Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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IM PARK

Fährt man in den Nationalpark hinein, erreicht man als erstes nach dem Abzweig von der Hauptstraße den winzigen Ort Whakapapa am Fuße des mächtigen, schneebedeckten Mount Ruapehu. Hier dominiert linkerhand das Luxushotel Bayview Chateau Tongariro vor imponierender Bergkulisse den Ort. Ein beliebtes Fotomotiv mit dem gepflegten Rasen des Golfplatzes im Vordergund. Der erste Weg aller Besucher sollte dann ins Besucherzentrum führen, dem Whakapapa Visitor Center des DOC(Department of Conservation), das sich gleich oberhalb des Hotels ebenfalls auf der linken Seite der Straße befindet. Hier ist es meist ziemlich voll, aber es gibt eine Menge informative Ausstellungen zu Flora, Fauna und Vulkanausbrüchen und leider die ekligsten Toiletten, die ich während meiner gesamten Reise besuchen musste. Interaktive Schautafeln informieren die Besucher und eine sehr gute Reliefkarte zeigt, dass zum Nationaklpark außerdem noch der Rotopounamu-See sowie die Berge Pihanga und Kakaramea (Pihanga Scenic Reserve) gehören, die aber circa drei Kilometer nördlich des eigentlichen Parkgebietes liegen. Ausserdem zeigt diese Reliefkarte anschaulich die verschiedenen Wanderwege mit ihren Höhen und Tiefen. Auf riesigen Leinwänden kann man den letzten Ausbruch mit seinen Auswirkungen auf die Umwelt sehen und den Film natürlich auch als Video kaufen.

Am Infostand der Ranger gibt es dann Wanderkarten, Bildbände und Souvenirs zu kaufen und aktuelle Infos zu Streckenzustand, zu den Schutzhütten und zum wichtigen Thema Wetter kann man hier im persönlichen Gespräch erhalten. Wetterinformationen und Liftinformationen gibt es auch täglich per Radio über den Sender SkiFM: National Park 94.4 - Taumarunui 89.5 - Taupo/Turangi 91.1 - Taihape 89.8 - Ohakune 96.6. Ein paar ausgetopfte Tiere stehen auch herum, so wie der Kiwi auf dem Bild unten. In Natura wird man ihn wohl kaum zu sehen bekommen, dafür muss man schon zum Kiwi Encounter nach Rotorua fahren.

Ein kleiner, rollstuhltauglicher Natur-Rundweg ganz in der Nähe des Whakapapa Visitor Center bietet eine gute Zusammenstellung der einzigartigen Flora und Fauna des Tongariro National Park. Informationen zu Bäumen und Sträuchern der verschiedenen Vegetationszonen findet man hier auf Hinweistafeln.


Übernachten

Der Ort Whakapapa ist winzig, mit einem kleinen und teuren Laden und nur drei unterschiedlichen Übernachtungesmöglichkeiten: dem schon erwähnten Luxushotel Bayview Chateau Tongariro, einem Skotel und einem größeren Holiday Park mit kleinem Laden, auf dem wir eigentlich übernachten wollen. Es gefiel uns aber nicht, wir fanden zum Glück eine wesentlich bessere Alternative nur ein paar Kilometer entfernt. Die meisten Gäste des Nationalparks übernachten hier in Whakapapa oder im gesichtslosen Retortenort namens National Park einige Kilometer entfernt. Dort gibt es Hotel, Backpacker und verschiedene Lodges. Einkaufsmöglichkeiten aber auch dort nur teuer in der örtlichen Tankstelle. Da fährt man besser einen gute halbe Stunde nach Turangi, am Südufer des Lake Taupo.

