Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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BRATPFANNENEBENE

Ganz in der Nähe des Champagne Pool befinden sich die Primrose Terraces (Primelterassen), eine etwa 900 Jahre alte Formation, über das siliziumoxidhaltige Wasser fliest. Am Ende der Platte fällt es dann als Bridal Veil Falls (Brautschleierfälle) ein paar Meter in die Tiefe. Die nach der Verdunstung des Wassers abgelagerten Mineralien bildeten die heutige Formation, die besondern im Sonnenlicht schön anzuschauen ist, dann glänzt das Wasser über dem farbigen Untergrund wie Klarlack. Ein Weg führt direkt daran vorbei und kleine Strudel und Wasserfälle bahnen sich ihren Weg über die Platten.

Wir gingen erst einmal bergauf durch einen verwunschen wirkenden Wald hoch zu einem Aussichtspunkt. Der Pfad hinauf ist den Maori heilig, hier lag einst ein Dorf mit Grabstätten. Die Bäume haben an den Stämmen bunte Flechten, einige wirken wie mit orangem Samt überzogen. Man kommt sich vor wie in einem Zauberwald. Auf der linken Seite führt ein Weg zu einem Aussichtspunkt über die Primrose Terraces. Weiter geradeaus läuft man zwangsläufig zu dem Aussichtspunkt über das untere Waiotaputal mit der Bratpfannenebene, der Frying Pan Flat. Von hier kann man schon den weiteren Rundweg überblicken, der von dichten Wäldern und einigen Seen gesäumt wird: dem Lake Ngakoro, Echo Lake und Kale Whanga-o-terangi. Am Aussichtspunkt geht es dann, immer noch durch dichten Wald, bergab und der Weg führt vorbei an dem Überlauf, der die Primrose Terraces mit den anschließenden Bridal Veil Falls gebildet hat.

Spätestens hier wurden wir dann von den Hundertschaften eingeholt, die am Morgen beim Lady Knox Geyser waren und von nun an auch stetig überholt. Es wurde richtig voll im Thermalgebiet und wir freuten uns, dass wir so früh vor Ort waren und die Geysir-Seifenoper ausgelassen hatten.


Alaun und Schwefel

Der Rundweg führt weiter zum Waiotapu Geysir, der alle 2-8 Stunden je nach Grundwasserspiegel bis zu drei Meter hoch ausbricht. Leider kam gerade nichts aus ihm heraus, als wir hier vorbeikamen. Wir sahen nur ein leicht dampfendes Loch im Fels mit einer Holzabsperrung drumherum und hörten leichtes Gurgeln. Von oben vom Aussichtspunkt konnten wir diesen Geysier noch heftig blubbern und spucken hören. Das Warten auf einen eventuellen neuen Ausbruch wurde uns aber verleidet, weil der Weg hier sehr eng ist und dauernd jemand vorbei wollte. Also gingen wir weiter an den Alaunklippen vorbei. Die Mineralablagerungen hier entstanden bei einem Ausbruch vor 700 Jahren. Ebenfalls ein alter Krater mit diversen Ablagerungen ist die nachfolgende Bratpfannenebene, die Frying Pan Flat. Hier gibt es wieder Blubberblasen, Fumarolen, bunte Ablagerungen und kleine Vögel, die in der unwirklichen Umgebung auf Insektenjagd gehen.

Holzplanken führen über den unstabilen Grund, vorbei an der nächsten Attraktion, dem Oyster Pool. Benannt nach seiner Form, die mit Fantasie an eine Auster erinnert. An diesem natürlichen Schwefelteich sind schöne Ablagerungen zu sehen in intensivem Gelb. Noch schöner ist die nachfolgende Sulphur Cave mit ihren unberührten Schwefelausblühungen, gelbe und fragile Kristalle kann man hier sehen. Diese entstehen, wenn heiße Schwefelgase unter dem Schutz der hier überhängenden Klippen abkühlen und der Schwefel aus der Gasphase direkt zu Kristall sublimiert.


Lake Ngaroko

Der Weg zum Wasserfall am Lake Ngaroko ist ein Sackgasse, man muss hier also wieder zurückgehen. Zu Beginn steht ein Schild, welches auf den schwierigen Weg aufmerksam macht. Es sind zwar ein paar Treppenstufen zu überwinden und der Weg ist schmal, aber trotzdem wirklich recht einfach zu begehen. Rechts ist das Schild zu sehen.

Eng wird es am Ende, am Aussichtspunkt. Schon von weitem hört man Wasser rauschen. Am Wegende treffen sich dann alle und drängeln um das Holzgitter, um einen Blick auf den darunter liegenden kleinen Wasserfall zu werfen. Mehr als vielleicht zwei Meter fällt das Wasser nicht in den See, trotzdem ein netter Ort, der nur wegen der Menschenmassen nicht zum längeren Verweilen einlädt. Der See entstand vor ca. 970 Jahren nach einem Vulkanausbruch und man kann den Großteil vom diesem Lookout aus überblicken. Die Ränder sind sehr feucht, ein Zeichen für thermale Aktivität.

Weiter geht es wieder durch einen dichten Wald mit mächtigen Bäumen und man hört auch einige Vogelstimmen, allerdings nur mit Glück kann man einen der gefiederten und scheuen Bewohner auch im Grün erspähen. Es soll hier vor allem Bellbirds, Fantails und Tuis geben.

Hat man den Wald hinter sich, kann man noch ein paar Schwefelhügel besichtigen, die ehemals unter Wasser lagen. Da das Gebiet aber im Jahr 1950 wegen Straßenbau weiter östlich entwässert wurde, sind sie jetzt trocken und sehen aus wie große Ameisenhügel. Nur wenige Meter weiter steht man wieder am Champagne Pool.

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