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Rotary Drive, Hermanus

VERKEHR

Autofahren in Südafrika ist eigentlich ein Vergnügen. Meist übernimmt man seinen Leihwagen von einem der zahlreich vertretenen großen und kleinen Anbieter schon am Flughafen, oder lässt ihn sich ans Hotel liefern. Das hat bei uns immer reibungslos geklappt.

Eine erweiterte Versicherung auch gegen Diebstahl ist empfehlenswert. Damit reduziert man den Selbstbehalt von etwa 1000 Euro auf 300, 200 oder sogar Null. Reifen und Scheiben sind da aber so gut wie nie inbegriffen. Interessant ist eine goldene Kreditkarte, wo die Versicherung für Mietwagen weltweit eingeschlossen ist.

Allgemein sind die Mietwagen aber teurer als das allgemeine Preisniveau, weil man hier ja gezielt die reichen Touristen als Kunden hat. So kostet zum Beispiel ein VW-Passat für 4 Wochen mit Vollkasko in Südafrika oft das gleiche wie in Deutschland - ganz schön happig. Hier lohnt es sich, nach Schnäppchen bei großen Anbietern Ausschau zu halten.

Der internationale Führerschein ist nötig, auch wenn er nicht unbedingt beim Anmieten verlangt wird und viele behaupten, sie hätten noch nie einen gebraucht. Sollte man aber doch mal einen Unfall haben, dann ist es besser die Gesetze in jedem Punkt beachtet zu haben und dazu gehört nun mal das Mitnehmen eines internationalen Führerscheins. Der gilt nur in Verbindung mit dem Nationalen Schein und man sollte sich rechtzeitig darum kümmern. In Deutschland wir er neu nämlich nur ausgestellt, wenn man schon den neuen EU Führerschein hat. Fahrer mit grauem oder rosa Lappen müssen zuerst den EU Führerschein beantragen, das dauert einige Wochen und bei knappen Terminen kostete das im Jahr 2002 ganze 24 Euro Expresszuschlag für den 48-Stunden-Service.

An den Linksverkehr gewöhnt man sich je nach Typ eigentlich sehr schnell, vor allem da man als Fahrer ja schon auf der richtigen Seite sitzt. Problematischer ist da schon, dass am Lenkrad Scheibenwischerhebel und Blinker spiegelverkehrt angebracht sind. Das führt in schwierigen Situationen schon mal dazu, daß man beim Abbiegen mit dem Wischerblatt die Fahrtrichtung anzeigen will. So etwas passiert zum Teil auch noch nach mehreren Wochen Eingewöhnung.

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Unbedingte Vorraussetzung, das Autofahren zum Vergnügen für Europäer zu machen, ist allerdings eine Klimaanlage. Besonders in den Sommermonaten kann es draußen doch sehr heiß werden. Eine Automatik erleichtert das Leben auch ungemein, man muss sich nicht mehr mit der falschen Hand ums Schalten kümmern.

Kassetten oder CD's mitzunehmen lohnt sich hier weniger, da man fast überall einen guten Radioempfang hat und nette Sender wie KFM oder Radio Algoa mit viel Musik hören kann. Das Programm und die Werbung sind abwechselnd auf englisch und Afrikaans.

Wenn man Mitglied in einem Automobilclub ist (zum Beispiel im ADAC) kann man gegen Vorlage des gültigen Mitgliedsausweises auch in jedem AA-Büro - AA ist die Automobile Association of South Africa - Kartenmaterial, Rat und Hilfe bekommen.

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Gravel Road Cape Hangklip

Die Fahrbahn

Das Straßennetz in Südafrika ist sehr gut ausgebaut, auch die kleinen Nebenstrecken haben Nummern, die mit einem R beginnen. Die mit N gekennzeichneten Straßen sind die Hauptverbindungswege durchs Land und oft zur Autobahn ausgebaut.

Egal ob im städtischen Bereich oder auf der Landstraße, weit ab von jeder Zivilisation, ob auf Autobahn oder Feldweg - in Südafrika muss man immer und überall mit Fußgängern und Tieren auf der Fahrbahn rechnen. Manchmal sitzt jemand im Schatten am Straßenrand und wartet auf ein Sammeltaxi, manchmal taucht ein Wanderer wie eine Fata Morgana am Straßenrand auf, obwohl weit und breit kein Hof oder Ort zu sehen ist.

