Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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ESSEN

Nachdem Neuseeland, ähnlich wie Australien, lange Zeit durch die englische Küche geprägt wurde hat sich in den letzten Jahren einges getan. Inzwischen hat sich eine eigene Kiwi-Küche entwickelt. Das ist eine Multikulti-Mischung aus noch wenigen englischen, dafür umso mehr asiatischen, ozeanischen und mediterranen Einflüssen. Durch viele Einwanderer aus dem Südseeraum kamen auch Spezialitäten aus dieser Region auf den Speiseplan.

Vor allem Fleischesser kommen in Neuseeland auf ihre Kosten. Die Lieferanten, Schafe und Rinder, laufen auch zu Millionen auf den grünen Hügeln des Landes herum. Aber auch andere Fleischsorten sind qualitativ hochwertig und zum Beispiel findet das Fleisch gezüchteter Strauße und Rehe immer mehr Liebhaber und nicht wenige Farmer leben davon. Leider fehlt den Fleischgerichten deshalb auch der typische Wildgeschmack. Ganz wild sind die Neuseeländer auf Hühnchen, vor allem als "Chicken & Chips".

Fisch und Meersfrüchte sind ebenfalls eine beliebte Delikatesse. Immer frisch, da ganz Neuseeland ja von Ozean umgeben ist und kein Ort weiter als 130 km vom Meer entfernt liegt. Auf den Speisekarten findet man zahlreiche Fischsorten, wie die bei uns bekannten Thunfische oder Lachse und lokale Arten wie Whitebait (eine schmackhafte Sardine) oder Blue Cod (Kabeljau).

Um 1900 wurden in Neuseeland Forellen eingeführt und in den klaren Gewässern ausgesetzt und dort vermehrten sich die Tiere. In Neuseelands Flüssen und Seen soll es die größten Forellen der Welt geben, wer eine essen will der muss aber selbst Angeln. Denn ein altes Gesetz sorgt dafür, dass man Forellen weder kaufen noch verkaufen darf, zum Schutz der Sportfischerei.

Auch Jakobsmuscheln, Garnelen, Langusten (crayfish) und besonders Muscheln sind beliebt. Gerade was Muscheln betrifft, gibt es einige exquisite Sorten. Zum Beispiel die Grünlippen-Miesmuschel (green lipped mussels), die man in den Supermärkten unter einem kaltem Sprühnebel immer frisch bekommt. Sie sind ähnlich den bei uns bekannten Miesmuscheln, nur fast doppelt so groß. Auch Pauas, eine Abalone-Art, sind in verschiedenen Küstengebieten heimisch und in anderen Ländern selten und wenn dann teuer zu bekommen. In Südafrika hatten wir mal das Vergnügen, wie man hier sehen kann. Man kann sie nicht nur essen, aus den schillernden Schalen werden auch bunte und teilweise recht kitschige Schmuckstücke und Souvenirs gefertigt.

Restaurants

Wir waren eigentlich ziemlich wenig in Restaurants essen, denn unser Camper mit voll eingerichteter Küche und stets gefülltem Kühlschrank wurde voll ausgenutzt. Im Supermarkt wurde für mehrere Tage eingekauft, dann genossen wir am Abend frisch zubereitete Guaccamole, Pasta mit scharfen Soßen, frische Shrimps und Muscheln oder Lammfilet mit diversen Beilagen - Beispiele hier auf der Seite zu sehen. Dazu immer einen guten Wein aus der Region.

Gute Restaurants, wie wir sie aus Südafrika gewöhnt sind, gibt es in Neuseeland nur in größeren Städten oder touristischen Regionen wie Russell oder Martinbourough. Wir waren zweimal in den letztgenannten Orten aus Essen. Dort hat ein 3-Gang-Menü mit Wein für zwei Personen locker um die 90 Euro gekostet. In Wellington, Rotorua oder Auckland kann man hingegen wesentlich preiswerter essen.

In kleinen Orten gibt es oft so genannte Cafés. Diese haben aber erstaunlich begrenzte Öffnungszeiten, wir sahen auch welche geöffnet von 10-15 Uhr. Oft sind einfachere Restaurants mit handgeschriebenen Karten ausgestattet, die über der Theke hängen. Das Essen wird an den Tisch gebracht. Pizzastücke oder Quiche steht neben Kuchen in einer Glasvitrine. "Frittenbuden" mit Fish and Chips oder Chicken and Chips findet man überall, auch viele asiatische Takeaways und die üblichen internationalen Fastfood-Ketten und Pizzaservices. Bäckereien, Pubs und Cafés bieten oft auch Snacks zum mitnehmen an, zum Beispiel Meat Pies, Sandwichs und Bagels.

