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TOKOMARU BAY

Vom Lighthouse am East Cape kommend fuhren wir weiter entlang des Pacific Coast Highway in Richtung Tikitiki am Waiapu River. Hier findet man im Ortszentrum die innen mit Maori-Schnitzereien verzierte St. Mary's Church. Sie wurde von den Ngati Porou den im Ersten Weltkrieg Gefallenen ihres Stammes gewidmet. Der Eintritt in die Kirche kostet 5 NZ$. 19 Kilometer weiter liegt Ruatoria, ebenfalls am Waiapu River. Der kleine Ort mit seinen kaum 800 Einwohnern ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Maori vom Stamm der Ngati Porou. Hier befindet sich das bedeutendste Marae des East Cape: Mangahanea Marae mit einem Versammlungshaus aus dem Jahr 1888, das 1934 erneuert wurde.

Nach weiteren 25 Kilometern Fahrt kommt man an den heißen Quellen von Te Puia Springs vorbei. Hier gibt es ein Krankenhaus, einen Golfplatz und ein Visitor Information Center. Das Te Puia Springs Hotel an der Main Road bietet Unterkunft. Wir widerstanden dem Drang nach einem Bad in den heißen Quellen und setzten unsere Reise in Richtung Tokomaru Bay fort, denn dort wollten wir auf dem auf unserer Karte eingezeichneten Campingplatz übernachten.


Verfallenes

Bei der Einfahrt mit unserem Riesencamper in Tokomaru Bay wurden wir gleich winkend von einigen jugendlichen Maori begrüßt, die auf einem Spielplatz am Strand herumsassen. Da es hier wenig Touristen gibt fällt man natürlich gleich auf. Der Distrikt hiess ürsprünglich Toka-a-namu, im Laufe der Zeit wurde daraus Tokomaru. Hier findet man das Waiapu Community Arts Council mit seinen Schülern und ein ein modernes Versammlungshaus an der Straße zum Kai.

Auf der Karte war ein Campingplatz eingezeichnet, allerdings gab es nirgendwo ein Hinweißchild. So folgten wir der Straße entlang der Küste, vorbei am langen Sandstrand. Überall gab es Schilder: Campen erlaubt. Sehr verwunderlich, hatten wir bisher doch eher das Gegenteil erlebt. Wie Reisende später berichten, soll es in der Region Estcape immer wieder mal Schwierigkeiten mit Maori gegeben haben. Wiederholt wurden Strandcamper und Wohnmobilfahrer am Morgen, ohne vorherigen Hinweis, zur Kasse gebeten. Die Stimmung gegenüber Reisenden ist eher unterkühlt, kein Wunder bei hoher Arbeitslosigkeit und den so enstandenen sozialen Unterschieden.

Auch Tokomaru Bay ist eine eher beschauliche Ansiedlung mit ca. 470 Einwohnern und wir fuhren, auf der vergeblichen Suche nach dem eingezeichneten Campingplatz, in eine Sackgasse. Man kommt vorbei an der hübschen Te Puka Taverne, hier hielten wir an und gingen am weitläufigen Strand gegenüber spazieren. Die Straße endet schließlich in Waima, am nördlichen Ende der Bucht, an einem langen Pier und an einer Felswand. Hier war einst ein großer Hafen, der heute nur noch von lokalen Fischern genutzt wird und im Jahr 1963 stillgelegt wurde. Er ist umgeben von Relikten und Bauten aus alter Zeit. Die hätten wir wahrscheinlich nie entdeckt, wenn wir uns nicht verfahren hätten. Man findet das ehemalige Office der New Zealand Shipping Company, alte Kühlhäuser, die 1950 geschlossen wurden, Wollschuppen und Tokomaru Bay Freezing Works aus dem Jahr 1911. Teilweise verfallen, teilweise noch genutzt.

Ein Rundgang durch die ehemaligen Lagerhallen, in denen noch verrostete Autos stehen und die wahrscheinlich auch eine gute Party-Location für die örtliche Jugend darstellen, ist schon ein wenig unheimlich. Nach der Besichtigung beschlossen wir lieber in Richtung Tolaga Bay weiterzufahren und dort die Nacht zu verbringen.



Google Map zum Thema

Tokomaru Bay und Pier


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