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TARANAKI

Der mächtige Vulkan Taranaki, auch Egmont Volcano genannt, hüllte sich in Wolken bei unserer Annäherung auf dem Forgotten World Highway, aus Richtung National Park kommend. Bei schönem Wetter sieht man seine mächtigen Schneefelder sogar vom Tongariro Nationalpark, mitten im Zentrum der Nordinsel, aus. Mächtig und beeindruckend steht der 2.518 Meter hohe Vulkan mit perfekter Spitzkegelform in der Landschaft. Er diente bei Filmaufnamen für "Last Samurai" als Fuji-san-Ersatz und wird auch liebevoll Kiwi-Fuji genannt. Als Solitär liegt er alleine im Westen der Nordinsel und beherrscht die gleichnamige, fruchtbare Region rundum, die von drei Seiten von der Tasmanischen See umgeben ist. Die Küstengewässer heißen hier North Taranaki Bight und South Taranaki Bight.

Der Taranaki hat seine Aktivität erst vor ca. 135.000 Jahren eingestellt und ist somit noch ein recht junger Vulkan. Er gilt als ruhend, aber nicht erloschen und könnte eines Tages wieder Feuer speien. Die Maori nannten ihn schon immer Taranaki. Allerdings wurde er dann bei der Ankunft von James Cook von diesem nach dem Earl of Egmont, welcher niemals in Neuseeland, aber Schirmherr seiner Expedition war, in Mount Egmont umbenannt. Erst in neuerer Zeit besann man sich wieder auf den alten Namen, nur der umliegende Egmont National Park behielt den Namen des englischen Adeligen, ebenso das im Westen liegende Cape Egmont. Der 33.000 ha große Nationalpark hat 13 Zugänge und ein dichtes Netz aus Wanderwegen und ist somit Neuseelands zugänglichster Park. Oben gibt es ein einziges Skigebiet, das Manganui Skifield, welches man vom Stratford über das Stratford Mountain House in 875 Metern Höhe erreicht.

Hier sind einige interessante Links zum Vulkan, zum Nationalpark und der umliegenden Region:


Regen

Als wir den kleinen Ort Stratford am Fuße des Vulkans erreichten, konnten wir nur erahnen dass dort ein hoher, schneebedeckter Berg lag. Aber wenn man schon mal vor Ort ist, dann will man auch hinauf. Also fuhren wir eine schmale, kurvige Straße hoch hinauf zur Bergstation. Unten ist es noch alles dicht und Grün und etwas sonnig, oben regnete es, der Wind blies sehr heftig und kalt und man sah kaum die Hand vor Augen. Also besichtigten wir die kleine Ausstellung im Besucherzentrum, tranken einen Kaffee und fuhren wieder zurück ins Tal.

In den Sommermonaten kommen die Bergssteiger zum Taranaki, denn dann kann er auch ohne Kletterausrüstung bestiegen werden. Todesfälle sind hier keine Seltenheit, denn das Klima wechselt ständig und ist unberechenbar. Das vom Meer kommende Wetter wird vom Berg aufgehalten und sorgt für ein sehr feuchtes Klima. Die Leute in der Region sagen "If you can't see the Mountain, then it's raining and if you can see it, then it is going to rain".

Also erlebten wir an dem Tag unseres Besuches eher die Regel als die Ausnahme. Immerhin konnte man auf Bildern in der Ausstellung im North Egmont Visitor Center die Schönheit des Berges bestaunen. Schulkinder hatten Bilder vom Vulkan gebastelt, die ebenfalls zu bewundern waren. Auf den folgenden Aufnahmen sind sie zu sehen. Wieder unten angekommen lag später eine dichte Wolkendecke über dem Vulkan, die Umrisse des Berges waren so wenigstens zu ahnen und die Sonne kam dann auch ein wenig raus. Rundum blauer Himmel, oben auf dem Gipfel wahrscheinlich weiter Regen.


Sicht

Als wir am Abend im kleinen Ort Mokau ankamen, hatten sich die meisten Wolken verzogen und aus der Ferne im Sonnenuntergang konnten wir die Silhouette des Berges deutlich sehen. Am nächsten Morgen trauten wir dann unseren Augen kaum: Der Taranaki war vollkommen frei und lag in voller Pracht in der Sonne. Leider über 100 Kilometer von unserem Standort entfernt, aber trotzdem schön und beeindruckend. Blitzschnell überlegten wir: Noch einmal zum Taranaki zurück? Wenn er frei liegt, dann sind sicher auch die Berge im Landesinneren frei. Spontan entschlossen wir uns für die lange Fahrt zurück zum Tongariro Nationalpark, den wir bis dahin auch nur in Wolken und Regen gesehen hatten. Es hat sich gelohnt, denn auch dort war wunderschönes Wetter.



Google Map zum Thema

Der Taranaki


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