Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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MURIWAI BEACH

Ein Ausflug zum Muriwai Beach sollte wegen der Tölpelkolonie auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Hier sind die eleganten Flieger einfach und ohne Eintritt oder zusätzlich zu buchenden Ausflug (wie in der anderen Kolonie am Cape Kidnappers bei Napier) zu beobachten. Die Abzweigung des State Highway 16 von Waimaku nach Muriwai Beach ist gut ausgeschildert. Zu diesem Strandabschnitt westlich von Auckland kommen Vogelbeobachter, Surfer und Allradfreaks, denn der Strand ist hier auch für Allrad-betriebene Autos frei gegeben. Von der City aus ist man in einer guten halben Stunde nach ca. 35 Kilometern am Muriwai Beach und der Ort ist gut auf die Tagesausflügler eingerichtet.

Rund um die Vogelkolonie, wo von August bis April bis zu 3.000 Tölpel nisten, wurde ein Regional Park eingerichtet. Er heißt Muriwai Regional Park und wird vom Auckland Regional Council verwaltet. Von einem großen Parkplatz aus geht man hinaus auf die Klippen. Das Meer ist hier oft sehr aufgewühlt und die Wellen hoch, so kam es daß bei unserem Besuch der untere Teil des hölzernen Steges weggespült war. Da gerade Ebbe herrschte, kamen wir trotzdem trockenen Fußes am Strand vorbei und kletterten die Stufen zu den Aussichtspunkten hoch über den Klippen hoch.

Auf einem Felsplateau unten am Meer stehen zahlreiche Angler. Ein gefährlicher Platz, denn hier wurden schon einige Menschen von großen Wellen ins Meer gespült. Durch Löcher in der Felsplatte wird die Gischt hochgedrückt und über den Köpfen der Angler kreisen die Tölpel und Möwen auf der Suche nach einem leckeren Happen.


Vogelfelsen

Von verschiedenen Aussichtspunkten schaut man hinunter auf die Vogelkolonie. Die eleganten Austral-Tölpel (Morus Serrator) haben sich nicht nur auf einem bizarren Felsen im Meer niedergelassen, sie nisten mittlerweile auch direkt neben dem Lookout und verteilen sich an den Steilhängen der Kaipara Coast. Ein Vogel lag direkt unterhalb der Absperrung.

Der Blick schweift von hier über die steil abfallende Küste und den angrenzenden, weitläufigen Strand. Die eleganten, 80-96 cm großen Vögel liegen in flachen Nestmulden auf den Felsen oder lassen sich vom Wind treiben. Es ist ziemlich schwierig sie dabei zu fotografieren. Einige Tölpelbilder findet Ihr auf meinen Fotoseiten in der Tölpelgalerie. Dort sind Bilder von Muriwai Beach und von Kaptölpeln in Südafrika zu finden.

Besonders beeindruckend ist das Begrüßungsritual, bei dem die Tiere ihre Hälse wie im Tanz gegeneinander reiben. Auch Möwen und Tara-Seeschwalben sind in der Luft, landen sie aus Versehen oder auf der Suche nach einem unbewachten Ei zwischen den Tölpeln so werden sie sogleich heftig attackiert und verscheucht. Alle Tölpelarten sind ausgezeichnete Stoßtaucher. Sie stürzen sich aus Höhen von 30 m senkrecht herab, wobei sie die Beute fixieren und mit ihrem Körper ausgleichende Drehungen vollführen. Im Moment des Auftreffens auf der Wasseroberfläche liegen die schmalen Flügel eng am Körper, so dass die Vögel mit ihrem langen, kräftigen Schnabel wie mit einer Harpune durchs Wasser schießen. Sie können ihre Beute bis zu 30 Meter weit unter Wasser verfolgen. Im November konnten wir viele, flauschig weiße Jungtiere beobachten. Eine ganze Weile habe wir es oben auf den Klippen ausgehalten und bei schönstem Wetter den Anblick genossen.

Am Strand unterhalb der Steilküste waren trotz des inzwischen etwas bedrohlich aussehenden Himmels eine Menge Surfer auf dem Wasser. Zurück fuhren wir durch das Naturschutzgebiet der Waikatere Ranges auf der Landzunge zwischen dem Manukau Harbour und der offenen See wieder in Richtung Auckland.



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