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IM WESTEN

Der Zugang zum Etosha National Park ist heute für Touristen zweigeteilt. Der östliche Teil, in den sich auch die Eoshapfanne befindet, ist für Touristen mit Pkw frei zugänglich. Der westliche Teil dagegen darf nur in Begleitung registrierter namibischer Reiseführer besucht werden. Wer das genau ist und wo man Fahrten buchen kann haben wir bis heute nicht herausgefunden. Wahrscheinlich sind es die im Westen angrenzenden Lodges, die im Gebiet Touren anbieten dürfen. Auf der anderen Seite ist es ja auch gut, wenn die Tiere Rückzugsgebiete haben, in denen viel weniger Autos und keine Busse herumfahren und die Idylle stören. Und der Tierbestand ist in diesem Teil des Nationalparks wahrscheinlich nicht viel anders als im offiziell zugänglichen Teil, hier reizt wahrscheinlich eher das Verbotene.

Eine Schotterstraße verbindet beide Teile, diese ist durch ein Tor nahe dem Charl-Marais-Damm gesperrt. Hier geht es um den Westen des frei zugänglichen Teils, in dem sich auch das Rastlager Okaukuejo befindet. Je nach Jahreszeit halten sich hier die meisten Tiere auf, meist im Frühjahr, also in unseren Herbstmonaten.

Als wir im April kamen, waren einige Pfade wie der Weg zum Wasserloch Adamax durch den Regen noch gesperrt und der Wildbestand war hier eher spärlich. Jetzt im Herbst hielten sich viel mehr Tiere im bewaldeten südlichen Teil und östlich der Eoshapfanne auf. Trotzdem hat sich die Rundfahrt hier gelohnt, auch wenn wir nicht alles sehen konnten, was wir uns vorgenommen hatten. Denn auch im April ballten sich noch dunkle Regenwolken am Himmel und schickten den einen oder anderen Schauer in Richtung Erde. Danach gab es zwar beeindruckende Regenbögen, einen sogar doppelt. Aber mit unserem kleinen Auto wollten wir nicht all zu weit hinaus in den Park, wenn die Wege schlammig werden.

So verpassten wir eines der auf der Karte ausgewiesenen Highlights wie den Moringa Forest oder Märchenwald. Eigentlich ein ganz normaler Mopanewald, den das Wild allerdings recht bizarr abgefressen hat. So stehen nur noch bizarre, mager belaubte Baumstümpfe in der Ebene, Der Legende nach wurden sie von Gott auf die Erde geworfen, wo sie verkehrt herum stecken blieben.

Die Tour dorthin war allerdings eher langweilig, da es hier nur wenige Wasserlöcher gibt und wir sahen bis auf ein paar Böckchen, Schakale, Trappen und Zebras so gut wie keine Tiere. Als es dann auch noch an zu schütten fing, kehrten wir wieder um.

Nacheinander fuhren wir die Wasserlöcher bei Leeubron, Okondeka und Wolfsnes an, ohne jedoch all zu viel zu sehen. Wenn man noch kein riesiges Webervogelnest oder Schakale gesehen hat, dann lohnte sich der Abstecher durch die flache Ebene um diese Jahreszeit. Viele andere Autos waren hier auch nicht unterwegs.



Südliche Buschsavanne

Wesentlich lohnender war für uns im April der Besuch südlich und südöstlich von Okaukuejo. Schon kurz hinter dem Andersson's Gate am Wasserloch Ombika kam uns eine riesige Zebraherde entgegen. Auch Schakale und Kudus sahen wir hier viele, Giraffen zogen vorbei und Strauße. Über die kleinen Seitenpfade erreichten wir nach schöner Fahrt durch die Buschsavanne Gemsbokvlakte, Olifantsbad und Aus.

Vor allem an den beiden ersten Wasserlöchern hatten wir Glück, selbst zur Mittagszeit zogen Zebra- und Springbockherden hierher. Während wir sie noch beobachteten. Löste sich aus der Mitte plötzlich eine andere Gestalt. Ein Spitzmaulnashorn kam vom Wasserloch aus direkt auf unser Auto zu. Dort stand es kurzsichtig herum, um sich nach mehreren Anläufen rechts oder links für den weiteren Weg um das weiße Ding herum zu entscheiden und verschwand im Busch. Eine aufregende, kurze Begegnung zu ungewöhnlicher Zeit.

Rund um Aus, einem natürlichen Wasserloch, befindet sich dichter Mopanewald. In dem Grün waren nicht viele Tiere zu entdecken, auf der Straße saßen nur die putzigen Erdhörnchen als Wächter ihrer Kolonie am Wegrand. Sie ließen sich von Autos gar nicht vertreiben. Auch am Wasserloch hielten wir vergeblich nach einem Tier Ausschau.

Da hatten wir in Olifantsbad schon ein wenig mehr Glück, Giraffen und diverse Antilopenarten kamen zum Trinken. Leider verschwand gerade bei unserer Ankunft ein Elefant im Wald. Direkt neben dem viel besuchten Wasserloch befindet sich auch ein umzäunter Picknickplatz mit Toilette. Ein idealer Ort, wenn man sich nach langem Sitzen im Auto mal ein wenig die Beine vertreten möchte. Vögel und Eidechsen lassen sich hier auch beobachten.

Als wir zum Wasserloch ins Camp Okaukuejo zurückkamen, stand dort gerade ein Elefant und löschte seinen Durst. Dies sollte an diesem Abend das einzige große Tier bleiben, ansonsten wurden wir dort von Moskitos angefallen, und püntlich zum Abendessen fing es wieder an zu regnen.




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Westlich von Okaukuejo


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