Wir waren in 3 Wochen nur sieben mal aus essen: zwei mal 3-Gang-Teuer in oben genannten Orten, einmal beim Koreaner am Lake Taupo (na ja..) einmal in einem Familiy-Restaurant auf dem Campground bei den heißen Quellen im Waikite Valley, einmal mit Freunden bei einem hervorragenden Inder in Wellington und zweimal in Auckland in einem vorzüglichen Thai-Restaurant.

Dazu zweimal Lunch mit wirklich ganz hervorragenden - typisch in Zeitungspapier eingewickelten - Red Snapper Fish and Chips in Kaiaua an der Küste südöstlich von Auckland in Richtung Coromandel! Rechts auf dem Bild zu bewundern. Trinkgeld wird in Neuseeland generell nicht erwartet, aber bei gutem Service in besseren Restaurants sollte man durchaus etwas geben.

Typisch für den Südseeraum, leider aber immer eine Touristenveranstaltung in Verbindung mit Musik und Tanz ist traditionelle Hangi. Ein Maori-Festessen, bei dem Fleisch- und Gemüse in Blätter eingerollt, dann auf heiße Lavasteine gelegt und mit Erde zugeschüttet wird. Das ganze bleibt 1-2 Stunden im Boden und das Essen wird auf Blättern serviert. Gibt es ao auch auf Hawaii oder den Cook Islands.

Supermärkte

Es gibt verschiedene Supermarktketten, die man überall in den größeren Orten, meist im Gewerbegebiet oder am Stadtrand, findet. Die bekanntesten sind New World, Pak 'n Save, Big Fresh, Foodtown und Woolworth. Das Netz der Supermärkte ist flächendeckend, alle sind Franchiseunternehmen, das heißt, sie haben einen lokalen Besitzer.

Daher sind die Preise auch von Ort zu Ort auch sehr unterschiedlich. Neuseeland hat hervorragendes Obst und Gemüse und das Angebot ist vielfältig. Im November waren die Avocados reif und schmeckten vorzüglich. Hier sind sie wirklich reif. Wir sahen Gemüsestände an der Straße, die 4 Avocados für 2 Dollar verkauften. In New World Supermärkten reichte die Preisspanne von -,50 Cent pro Stück bis zu 1,50 Dollar im teuersten Markt in Whakatane. Spitzenpreis war ein kleiner Laden in Tolanga Bay am East Cape, der uns 2,50 Dollar für eine Avocado abknöpfte.

Die Liste könnte man endlos fortsetzen, so kostet der gleiche 1 Liter Joghurt zwischen 2,50 und 4,99 Dollar. Vergleichen lohnt sich immer, die Pak 'n Save sind eigentlich immer ein wenig preiswerter. Die ganze Lagerhaltung findet hier, ähnlich wie bei unseren Aldimärkten, in den Regalen im Markt statt.

Die Auswahl an Lebensmitteln ist groß, hier gibt es einfach alles. Relativ teuer ist guter Käse. Auch Milch oder Joghurt sind in Neuseeland etwas teurer, weil die Landwirtschaft hier nicht vom Staat subventioniert wird wie in Europa. Fleisch hingegen ist preiswerter als in Deutschland, oft aber sehr fett. Das Brot ist eher schlaff, Gebäck und Kuchen oft extrem süß. Lokale Produkte sind oft gut, bei Soßen waren wir zum Beispiel sehr zufrieden mit der Firma Watties. "Bit on the Side" als Pflaumensoße oder Sweet Chili ist sehr zu empfehlen. Viele angebotene Lebensmittel kannten wir aus Australien, wo sie meist auch herkommen.

In kleinen Orten findet man oft Four Square Läden (Kette) oder so genannte Dairie's, kleine Eckläden, ähnlich unserer "Tante Emma Läden". Früher gab es hier nur Butter, Milch und Brot, daher der Name. große Tankstellen bieten ebenfalls oft Lebensmittel an. Wein und Bier gibt es in jedem Supermarkt, stärkeren Alkohol kauft man in Bottle Shops.

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