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BOOTSFAHRT

Das Thermalgebiet von Orakei Korako, auch Hidden Valley genannt, liegt abseits des üblichen Touristenstroms, genauer gesagt 68 km südlich von Rotorua und 37 km nördlich von Taupo. Wir kamen aus Richtung Taupo über den Highway 1 und brauchten ca. eine halbe Stunde für die Fahrt dorthin, das Thermalgebiet ist unterwegs gut ausgeschildert. Gerade weil es etwas abseits liegt, lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch in diesem sehr bunten und hübschen Gebiet, denn Menschenmassen wie in Whaka oder in Wai-o-tapu sucht man hier vergebens.

Dieses geothermisch sehr aktive Tal lag über Millionen Jahre völlig isoliert und in seiner Ursprünglichkeit nahezu unberührt in diesem Teil der Welt, bevor es in den frühen Jahren von 1800 an von den eingewanderten Maori entdeckt wurde. "Orakei" bedeutet in ihrer Sprache "Ort des Schmückens", "Korako" bedeutet "weißer Sinter". An den farbenprächtigen heißen Pools pflegten Maori-Häuptlinge in der spiegelnden Wasseroberfläche ihr Aussehen zu überprüfen.

Das Gebiet ist sehr gut erhalten und es gibt auch einige Besonderheiten, die andere Thermalgebiete nicht vorzuweisen haben, wie eine malerische Höhle und die schon erwähnte Einsamkeit. Teile der naturgeschichtlichen BBC Fernsehdokumentation "Walking with Dinosaurs" wurden hier gedreht.

Für den Rundgang braucht man ca. eine Stunde, der Eintritt kostet NZ$  23,00. Geöffnet ist ab 8:00 Uhr am Morgen und das letzte Boot verlässt laut Prospekt das Ufer um 16:30 Uhr im Sommer und um 16:00 Uhr im Winter.

Die offizielle Webseite des Gebietes findet man unter www.orakeikorako.co.nz/


Die Ankunft

Kommt man am Thermalgebiet von Orakei Korako an stellt man das Auto auf einem ausgewiesenen Parkplatz ab und läuft ein paar Schritte ans Ufer des Ohakuri-Sees zum Kiosk. Es gibt hier auch einen Backpacker Lodge, einige hölzerne Motel Units und man darf sogar seinen self-contained Camper kostenlos über Nacht auf dem Parkplatz stehen lasssen. Hier kann man Vögel im Schilf am Ufer betrachten und sich im Café Snacks und Getränke bestellen. Eine schöne, hölzerne Terrasse am Ufer des Sees lädt zum Verweilen ein.

Der See entstand erst im Jahr 1961 als ein Wasserkraftwerk gebaut wurde. Lake Ohakuri wurde am 19.01.1961 gefüllt und war in 14 Tagen fertig. Das hob den Wasserspiegel des Waikato River um 18 Meter bei Orakei Korako und schätzungsweise 200 heiße Quellen und 70 Geysire wurden überflutet. Dies waren immerhin fast 2/3 des aktiven Thermalgebietes und man verlor zwei der weltweit größten Geysire: Minguini Geyser, der bis zu 90 Meter hoch eruptierte und den Orakei Korako Geyser, der immerhin eine Höhe von 55 Metern erreichte. Verloren für immer, weil Energiepolitik auch in Neuseeland wichtiger war als die Erhaltung der einmaligen Natur. Dem Bau solcher Kraftwerke sind auch zahlreiche Geysire auf Island und in Nevada/USA zum Opfer gefallen. Einige Quellen sind heute immer noch aktiv, so steigen ab und zu auch mal Blubberblasen vom Seegrund auf.

Da das Thermalgebiet gegenüber liegt muss man per Boot das Gewässer überqueren. Es gibt keinen im Gegensatz zum Prospekt keinen wirklichen Fahrplan, wenn Gäste kommen werden sie einfach rübergefahren. Auf der anderen Seite befindet sich eine Klingel am Steg und wenn man den Rundgang beendet hat kommt das Boot auf Bestellung kurz nach den Klingelzeichen zum Abholen. Wir hatten bei beiden Fahrten den Transport für uns alleine und auch im Gebiet waren nur wenige Menschen unterwegs.



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