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MAORI KULTUR

Am Eingang kauft man die Eintrittskarte und bekommt selbstverständlich auch ein Infoblatt auf Deutsch dazu. Wir holten uns erst einmal ein leckeres Eis. Die Bällchen waren ziemlich üppig und die anwesenden Japaner kicherten über unsere Riesenportion aus 3 Bällchen. Direkt am Eingang gab es auch kostenlose Leih-Schirme, aber es sah nicht nach Regen aus...

Kurz hinter dem Eingang steht man dann schon bald in einem hübschen traditionellen Maoridorf. Es werden regelmäßige Führungen im Laufe des Tages angeboten. Auf diesen Führungen werden Legenden und Geschichten erzählt, wer sich also für die Kultur interessiert der sollte eine solche mitmachen.

Das befestigte Dorf befindet sich auf einem Thermalgebiet und wurde nach dem warmen See Rotowhio benannt, der hinter dem Versammlungshaus liegt..

Ein Eckpfeiler der Maori Kultur ist die Gastfreundschaft, Manaakitanga genannt. Hier darf man als Fremder auch das Versammlungshaus betreten, was längst nicht überall selbstverständlich ist. Das Te Aronui a Rua Versammlungshaus ist eines der wenigen, vollständig geschnitzten Versammlungshäuser in Neuseeland. Alleine dafür lohnt sich ein Besuch in Te Puia, man zieht die Schuhe draußen aus und sollte es mit Respekt betreten. Hier ist keine Theaterkulisse aufgebaut, sondern ein lebendiges Stück Kultur, in dem auch heute noch kulturelle Aufführungen und traditionelle Versammlungen stattfinden. Der Tradition nach darf es ausschließlich von Maori genutzt werden.

Im Rotowhio Marae vor eindrucksvoller Kulisse findet täglich mittags die Tanzvorführung Kapa Haka statt. Eindrucksvolle Schnitzereien an den Gebäuden und ein kleines Museum mit wertvollen Webarbeiten und Kultgegenständen kann man hier ebenfalls besichtigen. Die Federn des Kiwi-Vogels spielten eine große Rolle in der Kultur der Maori, da sie in die feierlichen Umhänge (Kahukiwi) bedeutender Stammesmitglieder gewoben wurden. Wahre Prachtexemplare kann man in der Ausstellung sehen.

Neben der Schnitzschule ist Te Puia auch für die Te Rito Weaving School bekannt, in der noch die alten Webtechniken gelehrt werden. Jedes Muster hat hier seine feste Bedeutung und seine eigene Geschichte. Hier kann man sich von Schülern auch die Technik zum Färben der traditionellen Maori-Röcke erklären lassen.

Gleich um die Ecke findet man ein befestigtes Maori-Dorf, das Freilichtmuseum Rotowhio Pa. Hier sieht man Schlafstätten und Lebensmittellagerhäuser. Waffen und Werkzeuge wurden mit vor Ort gefundenen materialen nachgebildet. Rund um das Dorf findet man einen Pfahlzaun, so wurden die Verschanzungen der frühen Maori zum Schutz ihrer Siedlungen errichtet.


Schnitzkunst

Ebenfalls am Eingang findet man die Galerie mit wunderschöner Maorikunst, die der Te Wananga Whakairo Carving School angeschlossen ist. Ein Rundgang hier ist ebenfalls im Preis inbegriffen, die Ausstellung zeigt die schönsten Stücke der hier ausgebildeten Künstler. Ein Rundgang führt um den Arbeits- und Klassenraum der Schule. Hier kann man von einer Galerie aus den Meistern und Schülern im Zentrum beim Schnitzen an riesigen Säulen mit typischen Motiven zuschauen. Man kann gerade angefangene Holzblöcke sehen, bei denen gerade mal die Form erkennbar ist und fast fertig geschnitzte Masken, denen nur noch die typisch schillernden Augen aus Pauashell fehlen.

Tafeln am Geländer zeigen die verschiedenen Muster, erklären die geometrischen Formen, ihre Namen und ihre Stammesherkunft. Museen aus aller Welt nutzen das Institut als Informationsquelle, es werden aber auch Auftragsarbeiten durchgeführt. Die Preise für Schnitzarbeiten schwanken zwischen NZ$ 200 für Figuren und NZ$ 200.000 für ein Vorratshaus. Die aufwändige Restaurierung eines Versammlungshauses in Handarbeit kann dann schon mal eine Million Dollar verschlingen. Im Anschluss an den Rundgang kommt der Besucher dann automatisch durch den Souvenirshop, hier findet man auch einige in der Schule entstandene Einzelstücke im Verkaufraum.


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