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WELLINGTON

Unser Besuch in der Hauptstadt Wellington diente eigentlich primär zwei Zwecken: das Museum Te Papa zu besuchen, dem ich eine eigene Seite gewidmet habe, und dorthin ausgewanderte Bekannte mal wieder zu treffen. Von der Weinregion Martinborough und einem Ausflug zur südlichen Landspitze der Nordinsel, Cape Palliser, kommend erreichten wir Wellington am Nachmittag. Von Upper Hutt über Lower Hutt bis entlang am Wellington Harbour geht es lange Zeit auf dem gut ausgebauten Highway bergab.

Da wir keine Lust hatten mit dem riesigen Camper in die Innstadt zu fahren, suchten wir einen Campingplatz in halbwegs zentraler Lage und fanden einen Stellplatz am Capital Gateway Motel nah am State Highway 1, Ausfahrt Newlands off ramp an der Newlands Road. Das war eher ein besserer Parkplatz mit Stromanschluss, außerdem war es sehr voll, weil hier in der Nähe die Fähren zur Südinsel ablegen. Und viele, die am frühen Morgen damit weiterfahren wollten, mieten sich hier schön zentral ein.

Zur Dämmerung wurden wir von unserem Bekannten abgeholt und verbrachten einen schönen Abend in einem hervorragenden, preisgünstigen indischen Restaurant im Zentrum. An einem Freitagabend ist in Wellington die Hölle los, überall laute Musik in den Kneipen und trotz frischem Wind leicht bekleidete junge Leute. Wir lernten, daß die Parkplatznot in Wellington eine ganz besondere ist: Nur wenig abseits der City gibt es in den Wohngebieten nicht nur Sperrflächen für Einfahrten oder die Feuerwehr, sondern auch für Anwohner, und die steilen Straßen erfodern eine gute Handbremse.

Am nächsten Tag besuchten wir das Museum Te Papa, aber Regen und Wind verleideten uns einen längeren Aufenthalt in "Windy Town", wie Wellington auch genannt wird. Nur wenige Augenblicke schaute die Sonne mal durch eine Wolkenlücke vorbei. So besuchten wir weder das Parlamentsgebäude mit dem neuen Kabinettsgebäude Beehive, die Cable Car und den dadurch an die City angeschlossenen Botanischen Garten mitsamt Aussichtspunkt oberhalb der Universität noch andere Sehenswürdigkeiten und verließen die Stadt am Nachmittag in Richtung Norden, um uns noch das Southwards Cars Automuseum anzuschauen.

Daher gibt es auch nur wenige Wellington-Bilder auf meiner Webseite. Die nächste Nacht verbrachten wir in Wanganui, eine hübsche Stadt, die uns sehr gut gefiel. Für uns war Wellington eine Stadt, für die man etwas mehr Zeit und Ruhe braucht, als wir uns dafür in diesem Urlaub nehmen wollten. Vielleicht ein anderes Mal mit schönerem Wetter und mehr Lust auf Stadtverkehr.


Zwischen Meer und Grün

Die Lage von Wellington ist wunderbar, vor allem Segler finden in den Gewässern vor der Stadt ihr Paradies. Mit ihren ca. 183.900 Einwohnern ist Wellington die sechstgrößte Stadt des Landes und fast alle Bewohner leben in einem Umkreis von 3 km vom Meer. Gemeinsam mit dem Hutt City Council, dem Upper Hutt City Council und dem Porirua City Council wird Greater Wellington gebildet, einem Großraum und mit über 370.000 Einwohnern und somit das zweitgrößte Ballungsgebiet in Neuseeland. Die Stadt ist liegt zwischen einem malerischen Hafen und einer grünen Hügellandschaft, in der viele Szenen aus "Herr der Ringe" gedreht wurden. In der Sprache der Maori heißt der Ort Te Whanganui-a-Tara.

Hier weht oft ein starker Wind, aber die Sonne scheint öfter als in Auckland oder London, leider wollte sie nicht so recht bei unserem Besuch. Dafür gibt es öfter mal ein Erdbeben, auch davon blieben wir bei unserem kurzen Aufenthalt verschont. Die schroffen Gebirgszüge in der Umgebung muss man erst einmal überwinden muss um in die Stadt zu kommen. Die Fahrt über hohe Pässe ab Featherston ist spektakulär.

In Wellington findet man gute Einkaufsmöglichkeiten (wir waren leider am Wochenende dort und können das nicht aus Erfahrung bestätigen), professionelle Theatervorstellungen, moderne Architektur, und viele Cafés und Restaurants – und das alles auf engem Raum.

Denn Wellington ist nur zwei Kilometer breit und kann von daher ganz gut zu Fuß erforscht werden, die Innenstadt hat man in gut 20 Minuten durchquert. Nach einer Stunde Fahrzeit steht man mitten in der Natur, wie zum Beispiel weiter nördlich auf der Naturparkinsel Kapiti Island an der Westküste, im Karori Wildlife Sanctuary oder man fährt mal eben rüber auf die einsamere Südinsel.

Die Stadt hat einige Superlative zu bieten, so ist Wellington die am südlichsten gelegene Hauptstadt der Welt und die einzige Hauptstadt polwärts des 40. Breitengrades. Angeblich kann man hier auch in der ersten Hauptstadt der Welt auf das neue Jahr anstoßen. Dies kann sich aber nur auf Festlandshauptstädte beziehen, denn die drei Hauptstädte von Tuvalu, Fidschi und Tonga liegen alle noch weiter östlich in Richtung Datumsgrenze.


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Wellington


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