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TAGESTOUR SÜDEN 1

Highlight eines Aufenthaltes auf Wolwedans ist mit Sicherheit die Tagestour. Schon alleine deshalb sollte man hier mindestens zwei Nächte verbringen. Am Ankunftstag reist man am sinnvollsten schon mittags an, dann hat man noch genügend Zeit um das Zimmer und die Umgebung zu erkunden und die Ruhe zu genießen. Am Abend macht man dann die Sunsettour zu den Dünen, die ich auf der Seite Wolwedans Sunset beschrieben habe.

Am nächsten Tag geht die Fahrt dann nach dem Frühstück los und man ist den ganzen Tag bis ca. 17:00 Uhr unterwegs. Ein anstrengender, aber wunderschöner Ausflug mit Mittagessen an einem ganz besonderen Platz. Ein Mitbewohner, der länger vor Ort war erzählte uns, es gäbe zwei Touren, einmal in den Norden und einmal in den Süden des Schutzgebietes Namib Rand, also wären auch 3 Nächte nicht zuviel. Auf jeden Fall ist nur eine einzige Nacht Wolwedans nicht zu empfehlen, da man von der Weite der wunderbaren Landschaft nicht viel mitbekommt. Wir hatten für Namib Rand auf ein paar Tage Soussousvlei verzichtet, da auch bei 3,5 Wochen nicht immer alles möglich ist. Lieber hier den Luxus genießen, mit wenigen Leuten in einem sehr abwechslungsreichen Gebiet unterwegs zu sein als mit vielen anderen zum Sonnenaufgang auf eine einzige Düne zu stapfen. In Wolwedans findet jeder seine private Düne im Umkreis der Lodge.

Die Fahrt begann nach einem guten Frühstück, wir waren an diesem Tag zu sechst in dem Fahrzeug: zwei Italiener, die für 7 Tage Fly-In in Namibia unterwegs waren, zwei andere Deutsche und wir. Dazu kam dann Ben, unser Guide, den wir sehr mochten. Ein netter und ernsthafter Mensch, mit viel Wissen über die Natur. Vorab wurde man gefragt, was man trinken möchte und eine große Kiste mit Eis und Getränken wurde im Fahrzeug verstaut. Daraus konnte man sich jederzeit bedienen und so viel trinken wie man wollte, bei der Hitze war das auch nötig. Neben jeder Menge Wasser gab es auch kalte Säfte, Appletizer und Grappletizer oder Cola.

Schon zu Beginn der Fahrt durch die Dünen rund um das Camp wurde einiges erklärt, wir hielten für eine Weile unter einem Baum und unter einem Webervogelnest. An den anderen Camps kamen wir leider nicht vorbei, die haben wir nicht einmal aus der Ferne gesehen.

Die Natur des Namib Rand ist überwältigend, die Lichtstimmungen ändern sich mit jeder Stunde und die Landschaft ändert sich ebenfalls oft. Schroffe Gebirge umrahmen weite Ebenen, es gibt Dünen mit Bewuchs und sogar einen lichten Wald aus Kameldornbäumen.




In den Dünen

Wie schon in Swakopmund bei der Living Desert Tour mit Chris stiegen wir auch hier aus und liefen ein Stück zu Fuß in die Dünen. Mit dem Unterschied, dass sie hier sehr rot und bewachsen sind. Dies bildet guten Schutz für zahlreiche Tiere, die hier leben. Auf den ersten Blick sind nur ihre Spuren zu erkennen, doch mit Hilfe eines guten Guides kann man sie auch mal aus der Nähe sehen. Zu den Little Five in den Dünen zählt man das Namaqua Chameleon (Chamaeleo namaquensis), die Sidewinder Snake (Bitis Perinqueyi), den Shovel-Snouted Lizard (Meroles anchietae), die Cartwheeling Spider (Carparachne aureoflava) und den Palmato Gecko (Pachydactylus rangei) und es ist immer Glück und Können notwendig, um auch nur eines der kleinen Tiere zu entdecken.

So zeigte Ben uns eine Afrikanische Radspinne (Carparachne aureoflava), auch "Weiße Tänzerin" genannt. Sie lebt tagsüber unter dem Sand und wurde ganz vorsichtig ausgegraben. Den Eingang zum Versteck der Spinne kann man nur an den umliegenden Spuren erkennen, die Tiere tarnen ihre bis zu 50 cm tiefen Höhlen mit einer sandbedeckten Klappe aus Spinnenfäden. Auf Bens Hand hielt sie ganz still und hat sich nach unserem Weggang ganz schnell wieder eingegraben. Von der Zwergpuffotter oder Peringueys Sidewinding Adder (Bitis peringueyi) konnten wir leider nur Spuren erkennen, da hätte ich gerne noch einmal eine gesehen.

Dafür erspähte Ben später während der Fahrt mit seinen Argusaugen eine Sandsnake, die sich auf der Krone eines Buschs in der Sonne aufwärmte. Die hätten wir alleine mit Sicherheit nie gesehen.

Mein Wunsch, ein Chamäleon zu sehen wurde dann auch erfüllt. Während der schaukelnden Fahrt hatte Ben es aus den Augenwinkeln auf dem trockenen direkt neben der Fahrspur entdeckt.

Nachdem wir die Dünen verlassen hatten und weite Ebenen durchquert hatten, näherten wir uns einer felsigen Landschaft. An den Abhängen standen Klippspringer und beäugten das ankommende Auto misstrauisch. Blauer Himmel mit schnell ziehenden weißen Wolken sorgten für die richtige Dramaturgie. Dann setzte Ben uns mitten auf dem Pad ab, wir mussten das Auto verlassen und bis zu einer Gruppe Felsen zu Fuß laufen.

Warum, das könnt Ihr auf der zweiten Seite nachlesen...




Google Map zum Thema

Rund um das Dune Camp


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