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ALLGEMEINES

Der Tongariro Nationalpark im Herzen der Nordinsel zieht die Besucher magisch an und ist weltweit bekannt. Er liegt zentral auf den Wegen von Nord nach Süd, ist einfach zu erreichen und bietet landschaftlich einen schönen Kontrast zum sonst üblichen Gras- und Weideland und zu den Wäldern der umgebung. Im Zentrum des Parks befinden sich drei aktive Vulkanberge: der Tongariro (1.968 m), der Ngauruhoe (2.291 m) und der höchste, der Ruapehu (2.797 m).

Die vulkanischen Aktivitäten in dieser Region begannen schon vor ca. 2 Millionen Jahren und sie dauern bis heute an. Der Mt. Ruapehu und der Ngauruhoe zählen zu den aktivsten Vulkanen der Welt. In den letzten Jahren spuckte auch der Vulkan Ruapehu spektakuläre Aschewolken und Dampf gen Himmel, die die umliegenden Skigebiete und Wälder mit einer dicken Schicht überzogen. Das hatte schwere wirtschaftliche Schäden für die gesamte Region zur Folge. Bilder und Videos davon kann man im Vistor Information Center ansehen. Der Mt. Ngauruhoe brach im Jahr 1974 zum letzten Mal aus.

Der Tongariro war nach seiner Gründung im Jahr 1887 Neuseelands erster Nationalpark und der vierte weltweit. Seit 1991 steht er auf der UNESCO Liste "Erbe der Menschheit". Im geschützten Gebiet findet man auf relativ engem Raum im Winter belebte Skigebiete, einige heiße Quellen, international bekannt Wanderwege und unfruchtbare, erkaltete Lavaströme. Hier lagen zu Recht die Sümpfe von Mordor, dem schwarzen Land in der berühmten Trilogie "Herr der Ringe". Die Filmcrew hat hier viel gedreht und die Landschaft war einige der wenigen, die wir aus dem Film auch vor Ort wieder erkannten.

Die Flora bietet Hochgebirgskräuter, Flchten, Grasbüschel, Besenheide, Grasbaum und Flachs und auch Buchenwälder. Alle Pflanzen finden hier einen einen rauen und in Teilen instabilen Lebensraum und kämpfen ums Überleben. Nur im Norden und Westen des Parks gibt es noch Wald auf einer Fläche von 30 Quadratkilometer und bis zu einer Höhe von 1.000 Metern, der den Ausbruch des Vulkans im heutigen Tauposee überlebt hat.

Die seltenen, einheimischen Lebewesen bekommt man als Besucher eher selten zu sehen, nur ausgestopft im Besucherzentrum. Die beiden endemischen Fledermausarten bekommt man sicher gar nicht zu Gesicht, bei Vögeln hat man noch die größten Chancen. Hier leben Streifenkiwi, Kaka, Saumschnabelente, Tui, Rotkehlchen, Sittiche und einheimische Tauben.


Geschichte

Die Geschichte dieses Parks reicht zurück bis zur Ankunft des großen Kanus te arawa. Es gibt bei den Marori eine Legende, die entstand, als dieses Volk vor ca. 1.500 Jahren auf der Insel ankam. Einer der Häuptlinge namens Ngatoroirangi kam in der Mitte der Nordinsel an Land. Um Anspruch auf das Land um den beherrschenden Berg Tongariro zu erheben, musste er auf der Spitze des Vulkans ein weithin sichtbares Feuer entzünden. Begleitet wurde er beim Aufstieg von seiner weiblichen Sklavin namens Auruhoe. Ein eisiger Sudwind zog auf und die schneidende Kälte drohte sie beide zu töten. Häuptling Ngatoroirangi rief seine Schwestern, Priesterinnen auf den Pazifischen Heimatinseln Hawaiiki, ihm wärmendes Feuer zu senden. Die Schwestern schickten Feuer, es hinterließ eine Reihe von vulkanischen Öffnungen: Tongatapu, Whakaari (White Island), Rotorua und Tokaanu, bevor es schließlich Ngatoroirangi an den Hängen des Tongariro erreichte. Ngatoroirangi opferte Auruhoe und warf ihren Körper in den Vulkan. Dieser trägt bis heute ihren Namen: Ngauruhoe.

Vor 200 Jahren kamen dann die ersten Weißen an und wie überall auf den Inseln bedrohen auch hier in der Region schnell Kahlschlag und Schafzucht den heiligen Berg des Tuwharetoa Stammes und die Quelle ihrer Macht. Hier ruhen ihre Vorfahren und der Berg legitimierte ihren Anspruch auf dieses Land. Um zu verhindern, dass es in private Hände fiel und weiter genutzt und ausgebeutet wird, machte Häuptling Tukino Te Heuheu den Berg Tongariro am 23. September des Jahres 1887 der Regierung von Neuseeland offiziell zum Geschenk - mit der Auflage, ihn fur alle Menschen zu schützen und zu einem besonderen Ort zu machen.


Anfahrt und Klima

Wer mit dem Fahrzeug anreist, der kommt bequem zu allen wichtigen Punkten und Skigebieten. Der Park liegt in der Mitte der Nordinsel, südlich des Lake Taupo, westlich des Highway 1 (Desert Road) zwischen Turangi und Waiouro und östlich des Highway 4 zwischen Taumarunui und Raetihi. Regelmäßig verkehren Busse von und nach Ohakune, National Park (das ist ein Ortsname) und Turangi zum Park. Einige Transportunternehmen der Region bieten auch Fahrten zu abgelegeneren Teilen des Parks an, Infos bekommt man in den örtlichen Besucherzentren.

Wir übernachteten in Turangi am Lake Taupo und fuhren am nächsten Morgen zum Nationalpark. Konnte man am Tag vorher noch alle Vulkane von Taupo aus sehen, hüllten sie sich an unserem Ankunftstag in Wolken. Es nieselte und der Wind blies sehr stark. Laut Wetterbericht sollte sich das auch so schnell auch nicht ändern.

Wir beschlossen, weiter in Richtung Süden zu fahren, der Regen sollte uns noch eine Weile verfolgen. An eine längere Wanderung war bei diesem Mistwetter nicht zu denken. Eine kurze Auffahrt zum Turoa Skifield und wir standen mitten im Schnee. Ein paar Tage später hatten wir dort strahlenden Sonnenschein beim zweiten Besuch.

Ein paar Tage später campten wir am Strand von Mokau und sahen am Morgen völlig unerwartet den Vulkan Taranaki in voller Schönheit. Blitzschnell kalkulierten wir auch mit schönem Wetter am Tongariro und fuhren spontan nochmals einige hundert anstrengende Kilometer hin. Sahen schneebedeckte Vulkane im Sonnenlicht und fuhren noch einmal nach Whakapapa und zu dem darüber liegenden Skigebiet. An eine Wanderung war wegen starkem Wind immer noch nicht zu denken.

Beste Reiseziet im Park ist von Dezember bis Februar, dann ist es aber auch richtig voll. Im März hat man meist klare, aber kalte Tage. Von Juli bis September findet man dann Skizirkus in den höheren Regionen. Erster Weg im Park sollte immer das Whakapapa-Besucherzentrum am Haupteingang sein, denn hier bekommt man von den Rangern stets aktuelle Wettermeldungen. Die alpine Bergregion überrascht oft auch mit allen 4 Jahreszeiten an einem Tag.

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