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DIE WESTKÜSTE

Die Coromandel Halbinsel ist auf Grund Ihrer Nähe zu Auckland ein beliebtes Ausflugsziel, vor allem am Wochenende. Hier befinden sich, vor allem an den beliebteren und leichter zugänglichen Stränden, eine Unzahl an Ferienhäusern, Hotels und sonstigen Unterkünften. Coromandel erstreckt sich über 85 km, beginnend am nordwestlichen Ende der Bay of Plenty und bildet eine natürliche Barriere, die den Hauraki Golf gegen den pazifischen Ozean schützt. Die Bucht "Firth of Thames" vor Coromandel ist ein geschütztes Feuchtgebiet, das zahlreiche Vögel aus Kanada und Sibirien auf ihrem Zug in wärmere Regionen als Rastplatz nutzen. Im November war hier leider nur wenig los, wir sahen nur einige Watvögel, Kormorane und Möwen.

Im Hinterland der Halbinsel findet man hauptsächlich mit Buschland bewachsene Berge, die Wälder wurden leider größtenteils nach Ankunft der Europäer abgeholzt. Nicht nur Nutzhölzer wurden gefällt, die Insel ist außerdem reich an Bodenschätzen, wie etwa Gold, weshalb auch der Bergbau intensiv ausgedehnt wurde. Immerhin war der Raubbau an der Natur hier der Auslöser für erste Proteste von Naturfreunden in Neuseeland.

Der Boden ist hier besonders fruchtbar, weshalb ihn sich die Siedler durch Brandrodungen als Ackerland erschlossen und unkontrolliert ganze Waldgebiete abbrannten. Die viel gerühmte Natur, die heute hier zu sehen ist, ist nur noch ein schwacher Abglanz und vom Menschen weitgehend umgestaltet. Trotz allem gehört die Coromandel Halbinsel zu den landschaftlich abwechslungsreichereren Landschaftsbildern auf der Nordinsel.

Einige Flecken Wald sind noch erhalten und stehen unter Naturschutz, sie bilden verstreut liegend, den Coromandel Forest Park.

Hauptattraktion für Touristen und Wochenendausflügler aus den Städten sind die wunderschönen Strände: eher klein und durch Felsen eingeschlossen sind sie im Osten, große, weite Sandstrände findet man hingegen im Westen. Es herrschte wunderbares Sonnenwetter bei unserer Ankunft und wir entschieden uns dafür, im Uhrzeigersinn an der Westküste entlang bis Coromandel Town zu fahren, um die Abendsonne zu nutzen. In Coromandel selbst wollten wir übernachten und am nächsten Tag dann entlang der Ostküste in Richtung Bay of Plenty einen Platz zum Campen zu suchen.

Thames

Der Ort Thames mit seinen alten Häusern liegt ca. 115 km südöstlich von Auckland. Über den Pacific Coast Highway erreicht man die hübsche Stadt in ca. 1,5 Stunden. Der Weg nach Coromandel führt kurz vor Thames über eine lange One-Lane-Bridge mit Ampel, die oben auf dem ersten Foto zu sehen ist. Dann hat man die Halbinsel erreicht.

Am frühen Nachmittag kamen wir in Thames an, gerade noch Zeit für einen Einkauf. Thames ist eine ehemalige Goldgräberstadt, in der man verschiedene Museen und ein altes Bergwerk besichtigen kann. Zur Zeit des Goldrausches im späten 19. Jahrhundert zählte die Stadt mehr Einwohner als Auckland. Abgesehen von modernen Geschäften und einem Einkaufszentrum im Gewerbegebiet fühlt man sich in Thames um Jahrzehnte zurückversetzt und ein Bummel durch die Stadt lohnt sich auf jeden Fall. Besonders hübsch sind die beiden alten Kirchen St. James und St. Georges.

Es gibt auch unterirdische Touren und man kann nach Gold schürfen. Näheres findet man unter www.goldmine-experience.co.nz und auf der Webseite www.thames-info.co.nz. Daneben bietes das nahe Kauaeranga Valley eine Vielzahl an Wanderwegen. Dafür haben wir uns aber keine Zeit genommen, denn wir wollten die Sonne am Nachmittag ausnutzen, welche die Westküste in ein goldenes Licht tauchte.


Unterwegs

Der Highway 25 in Richtung Coromandel Town im Norden ist eng, kurvig und dauernd geht es bergauf und bergab. Er ist ein Teil des Pacific Coast Highway, ausgeschildert mit einer weißen Welle auf blauem Grund und rund um Coromandel durchgängig asphaltiert. Im Westen fährt man entlang der "Firth of Thames", auch Seabird Coast genannt. Der Verkehr hält sich in Grenzen, man passiert zahlreiche hübsche Strände mit angeschwemmten Treibholzstämmen, dekorative Felsformationen mit bizarrem Bewuchs und kleine Orte. Die Strände sind oft steinig und mit etwas Glück kann man hier Halbedelsteine wie Japsis oder Achat finden. In den Bäumen am Ufer sitzen ab und zu große Kormorane.

Auf Coromandel gehen die Uhren anders. Die Orte wirken verschlafen, wahrscheinlich auch, weil sie meist aus nicht bewohnten Ferienwohnungen- und Häusern bestehen. Die ständigen Einwohner pflegen einen eher alternativen Lebensstil, vor allem hier an der Westküste. Es gibt einige Werkstätten mit Kunsthandwerk, die vom Highway ausgeschildert sind. Auffallend sind die vielen alten Autos, Busse oder Uralt-Campinganhänger auf den Grundstücken. Jedes Dorf hat seinen Auto-Schrott-Sammler.

Es gibt auf den engen, kurvigen Straßen nicht sehr oft eine Haltebucht. Vor allem, wenn man mit einem großen Camper unterwegs ist sollte man jede Möglichkeit zum Halten nutzen, sonst fährt man an der Landschaft nur vorbei. Die meisten Einfahrten sind mit "Private Propertory" gekennzeichnet oder führen zu Viehweiden. Ab und zu gibt es einen offiziellen Lookout. Die kleinen Orte haben meist einen Park am Meer, doch überall trifft man auf "No overnight camping" Schilder.

Über Te Puru, Waiomo, Tapu, Waikawau und Kereta geht es in Richtung Norden auf dem State Highway 25 in Richtung Coromandel Town. Unterwegs durchfährt man einige Scenic Reserves wie das Thornton Bay SR, das Owen Taylor Memorial SR und das Tapu-Ruamahunga SR. Kurz hinter Kereta geht es nach rechts etwas in die Berge hinauf, um ein Stück Steilküste zu umfahren. Dort biete auf der Passhöhe ein Aussichtspukt mit Haltefläche auf der linken Seite eine wunderschöne Aussicht in Richtung Norden, über grüne Hügel mit Kühen und Meeresbuchten. Die folgenden Bilder sind dort entstanden.


Google Map zum Thema

Die Coromandel Halbinsel


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