Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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RUATAPU CAVE

Einer der Höhepunkte des einstündigen Rundweges ist die Ruatapu-Höhle, denn etwas Vergleichbares gibt es in keinem anderen Thermalgebiet der Region. Es vielleicht sogar die einzige bekannte Höhle weltweit, die inmitten eines geothermalen Gebietes liegt. Es soll noch eine andere geben, ich konnte aber nicht herausfinden wo. Ihr Ursprung ist bis heute unerforscht und bei den Maori galt sie als heilig. Der schmale Weg dorthin führt vorbei an Buschwerk und an Farnen. Dann steht man plötzlich vor einer hölzernen Treppe, die steil nach unten ins Dunkel führt. Wenn man Glück hat, so wie wir, dann hat man diesem magischen Ort ganz für sich alleine, was zusätzlich ein Reiz ist. Denn der Eingang der Höhle ist von Baumfarnen und Palmen umstanden, die nur diffuses Licht bis auf den Grund lassen.

Es ruhig bis auf gelegentliches Vogelpiepen und dem Fallen der Tropfen von Decken und Wänden. Man steigt hinab und fühlt sich wie in einer Märchenlandschaft. Die gesamte Höhle ist 45 Meter tief mit 23 Meter hohen, senkrechten Felswänden. Hier steht auch ein Gedenkstein in Erinnerung an den Maori-Guide Atama (Adam) Mikaere, der 1941 im 2.Weltkrieg in der Wüste Lybiens gefallen ist, und dessen Geist jetzt ab und zu diese Höhle besuchen soll.

Unten am Boden angekommen erreicht man einen kleinen Tümpel am Boden der Höhle. Im glasklaren Wasser zu schwimmen ist allerdings verboten, denn es ist kein Trinkwasser und kann auch sehr heiß werden. Hier können Besucher aufgrund der chemischen Zusammensetzung ihren Schmuck aufpolieren. Der Legende nach soll man die linke Hand ins Wasser halten und sich etwas wünschen, das dann wahr wird wenn man es niemandem erzählt. Leider haben wir das erst nach unserem Besuch erfahren…



Weitere Attraktionen

Trotz der kompakten Grösse gibt es im Thermalgebiet von Orakei Korako noch weitere Höhepunkte. Zuerst kommt man an einen Mud Pool, unten auf dem Bild sind die Blasen zu sehen. Dann erreicht man eine eindrucksvolle Soda Fountain, welche 1984 wieder ausbrach und unter ständigem Geblubber heißen Danpf und Wasserblasen ausstösst. Manchmal kann sie voller Wasser sein, am nächsten Tag ist sie leer, warum weis niemand. So muss man auch hier Glück haben um etwas zu sehen, wir hatten es wie das Bild unten beweist.

Oberhalb einer hohen Klippe findet man drei weitere Geysire: Kurapai, Ellan Vannin und den Benedict Washer Geyser. Hier kommt man aber leider nicht näher heran, weil es viel zu gefährlich ist. Der Zutritt ist für Publikum gesperrt, weil hier schon Temperaturen von 100°Celsius nur 100 bis 150 mm unterhalb der Erdkruste gemessen wurden. Wenn der Kurapai Geysir mal ausbricht, kann man dies dann schon vom Besucherzentrum am gegenüberliegenden Ufer aus sehen. Leider tat er uns an diesem schönen Sonnentag auch nicht den Gefallen und wir mussten das Thermalgebiet ohne Geysirsichtung wieder verlassen.

Trotzdem waren wir begeistert, neben Wai-o-Tapu ist dies mit Sicherheit eines der schönsten Thermalgebiete in Neuseeland und auf jeden Fall einen Besuch wert.


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