Archiv : Infos und Bilder aus 2005

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WAIKITE VALLEY

Von Rorotonga aus fuhren wir auf dem State Highway Nummer 5 in Richtung Süden, auf der Suche nach einem netten Platz zum Übernachten. Da wir am nächten Tag ins Thermal Wonderland von Wai-O-Tapu wollten, hatten wir uns einen auf der Karte eingezeichneten Campingplatz ganz in der Nähe ausgesucht. Von hier aus, so unsere Überlegung, war es dann früh am Morgen nicht mehr weit zur Hauptattraktion der Region. Unsere Wahl war ein Volltreffer und ist unbedingt zu empfehlen, wie sich bald herausstellen sollte.

Die Fahrt ging zunächst durch die übliche neuseeländische Landschaft: Grüne Hügel, Kühe und Schafe rechts und links des Highway. Nach ca. 25 Kilometern zweigt der State Highway Nummer 38 links ab, man folgt aber weiter der Nummer 5 durch das Maungaongaonga Scenic Reserve. Hier verpassten wir leider die Einfahrt zum Kerosene Creek. Das soll ein sehr lohnenswertes Plätzchen sein, welches uns ein Einheimischer leider später und einige hundert Kilometer entfernt empfahl. Wir fuhren ab dem Abzweig noch ca. 4 Kilometer, dann tauchte auf der rechten Seite ein großer Pub auf - nicht zu übersehen, da das einzige große Gebäude weit und breit.

Hier geht es rechts ab in das Waikite Valley, schräg gegenüber führt eine Stichstraße zum Thermalgebiet Wai-O-Tapu. Die ersten 6 Kilometer ins Tal sind sehr idyllisch, grün und bergig. Auf einer Anhöhe angekommen sieht man dann unten im weiten Tal große Dampfschwaden und genau dort wollten wir hin. Dr Blick schweift über ein wunderschönes Tal mit Dairy-Farmen. Noch in der Steigung geht`s unvermittelt rechts ab zum Thermal Pool von Waikite Valley. Der Name entstand aus zwei Maoriworten: Wai = Wasser, Kite = Heiss.


Campingplatz

Der im Jahr 1972 angelegte Campingplatz ist einfach und wirklich nichts besonders, auch nicht sehr groß. Es ist Platz für ein halbes Dutzend kleine Zelte und ein Dutzend Campervans auf einem schäbigen Schotterplatz. Von der Hauptstraße bogen wir ab und landeten automatisch auf dem Platz, wo wir uns den schönsten Stellplatz der vorhandenen 10 Power Sites aussuchen konnten. In dieser Nacht kamen noch 2 weitere Camper.

Toll ist allerdings sie Lage oberhalb des Flusslaufs. Rundum waberten Dampfschwaden über kochenden Bächen. Direkt neben dem Platz gibt es ein Restaurant und Poolanlagen. An der Rezeption meldeten wir uns an und zahlten für die Nacht. Die Anlage dient der örtlichen Bevölkerung als Freizeitbad, dem entsprechend waren in dem großen Pool auch einige fröhliche Familien. Weiter oben gab es einen heißeren kleinen Pool nur für Erwachsene und noch einige separate Privatbäder. Direkt nebenan den Berg hinauf liegt der Golfplatz der Gemeinde.

Wer hier auf dem Campingplatz für NZ$14 eincheckt, der darf den großen Pool und den wunderschönen Hot Pool umsonst nutzen. Es gibt eine Gemeinschaftsküche und die sanitären Anlagen wurden bei unserem Aufenthalt gerade erweitert. Ausserdem dürfen Gäste den kleinen Te-Manaroa Spring Walkway zu den heißen Quellen ebenfalls kostenlos begehen so oft sie wollen.

Das Restaurant war bei unserer Ankunft ziemlich voll, was für eine gute Küche spricht. Wir warteten eine Weile, bis es sich ein wenig leerte. Es handelt sich um ein typisch neuseeländisches Familyrestaurant namens "Ponga Tree Café" mit einer großen Karte über der Theke. Dort gab es sogar Schlemmereien wie Greenlips Mussels und exotische Lammcurrys. So blieb im Camper die Küche kalt, wir nahmen eine eigene Flasche Wein mit und bestellten uns dazu ein leckeres Abendessen.

Direkt vor dem Restaurant befindet sich der 20x9 Meter große Pool mit Nchtschwinnerbecken. Weiter oben gibt es einen sehr heißen Pool, der sich nur zum passiven Baden eignet. Einfach wunderbar, am späten Abend, wenn die meisten einheimischen Gäste gegangen sind und das Café geschlossen wurde, für eine Viertelstunde im heißen chemiefreien Wasser zu sitzen und anschließend müde und warm ins gemachte Bett zu fallen.


Te-Manaroa Spring Walkway

Ein nur 5-minütiger Fußweg führt behindertengerecht zur der heißen Quelle, die größte Einzelquelle mit kochendem Wasser in Neuseeland. Dieses riecht nicht, wie sonst überall, nach vulkanischen Gasen, und die Manager der Region werben sogar mit der frischen reinen Luft ohne die sonst übliche Belästigung durch Schwefelwasserstoff. Hier ist die genaue Zusammensetzung des Mineralwassers.

Jahrzehntelang haben die Maori vom Stamm der Ngati Kahu Upoko das heiße Wasser schon genutzt. Die Quellen bilden den Otamarokokore Stream und die Farmer der Region gingen meist weiter flussabwärts schwimmen, wo sich das Heisse Wasser mit dem kalten Wasser eines anderen Baches mischte. Nach über 4.00 Stunden freiwilliger Arbeit von den Bewohnern des Tals wurde die heutige Anlage im Jahr 1971 feierlich eröffnet.

Besonders schön ist der Weg zu den Quellen am späten Abend oder am frühen Morgen, wenn die Luft kühler ist. Dann wabern die Schwaden durch das Tal und man kommt sich vor wie im Märchenland oder wie in einem Fantasyfilm. Der Weg endet am Hauptteich, in dem es ständig blubbert und brodelt. Das Wasser ist hier 98°C heiß. Dann fließt es durch das Bachbett und ein Teil wird durch Rohre über einige künstliche Wasserfälle abgeleitet, um in badefreundlicher Temperatur ohne jeglichen chemischen Zusatz bei den Pools anzukommen. Nachtes werden die Pools geleert, gereinigt und wieder aufgefüllt. Wer hier spätabends bei über 40°C Wassertemperatur entspannt die Sterne am Himmel gezählt hat oder frühmorgens die mit 70°C heiß dampfenden Flüsse der Umgebung sah, der möchte wiederkommen. Ein Traum...


Google Map zum Thema

Quelle mit Pool und Campground

Video zum Thema

Te Manaroa Spring, in the Waikite Valley

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