Wenn man Whakapapa verlässt und aus dem Park herausfährt, kommt man wieder zur Hauptstraße State Highway 47. Dann biegt man nach links ab und schon nach 1,1 Kilometern liegt rechterhand der Eingang zur Discovery Lodge. Geworben wird auf dem Schild aus bürokratisch festgelegten Platzgründen nur für Lodge Accomodation, Restaurant and Bar, wir fanden hier aber auch einen schönen kleinen Campingplatz mit nur wenigen Gästen. Zentraler und schöner, mit direktem Blick auf die Vulkane, kann man nicht wohnen. Der separate Aufenthaltsraum, die Küche und die Sanitäreinrichtungen für die Camper sind zwar nicht so toll, aber wir waren ja Self-Contained und hatten alles an Bord. Und für NZ$10 pro Person gab es hier einen schönen ebenen Stellplatz mit Strom. Es gibt auch im Haupthaus ein nettes kleines Restaurant, ein Bar, eine Aufenthaltsraum mit TV und alle Sorten von Unterkünften, von der Backpacker Lodge über Studios und Chalets mit Selbstverpflegung.

Absoluter Pluspunkt der Lodge ist die einmalige Lage und der unschlagbar frühe Transport zum Startpunkt der Tongariro Crossing Wanderung, weiter unten beschrieben. Noch ein größerer Pluspunkt ist der nette Manager Callum Harland, nicht zu übersehen mit seinen roten Haaren. Wir haben am Abend noch lange zusammengesessen und ihm unsere Patagonienbilder auf dem Laptop gezeigt. Er wird sich wahrscheinlich an die zwei reiselustigen Deutschen mit dem Laptop erinnern, die anschließend noch mit ihm seinen letzten Ouzo getrunken haben. Wenn jemand hinkommt, bitte Grüsse von Ingrid und Michael bestellen.


Wanderungen

Die Hauptaktivitäten im Nationalpark sind Wandern und Bergsteigen im Sommer und Skifahren und Snowboarden im Winter. Angeln, Mountainbike fahren und Reiten kann man das ganze Jahr. Zahlreiche Veranstalter in den Orten rund um den Park bieten Organisiertes. Es gibt eine Menge Wanderungen im innerhalb des Nationalparks, die hier alle aufzuzählen würde den Rahmen der Seite sprengen. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit, macht es sicherlich eine Menge Spass sich in dieser grandiosen Kulisse die Beine zu vertreten. Einfache Hütten befinden sich verteilt über den Park, sie sind durch Wanderrouten miteinander verbunden. Wir hatten leider kein Glück bei unserem ersten Besuch und beim zweiten Mal war es zwar sonnig, aber trotzdem sehr windig.

Der berühmteste Wanderweg, die Tongariro Crossing, war wegen Wind sogar gesperrt – auch wenn wir gewollt hätten, keine Chance in diesen Tagen. Über den Weg ist schon so viel geschrieben worden, die einen halten ihn für den Höhepunkt ihrer Reise, die anderen finden es traurig, dass täglich in der Hochsaison bis zu 600 Menschen den 8 Stunden dauernden Weg entlanglaufen. Wer Einsamkeit sucht, der ist hier fehl am Platz. Jeder Wanderer sollte über entsprechende Ausrüstung verfügen, denn alle vier Jahreszeiten können hier an einem einzigen Tag erlebt werden. Vorraussetzung sind feste Wanderschuhe, warme Thermo-Kleidung, Regenschutz, Handschuhe, Sonnenschutz, Kopfbedeckung, Sonnenbrille, Erste Hilfe Päckchen und natürlich ausreichend Wasser und Essbares.

Auch wenn wir den Weg nicht gegangen sind, ein ganz besonderer Tipp: Auf jeden Fall in der Discovery Lodge übernachten, denn hier ist man am nächsten dran am Ausgangspunkt zum Track. Es wird Transport angeboten und mit dem Kleinbus der Discovery Lodge ist man garantiert der erste vor Ort. Er verlässt die Lodge schon um 6:00 Uhr und weil man nur "um die Ecke" fährt ist man noch vor 6:30 auf dem Track und begrüßt dort fast alleine den Sonnaufgang. Die Massen der Wanderer werden ab 7:00 Uhr am Parkplatz abgeladen und aus allen Himmelsrichtungen gebracht, am Ende der Wanderung warten die Busse dann am Nachmittag an einem anderen Parkplatz in Ketethi, dem Endpunkt der Tongariro Crossing. Der Hin- und Rücktransport von der Discovery Lodge kostet $25 pro Person. Ein toller und einzigartiger Service.

Google Map zum Thema

Tongariro Nationalpark

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