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Warzenschweine

FLORA UND FAUNA

Das Klima im Addo ist gemäßigt bis warm, dabei gibt es keine Trockenzeit, sondern es kann zu jeder Jahreszeit mal Regnen - mit etwa 450 mm pro Jahr etwas mehr als halb so viel wie in Deutschland. Dies heißt für Afrika, dass die Vegetation immer Nahrung für die Wildtiere bietet und das Reservat das ganze Jahr hindurch geöffnet ist. Die manchmal sehr drückende Sommerhitze wird durch eine kühle Seebrise gemäßigt.

Es gibt nicht nur Elefanten im Addo National Park, sondern auch zahlreiche Kudus und diverse andere Antilopenarten. Buschbock, Kuh- und Elen-Antilopen und den Kap-Geisbock findet man im Addo.

Auch Schabrakenschakale, Wüstenluchse, Stachelschweine und Warzenschweine mit hoch in die Luft gereckten Schwänzen kann man am Wegesrand und an den Wasserlöchern beobachten. Schildkröten in jeder Grösse kreuzen ebenso den Weg wie flinke Insekten und kleine Echsen.

Elefant

Außerdem gibt es im Addo eine der wenigen Büffelpopulationen Südafrikas ohne Maul- und Klauenseuche. Sie haben einen hohen kommerziellen Wert, da sie frei gehandelt werden können. Die Büffel sind vorzugsweise nachtaktiv und bilden keine Herden, wie sonst überall in Afika, sondern leben in kleinen Familienverbänden. Meist führt eine Leitkuh die Gruppe an.

Bekannt ist der Addo neben den Namensgebern, den Elefanten, vor allem auch für einen wesentlich kleineren Bewohner, der allerdings mit den Dickhäutern in Symbiose lebt: der Pillendreher. Man muss auf den Wegen vorsichtig fahren, denn auch hier liegen die Objekte, die für die dicken schwarzen Käfer von großem Interesse sind: die Dunghaufen der Elefanten.

Die Tierchen haben hier Vorfahrt, es gibt sogar ein eigenes Straßenschilder für sie.

Der Flightless Dung Beetle, der in Südafrika nur noch in dieser kleinen Region zu finden ist, rollt aus dem Elefantenmist große Brutbälle für seine Larven und transportiert sie in unterirdische Brutkammern. So ergibt sich ein perfektes Recycling-System: die doppelt verdaute Pflanzennahrung wird als Dünger wieder direkt in den Erdboden eingebracht. Leider konnten wir keines der Tierchen fotografieren...

Die Vogelwelt ist mit 185 verschiedenen Arten gut vertreten und abwechslungsreich. Strauße, Wachteln, Glanzstare und diverse Taubenarten lassen sich leicht in dichten Busch entdecken. Raubvögel sind hier seltener.

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Schabrakenschakal am Wasserloch

Flora

Hauptsächlich besteht der Bewuchs im Addo aus niedrigen Sträuchern und Büschen. Hinter denen kann sich allerdings ein Elefant durchaus verstecken. Manchmal schaut nur der grau-braune Rücken über dem Grün hervor. Man glaubt es kaum, aber man entdeckt die riesigen Tiere im Gebüsch recht schwer, wenn sie nicht direkt neben dem Weg stehen, siehe Foto.

Gut getarnter Elefant

Dominierende Pflanze und bevorzugte Elefantenspeise ist der pinkfarben blühende Speckbaum (portulacaria afra) mit seinen kleinen, saftigen Blättern und einer Höhe bis zu 3 m. Diese Sukkulente besitzt einen sehr hohen Wassergehalt und ist nahrhaft und schmackhaft, daher fressen auch die meisten Huftiere die Blätter. Das Spekboombveld bedeckt 80% der Reservatsfläche. Daneben wachsen diverse Aloenarten, Vygies (Mesembryanthemum) und Pelargonien.

Auffällig ist auch der Thorny Taaibos, dessen ungewöhnlich lange, helle Dornen weit über die Blätter hinausragen.

Auf weiten Ebenen und auf den Feuerschneisen lassen dich die Tiere sehr gut beobachten, vor allem die Wasserlöcher ziehen sie magisch an. Manchmal überqueren ganze Elefantenherden mit Jungtieren die Straße und dann heißt es für die Autofahrer anhalten, denn die Tiere haben hier Vorfahrt. Langsam zupfen sie Grassbüschel aus und fressen in Seelenruhe nur wenige Meter vom Auto entfernt.

Wanderer können in einem abgetrennten, 400ha großen und elefantensicheren Reservat die Flora und Klein-Fauna in aller Ruhe aus der Nähe betrachten. Der Spekboom Trail ist 12 km lang und man benötigt ca. 3-4 Stunden.

Es gibt zwar einige Bäume im Park, doch kaum einer ist höher als 5 m, denn bevor er eine gewisse Höhe erreichen kann, wird er von den gefrässigen Dickhäutern zurechtgestutzt. Zur Erforschung des Wildfrasses gibt es einige eingezäunte Kontrollflächen, an der Biologen überprüfen, ob und wie stark die Elefanten die Vegatation schädigen.

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Antilope

Video zum Thema

The Elephants Of Addo

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