wir fotogen vor den Felsen ablegten. Auf Granit zu laufen ist recht einfach, auch wenn die Felsen an der Oberfläche brüchig sind. Man hat guten Halt auf der wettergegerbten Oberfläche.

Charles machte uns auf ein Nest von Felsenadlern aufmerksam, die hoch oben in den Klippen nisten. Wie auf Bestellung kamen dann auch zwei Adler angeflogen und kreisten hoch oben am blauen Himmel. Sonst haben wir leider keine größeren Tiere gesehen, nur eine Horde Paviane konnten wir mit Hilfe des Fernglases in einer Felswand ausmachen.

Der Weg führte durch dichtes Buschwerk mit Dornen und über Grasebenen mit Kletten. Wir waren froh, dass wir lange Hosen und festes Schuhwerk anhatten. Teilweise folgte wir einem kleinen Bachlauf mit matschigem Untergrund, hier wimmelte es von Leben: Frösche, Libellen und allerlei Schwirrtiere. Noch vor wenigen Wochen hatte es in der Region geregnet und der sonst trockene Busch war noch üppig grün. Ein aufmerksamer Beobachter fand dazwischen noch eine Menge, teils winzige, Blüten.

Irgendwann erreichten wir den Fahrweg wieder, genau an der Stelle an der sich der Wegweiser für den Baviaans-Walk befand. Noch ein kurzes Stück bis zur Lodge, das wir alle recht schnell zurücklegten. Schließlich war es schon 9:30 Uhr und alle hatten Hunger und freute sich auf das leckere Frühstück.


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Das Gelände


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