Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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TRINKEN

Unter den alkoholfreien Getränken, die in Neuseeland getrunken werden, sind vor allem Softdrinks sehr beliebt. Die bekommt man in jeder Geschmacksrichtung, von allen internationalen Herstellern so wie bei uns auch. Aber auch stilles Wasser und Fruchtsäfte jeder Art findet man grundsätzlich überall. Wir genossen immer den direkt gepressten Orangensaft aus dem Kühlregal der Supermärkte. Allerdings muss man hier genau lesen, dass es auch 100%iger Saft ist. Fast alle Fruchtsäfte bestehen nämlich zum größten Teil aus Apfelsaft mit einem geringen Prozentsatz anderer Früchte.

Kaffee ist da schon eher ein Problem, wenn man ihn im Camper selbst zubereiten will. Man bekommt kaum normalen Filterkaffee, die normalen Kaffees sind zumeist Instant-Getränke in Pulverform. Da wir im Camper einen so genannten Plunger hatten (das auch bei uns bekannte Bodum System zum Herunterdrücken) kauften wir meist italienische Röstung für den Plunger im Supermarkt. Dieser Kaffee ist allerdings wesentlich teurer als Instant. Es gibt ihn auch aromatisiert, die Verpackung hat oft ein kleines Loch mit Aromaventil. Drückt man darauf, entströmt Kaffeeduft und man kann nach Geruch auswählen.

In den Cafés und Restaurants hingegen bekommt man hervorragenden Kaffee in allen bekannten Mischungen serviert. Der Latte hat oft perfekt cremigen Milchschaum, leider herrscht hier die Sitte, etwas Zimt auf den Capuccino zu streuen, nicht so ganz unser Fall. Wir blieben daher beim Milchkaffee.

Alkohol

Früher galt in Neuseeland ein generelles Sonntags-Ausschankverbot für Alkohol, das sich aber inzwischen etwas gelockert hat. Ebenso haben sich, besonders in den Städten, die Ausschankzeiten verlängert, noch vor wenigen Jahren durfte nur von 11:00 bis 22:00 Uhr gezapft werden. Auch in Supermärkten findet man inzwischen Bier und Wein, nur die harten Sachen kauft man noch in speziellen Bottleshops zu teilweise horrenden Preisen. Meist bekommt man Wodka, Gin, Cognac oder süße Schnäpse und Liköre. Leider gibt es kaum hochprozentige Eigenprodukte aus Obst oder Traubenmost á la Grappa. Der einzige Kiwischnaps mit 40% Alc. den wir fanden kostete über 30 Dollar pro ½ Liter-Flasche und der schmeckte uns zu scharf.

Wer im Camper nach dem Essen gerne mal einen guten Digestif trinkt sollte sich am besten etwas mitbringen. Wir waren nach einem üppigen Essen immer froh über einen Absacker Schlehengeist aus der Lüneburger Heide. Das kannten wir ja schon aus Australien, dort ist es auch nicht anders.

In Neuseeland herrschen auch die gleichen Sitten wie in Australien bezüglich Alkoholausschank in Bars und Restaurants. Wer Hochprozentiges servieren darf, hat eine "Fully Licenced" Plakette an der Tür. Bei Restaurants ohne Schankkonzession findet man den Hinweis "B.Y.O." (bring your own). Hier bringt jeder Gast seine eigenen alkoholischen Getränke mit und zahlt meist ein geringes Korkgeld. Alkohol darf laut Gesetz auch in Neuseeland nur an Personen über 18 Jahren verkauft werden.

Bier

Neuseeländer sind, wie ihre australischen Nachbarn, gute Biertrinker. Das bringt die Nation ganz weit nach oben auf der Rangliste des höchsten pro Kopf Verbrauchs an Bier weltweit. Serviert wird eiskalt mit wenig Schaum. Es gibt meist helles Lager oder dunkles Ale, fast alle Sorten werden von nur zwei großen Brauereien im Land gebraut und vertrieben. Die bekanntesten sind Steinlager, Rheineck oder Tui. Wir sind keine großen Biertrinker, haben aber das eine oder andere Mal probiert, so richtig schlecht war keins. Trotzdem blieben wir doch lieber beim ausgezeichneten Wein.

Wein

Neuseeländischer Wein wird weltweit immer beliebter, aber nicht nur im Ausland sondern auch im eigenen Land wird davon immer mehr produziert und getrunken. Preiswert sind neuseeländische Tröpfchen allerdings auch vor Ort nicht. Die billigsten Weine im Supermarkt stammen meist aus Australien, von dort ansässigen Großkellereien.

Wie in vielen anderen Ländern wurde noch bis in die 80er Jahre meist gepanschter Billigwein im 5–Liter-Karton produziert. Erst in den 80ern wurde plötzlich nicht mehr Quantität, sondern Qualität gefordert. Trauben wurden aus Australien und Europa eingeführt und kultiviert, denn die Bedingungen zum Weinbau sind ideal: warme, sonnige Sommer und gemäßigte bis milde Winter sind gute Vorraussetzungen für große Weine. Vor allem Weißweine und Pinot Noir können hier überzeugen, der unverwechselbarste Wein aus Neuseeland ist der Sauvignon Blanc. Europäische Winzer wanderten ins Land ein und brachten das nötige Fachwissen und jahrelange Erfahrung mit in die neue Heimat. Viele Weingüter bieten auch Restaurants mit guter Küche, Kellertouren oder Unterkunft an.

Wir haben in den 3 Wochen ausschließlich lokale Weine probiert und von den besten haben wir die Etiketten fotografiert. Herausragend aus unserer Auswahl war hier der Church Road Chardonnay Reserve - leider war es auch der teuerste. Preisgekrönte Weine findet man bei www.wineshow.co.nz, mehr zu neuseeländischen Weinen unter www.nzwine.com.

Eine Besonderheit möchten wir noch erwähnen: die White Goose Winery in der Nähe von Awakeri bei Whakatane stellt Weine aus Früchten her: Kiwi, Feijoa oder Passionfruit. Süß und lecker - mal was anderes.

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