Die schwarze Bevölkerung muss zum Teil lange Märsche in Hitze und Staub auf sich nehmen, um zum Arbeitsplatz, zur Schule oder zum Einkaufen zu gelangen. Man sollte also immer mit erhöhter Vorsicht fahren. Auch mit diversen Tiere ist zu rechnen, ob Schildkröten, Antilopen oder Rinder. Das Verkehrschild für Wildwechsel zeigt ein springendes Kudu.

Wichtige zweispurige Straßen sind durch Standstreifen meist so breit, dass mühelos auch bei Gegenverkehr überholt werden kann. Beim Überholen muss man jedoch auch ebenfalls auf Personen achten, die auf dem Randstreifen laufen, Fahrradfahren oder Früchte verkaufen. Auch innerorts hält auf einmal ein Pickup vor einem und 12 Personen auf dem Weg zur oder von der Arbeit springen von der Ladefläche und wimmeln auf der Straße herum.

Es ist allgemein üblich, dass langsamere Fahrzeuge einem schnelleren Platz machen und so weit wie möglich nach links ausweichen. Der Überholende bedankt sich dann mit einem kurzen, zweimaligen Zwinkern mit der Warnblinkanlage, der Überholte antwortet mit einem Aufblitzen der Lichthupe.

Zusätzlich zu den Hauptsrecken gibt es zahlreiche unasphaltierte Nebenstrecken. Keine Angst, die sind meist gut ausgebaut und problemlos mit einer Limousine zu befahren. Wenn die Strecke eine offizielle Nummer hat, dann kann man sie bedenkenlos nehmen. Nur in den Cedarbergen hatten wir einen Platten, weil wir zu nah an den steingen Rand gefahren waren, wo der Grader all die spitzen Steine hingeschafft hatte.

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Vorfahrt beachten in Afrika / Addo Elephant Park

Tankstellen

Tankstellen gibt es überall entlang der National- und Landstraßen. Viele haben 24h geöffnet. Ganz wichtig zu wissen: An Tankstellen kann man leider nicht mit Kreditkarten bezahlen! Also immer genug Bargeld dabei haben, etwa 250 Rand für einen vollen Tank. Benzin ist für unsere Verhältnisse preiswert und kostet um die 4 Rand pro Liter.

Anfangs etwas ungewohnt ist der Fullservice an den Tankstellen. Man kommt dort an, kurbelt die Scheibe runter und sagt dem herbeieilenden Servicepersonal was man will. Das Benzin wird mit aller Sorgfalt eingefüllt, bis der Tank wirklich voll ist. Dabei kann man beobachten, wie auch noch der letzte Tropfen hereingepresst wird, auch wenn der Pegel schon am Anschlag ist und der Tank eigentlich schon randvoll. Am besten nach dem dritten Pumpstopp "OK" signalisieren, sonst zählt die Pumpe mehr als reingeht...

Die Scheiben werden auch mal mehr und mal weniger gut, manchmal sogar rundum geputzt und das Wechselgeld wird gebracht. Man braucht sein Auto also gar nicht zu verlassen. Der Tankwart freut sich über 2-5 Rand Trinkgeld, mehr sollte es nicht sein - die einheimischen weißen Autofahrer beklagen schon ein zunehmendes Anspruchsdenken.

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Polizeikontrollen

Die südafrikanische Polizei ist allgegenwärtig mit Geschwindigkeitskontrollen und man sollte sich eigentlich immer an die Vorgaben halten. Dabei wird man dann meist von wesentlich schnelleren Einheimischen überholt, denn Rasen ist hier eine Art Volkssport. Deshalb kommen bei zahlreichen Unfällen auch immer wieder Personen zu Schaden.

Blinken die entgegenkommenden Fahrzeuge einmal kurz auf, so ist mit einer Polizeikontrolle zu rechnen. Das kann unter Umständen auch 50 Kilometer weiter sein, die warten dann gut getarnt im Schatten eines Baumes. Man sollte sich allerdings nie sicher sein, selbst wenn gerade einer da stand, dass hinter der nächsten Kurve nicht schon wieder gemessen wird. Bei unserem zweiten Urlaub hatten wir den Luxus eines Tempomats und somit immer die richtige Geschwindigkeit.

Die erlaubte Geschwindigkeit in Stadtgebieten ist 60 km/h, auf Landstraßen 100 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Es herrscht totales Alkoholverbot und Anschnallpflicht. Fahren unter Alkoholeinfluss wird ebenfalls strikt geahndet.

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Verkehr auf Paul Sauer Bridge - Garden Route

Video zum Thema

SA News 05-04-2007 - Osterverkehr

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