Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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NAPIER - TAUPO

Fährt man von der Art Deco Town Napier an der Hawke Bay im Osten aus in Richtung Taupo City im Zentrum der Nordinsel, dann sieht man vor allem eins: Wald. Leider keinen ursprünglichen, auf Neuseeland beheimateten Regenwald mit Kauris, sondern gezirkelte Plantagen. Die Region ist eines der wichtigsten Gebiete für die Forstwirtschaft in Neuseeland, die vorwiegend gelb-bräunlichen Böden sind für die Anzucht hervorragend geeignet.

Mittlerweile sind noch etwa 15% des gesamten Landes von einheimischen Wäldern bedeckt, zwischen Napier und Taupo findet man vorwiegend die Monterey Pine (Pinus radiata), ursprünglich aus Kalifornien importiert. Durch radikale Selektion hat es die neuseeländische Forstwirtschaft fertiggebracht, daß diese Bäume in Neuseeland inzwischen dreimal so schnell wachsen wie in ihrer Heimat Kalifornien - ein erstaunliches Zuchtergebnis.

Daneben wächst am Wegrand ein anderer, eher unerwünschter Einwanderer: Ginster. Als wir im November in der Region unterwegs waren boten die leuchtend gelben Blüten einen imposanten Anblick und waren ein hübscher Farbtupfer in der sonst eher langweiligen Landschaft. Allerdings ist Ginster eine Plage in Neuseeland. Sie haben dort die größte Not ihn einzudämmen, der Tongariro National Park in der Nähe ist fast ginsterfrei, ansonsten ziehen sich dichte Büsche entlang der Hauptstraße Nummer 5 bis hoch hinauf in die Berge.

Unsere Fahrt startete am urigen Campingplatz von Eskdale, auf dem wir viele alte Busse vorfanden, in denen hier Leute ständig oder zeitweise lebten. Rundum liegen einige Winerys. Die Straße, hier Thermal Explorer Highway genannt, schlängelt sich dann bergauf und bergab durch dichte Wälder und den schon erwähnten Nutzwald. Man muss ständig aufpassen, denn riesige volle oder leere Holzlaster kommen aus versteckten Einfahrten, schnaufen langsam vor einem den Berg hoch oder kommen einem in einer engen Kurve entgegen.

In den mittelhohen Schonungen liegt eine Menge totes Holz herum. Anscheinend werden beim Durchforsten die gefällten überzähligen Bäume einfach liegen gelassen, um Dünger für den schnellwachsenden Rest zu liefern. Eine Plage wie den Borkenkäfer scheint es hier nicht zu geben.

Ab und zu sieht man riesige, abgeholzte Flächen, auf denen auch zahlreiche tote Baumstämme herumliegen. Ginster erobert langsam diese Rodungen, bevor wieder neu aufgeforstet wird. An einem Aussichtspunkt machten wir kurz Rast und konnten unter uns die Holzfäller mit massivem Gerät bei der Arbeit beobachten. Die Stämme wurden von den steilen Hängen per Seilaufzug nach unten zu den wartenden Sägebaggern und Lastern transportiert. Der Blick vom Parkplatz reichte weit ins Land, über Wälder, Arbeiter und Wiesen.


Waipunga Falls

Auf halber Strecke des Taupo-Napier Highway kommt man an den Tarawera Hot Springs vorbei. Man parkt am Tarawera Tearoom und ein Pfad führt in ca. 15 Minuten über einen rauen Fußweg zu den Pools "off the beaten track". Ein paar Kilometer weiter, nachdem man das Opoto Scenic Resreve passiert hat, erreicht man rechts eine Abzweigung zu den Waipunga Falls. Diese ist leicht zu übersehen und wir fanden die Stelle auch eher durch Zufall. Nur ein kleines Mini-Schild, aus den Augenwinkeln im Vorbeifahren entdeckt, weist den Weg.

Hier findet man wirklich sehr schöne Wasserfälle in einem weiten, grünen Tal. Vom Parkplatz aus schaut man auf die 20 Meter hohen Fälle hinab. Durch ein kurzes Stück Fußmarsch erreicht kann den Fuß vom Wasserfall, ein Schild mit Angaben zur Wegstrecke haben wir nicht gesehen. Leider war es hier am Parkplatz sehr schmutzig, überall lag Müll, es stank unangenhem wegen fehlender Papierkörbe und Toiletten und eine japansiche Reisegruppe auf laut knatternden Motorrädern trug auch nicht gerade dazu bei sich hier länger wohlzufühlen. Ständig kamen neue Wohnmobile und Motorräder an und wir beschlossen dann doch lieber weiter zu fahren. Zum Baden am Wasserfall war es eh zu kühl, trotz Sonnenschein. Also begnügten wir uns mit ein paar Fotos und einer kurzen Rast und fuhren die ca. 130 restlichen Kilometer ohne erwähnsenswerte weitere Höhepunkte in Richtung Taupo.


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