Archiv : Die Infos und Bilder auf dieser Seite sind aus dem Jahr 2005

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HAMILTON ZOO

Im Waikato District, etwa eineinhalb Autostunden südlich von Auckland, befindet sich die Stadt Hamilton, bekannt für die Hamilton Gardens, die beiden Hochschulen University of Waikato und dem Waikato Institute of Technology sowie den Hamilton Zoo. Die Stadt am Waikato River zählt ca. 120.000 Einwohner, davon sind 25.000 Studenten. Wir hatten in der Nacht zuvor auf dem abgelegenen Campingplatz von Kawhia übernachtet, kurz den Surferort Raglan besucht und kamen nun mit unserem Camper in Hamilton an, um die Hamilton Gardens zu besichtigen. Die Fahrt mit unserem 6-Meter-Camper in diesem städtischen Gebiet mit viel Verkehr war mehr als nevenaufreibend. Rund um Hamilton in einem Umkreis von weniger als 250 Kilometer leben etwa 1,5 Millionen Menschen, das sind 40% der gesamten Bevölkerung von Neuseeland. Dem enstprechend hoch war hier das Verkehrsaufkommen.

Unterwegs sahen wir ein Hinweißchild zum Hamilton Zoo und beschlossen spontan, uns nicht weiter in die Innenstadt hinein zu quälen und bogen ab, um den Zoo zu besuchen. Wir hofften auf einige Bilder von den wenigen neuseeländischen Tierarten, die man in freier Wildbahn so gut wie nie zu Gesicht bekommt. Ausserdem hatten wir gelesen, dass sich hier das größte begehbare Vogelhaus in der südlichen Hemisphäre befindet.


Rundgang

Der Zoo von Hamilton ist täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet und wir kamen gegen Mittag dort an. Am Zoo angekommen zahlten wir preiswerte NZ$10 pro Person und begannen den Rundweg. Direkt am Eingang befindet sich ein Café und wir beschlossen später dort eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken. Benannt ist es treffend nach einem ausgestorbenen einheimischen Vogel Café Moa's Ark (Arche Moa). Doch zuerst wollten wir das Reptilienhaus anschauen und hier erwartete uns gleich die erste Enttäuschung: Es war zurzeit wegen Bauarbeiten geschlossen. Das hatte man uns an der Kasse nicht gesagt, das heftigste aber war, dass nicht innerhalb des Hauses die Bauarbeiten stattfanden, sondern im Weg zum Haus eine Leitung verlegt wurde. Und es gab scheinbar keine Möglichkeit, die wenigen Besucher an diesem Tag auf einem anderen Weg ins Haus zu lassen. Und das in einem Land, in dem bei Bauarbeiten an Straßen ständig Staus und on-way-Lösungen für den Verkehrsfluss existieren. Na ja...

Beim Rundgang sahen wir schöne und große Gehege, für Fotografen oft auch ohne störende Zäune und Gitter. Der Zoo beherbergt mehr als 550 neuseeländische und exotische Tierarten, allerdings herrschte doch in manchen Teilen ein gewisser Tiermangel und einige der Gehege standen leer. Die Anlagen erstrecken sich weitläufig über 20 Hektar, und die Tiere sind so weit möglich im Freien in ihren natürlichen Lebensräumen untergebracht. Darüber hinaus beteiligt sich der Zoo auch an Zuchtprogrammen für bedrohte Tierarten.

Es gab einige interessante Tiere im Zoo, vor allem das Rhinobaby hatte es uns angetan. Die Nashörner leben hier in einem sehr großen Gehege mit viel Auslauf, wir brauchten schon einige Minuten Fußmarsch von einem Ende zum anderen. Auch die übrigen afrikanischen Tiere haben Platz und werden teilweise gemischt gehalten, wir bekamen direkt Sehnsucht nach Afrika beim Betrachten. Sehr schön sind auch die Wildhunde und die Sumatratiger untergebracht. Höhepunkt ist die 17 Meter hohe und sehr weitläufige Voliere, die größte in der südlichen Hemisphäre. Leider sahen wir darin nur relativ wenig Vögel - die hatten genug Büsche, Bäume und Sträucher, um sich auf hunderten von Quadratmetern vor uns zu verstecken. Schön sind auch die weitläufigen Pflanzungen mit einheimischen Bäumen und Sträuchern. Die Sonne schien sehr stark und nach einer Weile lechzten wir nach Schatten und nach einer Tasse Kaffe.


Kaffeedurst

Gegen Ende des Rundgangs wollten wir uns im Café noch einen Kaffee und etwas Süßes gönnen. Eine Stunde vor der auf einem Schild ausgewiesenen Schließzeit, die wiederum noch vor der Schließung des Zoos lag, waren wir vor Ort und wollten bestellen. Das Mädel hinter der Theke teilte uns lapidar mit, dass es keinen Kaffee mehr gebe, weil sie gerade die Kaffeemaschine sauber gemacht habe. Servicewüste Neuseeland? Wir beschlossen spontan, auch auf das Essen zu verzichten und anderswo den begehrten Stoff zu trinken, da wir auch im Camper keinen mehr hatten und erst einmal einkaufen mussten.

So fragten wir an der Kasse des Zoos nach einer Möglichkeit, in der Nähe einen Kaffee zu bekommen. Die Damen dort überlegten und diskutierten lange. Auf die Idee, im Zoo selbst gäbe es doch auch ein Café, kam niemand. Na ja, die nächste Möglichkeit die auch mit unserem Montercamper zu erreichen war, hiess: Burger King!

Wir gingen dann lieber doch erst einmal einkaufen und verließen Hamilton im dichten Verkehr so schnell wie möglich in Richtung Norden. Am späten Nachmittag erreichten wir dann den Campground an den Waingaro Hot Springs. Mit einem zur dieser Zeit noch geschlossenen, ziemlich abgehalfterten kleinen Vergnügunspark, der gerade von deutschen Hilfkräften unter Aufsicht der Besitzerin neu und bunt angepinselt wurde. An dem Tag hatten wir wohl in vielen Dingen einfach kein Glück, denn das Becken mit dem schönen warmen Wasser wurde gerade entleert. Als Ausgleich lernten wir später aber noch unsere netten, neuseeländischen Nachbarn kennen und der Abend wurde beim gemeinsamen Essen und Weintrinken dann doch sehr schön.

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