Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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RUNDGANG

Bei einem Rundgang durch dieses Thermalgebiet ist es extrem wichtig, auf den Wegen zu bleiben und so auch die Natürlichkeit von Orakei Korako zu erhalten. Schilder weisen daruaf hin, auch wenn man sich unbeobachtet fühlt, sollte man sich unbedingt daran halten. Ausserdem ist das Gebiet immer noch sehr aktiv und ein Fehltritt kann gefährlich sein. Viele der aktiven Bereiche sind völlig unberechenbar und oft ist die scheinbar harte Kruste nur 20 mm dick und darunter brodelt es. Bei einem Fehltritt hat man schnell die Füße verbrüht.

Die tiefste Terrasse ist die jadegrüne Emerald Terrace (Smaragdterrasse) und vom Rainbow Lookout hat man eine schöne Sicht darauf. Diese Kieselerde-Terrassen sind die größten in Neuseeland und ca. 20 Meter hoch. Unter der Wasseroberfläche liegen noch einmal 35 Meter verborgen. Früher gab es die noch größeren und weitaus berühmteren Pink and White Terraces in der Nähe von Rotorua, sie fielen aber leider einem Ausbruch des Mount Tarawera im Jahr 1886 zum Opfer und verschwanden spurlos. Über die Emerald Terrace strömen täglich fast 20 Millionen Liter heißes Wasser, die aber sichtbar nur in schmalen Rinnsalen in den Ohakuri-See sickern, direkt neben dem Bootsanleger. Von hier hat man schon bei der Ankunft einen schönen Blick auf das aufsteigende Gelände und die Terrassen.

Orakei Korako hat immer noch das größte Geysirfeld in Neuseeland, 35 aktive Geysire werden hier registriert. Weltweit gibt es sechs Geysirfelder größeren Ausmaßes. Hier mal ein paar Werte zum Vergleich, die Zahlen können sich natürlich steig ändern: Es gibt insgesamt 51 aktive Geysire auf der Nordinsel von Neuseeland, es gibt die enorme Anzahl von 500 Gesysiren im Yellowstone National Park, 46 in Chile, 8 auf Umnak Island in Alaska, 26 auf Island und 200 im Kronotsky National Biosphären Reservat Kamtschatka in Russland.

Erster Punkt beim Rundgang ist der größte, der Diamond Geyser. Er kann immerhin noch 9 Meter hoch spucken, wenn er denn will, und seine Wassertropfen glänzen dann in der Sonne wie Diamanten. Manchmal sind es ein paar Minuten, manchmal ist er stundenlang aktiv. Wir sahen nur einen Ausbruchkegel mit Loch, eine kleine Einzäunung und ein Hinweißchild. Während unseres Besuchs wollte dieser Geysir jedenfalls nicht aufwachen, außer etwas zeitweiligem Geblubber und ein paar 10 cm hohen Wasserschwallen herrschte Ruhe. Eigentlich ganz natürlich, denn die vulkanische Tätigkeit variiert erheblich. Das sieht man auch, wenn man dem Rundweg folgt über die eindrucksvollen Sinterterrassen.


Buntes

Die Rainbow and Cascade Terrace tragen ihre Namen zu Recht. Zu manchen Zeiten strömen Unmengen von heißem Wasser aus den Quellen, fließen über die Kieselerdeflächen und schaffen so ideale Bedingungen für das Algenwachstum. Hier wächst die Alge namens cyanobacteria, welche Wassertemperaturen von 35-59 Grad Celsius überlebt. Grün, Gelb und Schwarz sind die vorherrschenden Farben. Durch Pflanzen und mineralische Ablagerungen entstanden so die zahlreichen Braun-, Grün-, Gelb-, Orange- und Pinktöne auf den Terrassen. Oberhalb gibt es weitere Flächen mit tiefblauen Seen mittendrin, hier ist die Kruste nur 20 mm dünn und es ist extrem heiß und gefährlich. Die wunderbaren Farben verwandeln dieses Gebiet in eine bunte, 10.000 m² große Schönheit mit dem passendem Namen Artist’s Palette, die Farb-Palette des Künstlers.

Mittendrin liegen blaue Seen, hellblau oder gar tiefblau wie die "Map of Afrika". Das tiefblaue Loch mit den bunten Rändern erinnert wirklich an die Umrisse des afrikanischen Kontinents. Der Hochstetter Pool wurde benannt nach dem österreichischen Geologen Ferdinand von Hochstetter, der die Region im Jahr 1859 besuchte. Es gibt einige kleinere Geysire am Wegrand, von denen aber leider keiner aktiv war. Es gibt auch einen Felsen, der sehr passend "Elefant Rock" benannt wurde. Er sieht wirklich aus wie ein Elefantenkopf, der gerade durch das Grün bricht.

Von einem Aussichtspunkt hat man einen schönen Blick über die Golden Fleece Terrace. Die Maori nennen sie Te Kapua, was soviel bedeutet wie "Die Wolke". Tatsächlich ist sie eher weiß und wenn die Sonne auf die nassen Oberflächen scheint ist das Licht hier gleißend. 5 Meter hoch und 40 Meter lang glitzern Kristalle im Licht, ein wunderschöner Ort. Am Fuße dieser Terrasse bildeten sich im Laufe der zeit immer wieder neue Geysire, heute ist dort der Wairiri Geyser aktiv.


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