Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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ALLGEMEINES

Das Wai-o-tapu Thermalgebiet (Wai-o-tapu heißt übersetzt "heiliges Wasser") ist auch unter dem Namen Thermal Wonderland bekannt und das größte zwischen Rotorua und Taupo. Es ist auch eines der schönsten und buntesten, leider aus diesem Grund auch die meist besuchte Attraktionen der Region. Verpassen sollte man einen Gang durch dieses Wunderland auf gar keinen Fall. Nur ein kleiner Teil der 19 Quadratkilometer kann von Besuchern auf festgelegten Wegen begangen werden, der Rest steht unter Naturschutz. Der Eintrittspreis beträgt NZD $23.00 für ein Tagesticket und man sollte mindestens drei Stunden für eine ausführliche Besichtigung einplanen. Die Wanderwege sind in drei Kategorien eingeteilt: kurz, mittel und lang. Für den längsten Weg von 3 km Länge werden 75 Minuten angegeben, mit Fotostopps und ein wenig Ruhe braucht man aber schon erheblich länger. Wir sahen allerdings eine Menge Leute auch die Wege mit kurzem Blick nach rechts und links zügig abschreiten. Vielleicht wartete draußen vor der Türe der Tourbus mit laufendem Motor. Der Park ist täglich von 8.30 bis 17.00 geöffnet, letzter Einlass ist um 15:45 Uhr.

Beim Rundgang sieht man Krater, Schlammtümpel, kochende Seen und dampfende Erdspalten aus nächster Nähe. Im Interesse der Sicherheit sollte man hier keinen Schritt neben die Wege machen. Auch wenn nicht alles abgesperrt ist, der Boden ist oft instabil und heiß, die Pflanzen und Flechten stehen unter Naturschutz und sind sehr empfindlich. Rauchen ist hier streng verboten, denn einige der Büsche sind sehr Trockenen.

Der erste Vulkan brach hier vor ca. 150.000 Jahren aus, die Hydothermalaktivität entstand vor ca. 15.000 Jahren. Ein kleiner Bach namens Waiotapu Stream durchfließt das Gebiet, der in den Waiotapu River mündet und weite Teile der Landschaft geformt hat. Fische können hier nicht existieren, denn im Wasser findet sich ein wahrer Chemikaliencocktail. Als unangenehme Begleiterscheinung riecht es in diesem Gebiet ständig nach Schwefelverbindungen, ähnlich faule Eier.

Die verschiedenen Farben im Gestein und an den Pools entstehen durch unterschiedliche Elemente und Verbindungen. Gelb ist der Schwefel, Orange leuchten die Antimonsulfide, Weiß das Siliziumoxid, Grün die Arsensulfide, Schwarz der Kohlestoff, Purpur ist Mangan und Rotbraun das Eisenoxid.

Die offizielle Webseite des Gebietes heißt www.geyserland.co.nz


Die Ankunft

Die Ausschilderung am Highway 5 ist sehr gut, so dass man den Park nicht verfehlen kann. Wir hatten die Nacht fast gegenüber im wunderschönen Waikite Valley verbracht, so dass die Anfahrt nicht sehr lang war. Unbedingt zu empfehlen ist eine Ankunft bis 9.30 Uhr morgens; weil der Lady Knox Geyser pünktlich um 10:15 Uhr spuckt, ich erkläre gleich warum. Das uns erwartende Prozedere steht nämlich in keinem Reiseführer.

Wir kamen also mit unserem Monstercamper auf den bereits gut gefüllten Parkplatz. Horden strömten schon zur Kasse und mit Glück fanden wir einen Parkplatz, in den wir bequem einparken konnten. Dann stellten wir uns in die Schlange vor der Kasse. Ein Ranger stand daneben und machte schreiend auf sich aufmerksam, erklärte jedem nicht-verstehenden Touristen was nun zu tun sei. Nämlich: die Eintrittskarte kaufen, wieder zurück zum Auto gehen, ein Stück den Weg zurückfahren bis zu einem anderen großen Parkplatz und von dort zum Lady Knox Geyser gehen, der von Tribünen umrundet ist. Leicht verärgert schauten wir uns an, hatten wir doch immer angenommen der Geysir würde sich innerhalb des Geländes befinden.

Warum eigentlich einen Geysir anschauen, der nur mit menschlicher Unterstützung und mit Hilfe eines Eimers Seifenwasser seine heiße Wasserladung ausspuckt? Und dafür den großen Camper wieder ausparken, einparken, in Horden herumrennen, dann wieder zurück neu einen Parkplatz suchen? Nein danke! Wir beschlossen spontan auf das Schauspiel zu verzichten und gleich den Rundgang zu beginnen. Das war gut so, denn nun gibt es auf meiner Geysir und Modder Seite zwar nur Bilder von einem nicht-spuckenden Geysir (später kurz besucht) – dafür war das restliche Gebiet die erste halbe Stunde aber fast menschenleer und angenehm. Nach nur einer Viertelstunde sahen wir die Autokolonne schon vom "Geysirerlebnis" zurückkommen, hatten zu der Zeit aber am Champagnerpool alle Zeit der Welt ohne Menschenmassen zu fotografieren. Die holten uns dann später ein ..


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