Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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CHAMPAGNE POOL

Schon kurz hinter der Artist´s Palette, nachdem man über einen schmalen Steg die farbenprächtigen Ablagerungen überquert hat, steht man vor einer der Hauptattraktionen der gesamten Region: dem Champage Pool, einem schönen blauen Heisswasserbecken mit leuchtend orangefarbenem Rand. Jeder, der hierher kommt, fotografiert diesen Pool und es gibt unzählige Fotos davon auf zahlreichen Webseiten, natürlich auch hier. ;-) Auf einigen Bildern ist fast mehr heißer Dampf zu sehen als farbige Uferkante. Je nach Windrichtung wird man hier komplett davon umhüllt und kann dann kaum die Hand vor Augen sehen. Dampfbad auf natürlich Art, besonders angenehm, wenn die Temperaturen recht frisch sind. Naturgemäß ist dort, wo gerade der meiste Dampf ist, auch die fotogenste Kante mit den schönsten Blubberblasen. Bei unserem Besuch wechselte ab und zu die Windrichtung, so hatten wir Glück und einige dampffreie Momente an jeder Seite. Je kühler die Luft ist, je mehr Dampf entsteht.


Blubberblasen

Der Champagne Pool ist vor etwa 900 Jahren durch eine hydrothermale Explosion entstanden. Die ständig brodelnde Thermalquelle hat einen Durchmesser von 60 Metern und ist auch rund 60 Meter tief. Das kann man nur erahnen, selbst wenn man direkt davorsteht. Die Wassertemperatur liegt hier konstant bei 74 Grad Celsius und es steigen ständig kleine Bläschen aus Kohlendioxid auf, so dass das Wasser wie Champagner perlt. Ein sehr treffender Name. Im mineralhaltigen Wasser mit einem einen pH-Wert von 5,4. finden sich Spuren von Gold, Schwefel, Arsen, Silber, Quecksilber und Antimon.

Es gibt eine Bank mit Sonnendach, von der aus sich der gesamte Bereich überblicken lässt, sehr niedrige, symbolische Absperrungen sorgen dafür, das man Grenzen erkennt, die nicht überschritten werden dürfen. Es traut sich auch niemand, die kleinen Hindernisse zu übersteigen - aus ein dermaßen heißes Bad ist wohl niemand scharf. Ein wenig mehr als drei Viertel des Ufers lässt sich aus sehr geringer Distanz beobachten, der Rest ist nicht vom Weg, sondern von den Ablagerungen der benachbarten Artist´s Palette begrenzt und somit nicht begehbar.

Der gesamte Uferbereich der tiefen Quelle weist viele farbenfrohe mineralische Ablagerungen auf; der Übergang von intensivem Orange nach dunklen Grüntürkis ist wunderschön und beim längeren Betrachten der Bläschen kommt fast meditative Stimmung auf. In der Kante des umgebenden Erdreichs sind drei Schichten zu erkennen: die mittlere ist die Asche der Vulkanexplosion des Mount Tarawera. Wir warteten noch einen Augenblick, bis sich auch die letzte dicke Wolke verzogen hatte und die Sonne die Szenerei erheblich erhellte.

Dann liefen wir mehrere Male gegen dem Wind auf dem Weg um den Pool herum, immer dampffreien Stellen folgend. Hier muss man sehr schnell sein mit fotografieren, denn Sekunden später ist die freie Fläche wieder im dichtem Dampf verschwunden. Die Seite hier zeigt eine kleine Auswahl der so entstandenen Fotos. Nachdem wir uns eine ganze Weile am Champagne Pool aufgehhalten hatten, liefen wir weiter den regulären Rundweg entlang. Dieser führt über den heiligen Pfad ducrh dichten Wald zu einem Aussichtspunkt, auf der nächsten Seite vorgestellr. Am Ende führt der Rundweg noch einmal am Champagen Pool vorbei, denn offiziell ist es die Station Nummer 21.



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