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LAKE TAUPO

Neuseelands größter Binnensee, der durch eine der weltgrößten Vulkaneruptionen entstanden ist, heißt Lake Taupo und liegt im Zentrum der Nordinsel in der Taupo Volcanic Zone. Im Jahr 186 nach Christus gab es hier eine Serie von 9 gewaltige Vulkanexplosionen, die größte mit einem Ausstoß von rund 30 Kubikkilometern Asche und Geröll in eine Höhe von bis zu 50 km, das sich über riesige Gebiete verteilte. Diese Explosion wurde von den Römern und Chinesen überliefert. Danach bildet sich eine Caldera durch Zusammenfall des entstandenen Hohlraums. Der kesselförmige Vulkankrater füllte sich, von 35 Zuflüssen gespeist, mit Süßwasser und ist heute der größte und tiefste See Neuseelands. Aus geologischen Untersuchungen weiß man von 28 Ausbrüchen während der letzten 27.000 Jahre, zurzeit ist es ruhig in der Region. Am Seegrund fand man bei Erkundigungen mit einem Tauchboot mehrere aktive Schlote, aus denen über 45 Grad Celsius heißes Wasser strömt. Hier werden unter anderem aktive Unterwasser-Geysire und ein geothermisches Feld vermutet.

Der Lake Taupo hat einen Umfang von ca. 193 km und ist an der tiefsten Stelle 186 Meter tief. Den Abfluss des Sees bildet der Waikato River. Am Ufer laden einige lange Sandstrände mit unterschiedlich großen Bimssteinen und mit einer Wassertemperatur von 16 - 20 Grad Celsius zum Baden, Kanu fahren, Paddeln, Segeln, Wasserskifahren und anderen Wasseraktivitäten ein. Zweimal im Jahr finden rund um den See große und sehr beliebte Sportveranstaltungen statt: Im November ein Fahrradrennen, das wir bei unserer Ankunft gerade verpasst hatten, und im Februar das Laufen und Walken. Der Rundkurs geht dann über 165 Kilometer.

An nördlichen Ufer des Lake Taupo breitet sich der gleichnamige Ferienort Taupo mit seinen ca.: 30.000 Einwohnern aus, am äußersten Südufer liegt Turangi. Dazwischen, entlang des östlichen Ufers, verläuft der State Highway 1 und verbindet die Feriengebiete.

Diese Region ist hauptsächlich für alle Wassersportfreunde und Angler ein El Dorado und so säumen zahlreiche Hotels, Motels, B&B, Backpackers, Holiday Parks und Campingplätze vor allem das gut erschlossene östliche Ufer und die Region rund um die Stadt Taupo. Das westliche Ufer wird von kleineren LandStraßen erschlossen und wird landschaftlich meist von grünen Weiden mit Kühen und Schafen und einigen Scenic Reserves am Ufer beherrscht.

Alles, was den outdoor-verwöhnten Neuseeländern und den Gästen aus aller Welt Spass macht wird hier angeboten: Jetboating, Wasserski und Schwimmen sind beliebte Freizeitaktivitäten in diesem Gebiet und der Ausblick über den blauen See mit den schneebedeckten Gipfeln der Vulkane des Tongariro National Parks im Hintergrund ist atemberaubend. Auf der Seeoberfläche von 616 km² finden Angler und Funsportler ihr eigenes Revier und Ausflugsboote fahren zu modernen Felszeichnungen der Maori, die man nur per Boot erreichen kann.

Offizielle Webseite der Region: www.laketauponz.com Genaue Angaben über die Wasserqualität des Lake Taupo erfährt man hier

Im Wasser

Als die Neuseeländer vor ca. 100 Jahren die ersten kleinen, aus Kalifornien als Eier importierten Forellen in den See warfen, hatten sie wohl nicht damit gerechnet, dass es eines Tages das größte Forellenfischgebiet der Welt werden würde. Angeln ist hier ein wahrer Genuss. Der Lake Taupo ist weltweit bekannt für seine Forellenbestände. Der Ort Turangi nennt sich selbst stolz "World Troutfishing Capital of the World". Das zieht natürlich jedes Jahr viele Touristen an, die nur zum Angeln kommen. Jeder Campingplatz und jede Unterkunft bietet Örtlichkeiten an, an denen der Fisch gewaschen und ausgenommen werden kann. Über 70.000 Angellizenzen verkauft das DOC (Department of Conversation) jedes Jahr in der Taupo/Turangi Region.

Kommerzielles Angeln ist verboten, es darf nur für den Eigenbedarf geangelt werden. Daher findet man den Seebewohner auch auf keiner Speisekarte in den Restaurants und in keinem Laden, wer frische Forelle essen möchte muss selbst eine angeln. Angelschein bitte nicht vergessen, sonst kann es teuer werden. Die Angler holen hier aus dem Lake Taupo und dem Tongariro River tausende von den berühmten großen Regenbogenforellen.

Wahre Monster, bis zu 25 Kilogramm schwer, wurden schon in den Angelchroniken des Sees verbucht. Aber auch normale Regenbogenforellen mit einem Durchschnittsgewicht von rund acht Kilogramm werden hier oft gefangen. Schätzungsweise leben etliche Millionen Braune- und Regenbogenforellen leben im klaren Vulkansee Lake Taupo dessen warmes, mineralreiches Wasser die optimale Voraussetzung zur Bildung von Mikroben ist - der Beginn der Nahrungskette im See.

Zu den abgelegenen und kristallklaren Flüssen in der Wildnis der Umgebung werden sogar Angelausflüge mit dem Helikopter angeboten. Die Angellizenz muss der Teilnehmer vor der Tour aber selbst erwerben, das benötigte Equipment kann man vor Ort mieten. Die Einheimischen gehen lieber in die Seen, da hier die Forellen noch größer und zahlreicher sind und angeln meist mit Fliegenruten. Jedes Jahr im April findet das International Trout Fishing Tournament statt. Und südlich von Turangi kann der interesierte Besucher das Tongariro National Trout Center besuchen.


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Lake Taupo


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