Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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TOLAGA BAY

In der Tolaga Bay, 52 Kilometer von Gisborne entfernt, kann man auf den Spuren von Captain Cook wandeln, der die Bucht vom 24.- 30.Oktober 1769 besuchte. Der Maoriname für die Gegend war Ou Auwoa oder Uwoua, doch Cook benannte wie überall einfach den Ort um. Der Cook's Cove Walkway führt heute zum Ankerplatz seines Schiffes Endeavour. Der 5,8 Kilometer lange Weg führt über privates Farmland durch lichten Busch zur Cook's Cove. Leider war bei unserer Ankunft das Wetter nicht besonders schön, die Sonne kam nur ganz kurz am Abend unter den Wolken hervor und am nächsten Morgen regnete es in Strömen. Kein Wetter für eine 2,5 Stunden lange Wanderung. Mehr Infos zum Cook's Cove Walkway gibt es auf der offiziellen DOC Webseite.

Zwischen 1870 und 1900 wurden 4 Häfen entlang der 160 Kilometer langen Küste gebaut: Hick's Bay, Port Awanui, Tokomaru Bay und Tolaga Bay. 1875 lebten in Uawa – Tolaga Bay 800 Menschen, 52 davon waren Europäische Siedler.

Camping

Im Ort angekommen suchten wir zunächst das in Führern erwähnte "The Pickled Walnut" Restaurant. Wir fanden aber nur geschlossene Türen, eine stinkende Frittenbude am Ortsende und entschlossen uns dann doch recht schnell am Abend im Camper aus den noch vorhandenen Vorräten ein Essen zu zaubern. Im örtlichen Shop wollten sie für eine einzelne Avocado 2,50 NZ$ haben, für 2,00 NZ$ bekam man rund um Auckland einen Sack mit 5 Stück. Wir besuchten noch kurz die Tolaga Bay Cashmere Company Ltd., hier werden sagenhaft weiche Pullover hergestellt. Der Shop befindet sich in der Solander Street und ist gut ausgeschildert. Mir waren die Teile zu klassisch und mit Preisen ab 150 NZ$ aufwärts auch immer noch zu teuer. Nicht weit davon entfernt an der Hauptstraße wurde das hübsche Hotel "Tolaga Inn" im Kolonialstil erbaut.

Der Campingplatz (Wharf Road, PO Box 58, Tolaga Bay (06) 862-6716) erwies sich als Treffer, denn hier nächtigt man direkt neben den Hauptsehenswürdigkeiten des Ortes. Am wunderschönen Sandstrand befindet sich das historische Pier direkt vor der Haustür und auch der Eingang zum Cook's Cove Walkway ist nur einen kleinen Fußmarsch entfernt. Es gibt auf dem Dünenkamm hübsche Cabins mit Meerblick zu mieten, wir stellten uns mit dem Camper auf eine ebene Wiese nahe dem Eingang. Die Einrichtungen hier sind ziemlich alt und abgwohnt, aber sauber. Mit unserem Monstercamper waren wir ja auch self-contained. Den hinteren Teil des Platzes belegte eine großere Jugendgruppe, wir waren die einzigen Gäste mit Campmobil an diesem Tag.

Natürlich machten wir uns gleich nach Ankunft auf den Weg zum Strand und genossen trotz trübem Himmel die Aussicht. Wir machten einige Bilder von der leider grauen Bucht und den bis zu 60 Meter hohen Sandsteinklippen am Rande. Diese sind mit zahlreichen Höhlen durchzogen.


Das Pier

Das Pier ist heute leider ziemlich verfallen und soll renoviert werden. Bei unserer Ankunft war es gesperrt. Wer sich an den hohen Kosten der Restauration beteiligen möchte, der findet Informationen auf der Webseite Tolanga Bay - Save the wharf. Bauarbeiten finden statt, aber die geschätzten Kosten sollen NZ$ 300.000 betragen. Der kleine Ort mit einer Arbeitslosenqupte von 50% kann diese Summe nicht alleine aufbringen.

Der Bau des Tolaga Bay Wharf wurde im Jahr 1926 begonnen und 1929 vollendet. Mit 660 Metern Länge ist es das längste Pier in Neuseeland und das zweitlängste weltweit. Metall für den Gerüstbau wurde per Schiff aus Napier gebracht. Von hier wurde Mais, Wolle und Vieh in alle Welt verschifft. Alleine 30.000 Wollballen gingen nach Russland. Im Jahr 1967 wurde das Pier für die Schiffahrt geschlossen und verfällt seitdem. Seit 1977 ist jeder Verkehr darauf verboten.

Nach dem wettermäßig etwas trübem Eindruck von Strand und Pier zogen wir uns in unseren Wohnwagen zum Kochen zurück. Wir saßen gerade beim Abendessen, hatten Wein ausgeschenkt und die ersten Löffel voll zu uns genommen, da kam noch einmal kurz die Abendsonne fast waagerecht unter den Wolken hervor. Aufspringen, Kamera schnappen und zum Strand laufen war Sache von wenigen Minuten und wir konnten die wunderbare Lichtstimmung in Bildern festhalten. Was für ein Unterschied zu bedecktem Himmel, man vergleiche das erste Bild oben mit den folgenden.

Die Abendsonne verzauberte die Konstruktion, nach kurzer Zeit war die Sonne verschwunden und wir konnten zurück zum mittlerweile kalten Abendessen. Wie gut, wenn man im Camper eine Mikrowelle hat, denn den wunderbaren Anblick hüätten wir auf gar keinen Fall verpassen wollen. Am nächsten Morgen regnete es in Strömen. Die Bilder auf dieser Seite zeigen einges vom Lichtzauber in der Tolaga Bay.



Google Map zum Thema

Unser Campingplatz am Pier


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