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CAPE ST. FRANCIS

Da wir auf dem Weg von Tsitsikamma in Richtung Addo genug Zeit hatten, haben wir in diesem Urlaub noch einen Abstecher ans Meer gemacht. Genauer gesagt nach Cape St. Francis, weil wir dort noch nicht gewesen waren.

Am Morgen nach dem Frühstück starteten wir am Storm´s River Mouth, besuchten kurz die Storms River Bridge und folgten dann der N2 in Richtung Norden. Die Region hier ist relativ unspektakulär, beim Versorgungscenter der Region namens Humansdorp biegt man dann auf die R330 ab.

Sie führt direkt an St. Francis Bay vorbei nach Cape St. Francis. Dabei wird auf einem Brücke auch eine flache Lagune überquert, an dessen Ufern die typischen südafrikanischen Ferienhäuser liegen. Viele Bewohner hier haben ein Boot und die Häuser liegen an einem Kanal - zum Teil sind ganze neue Stadtviertel so gestaltet.

Der hübsche und ruhige Ferienort St. Francis Bay liegt an der Mündung des Kromme Flusses. Etwas besonders findet man hier auch, denn viele Hausdächer sind hier mit Reet gedeckt wie an der Nordseeküste. Ausnahme ist das im mediterranen Stil erbaute Viertel am Hafen.

Der geschäftige Hafen ist Zentrum des Tintenfisch-Fangs in der Region. Etwa 30 Fischkutter liegen hier ebenso wie zahlreiche Jachten. Im Ort gibt es drei Werften, die Hochsee-Katamarane bauen, von hier aus starten auch die Boote mit Gästen für Hochsee-Angeltörns. Ein durch den Wind anspruchsvoller 18-Loch Golfplatz rundet das sportliche Angebot im Ort ab.

Der lange, blendend weiße Sandstrand bietet gute Möglichkeiten zum Wellenreiten und der Ort ist besonders bei südafrikanischen Familien beliebt. Im März war dort allerdings nicht viel los, vieles wirkte wie ausgestorben - in Ferienzeiten ändern sich das sicher schnell. Die Walsaison von August bis Oktober bietet gute Sichtungen in der Bucht von St. Francis, auch Delfine kommen gerne hierher.





Seal Point Lighthouse

Fährt man noch 10 Kilometer weiter in Richtung Süden, dann erreicht man das Cape St. Francis mit seinem "Seal Point Lighthouse". Diesen markanten und sehr gut erhaltenen Leuchturm kann man auch von innen besichtigen, wir haben es beim Anblick von außen belassen. Errichtet wurde er im Jahr 1878, nachdem vielen Schiffen die Riffe vor dem Kap zum Verhängnis geworden waren.

Wir waren eigentlich wegen der Pinguine hier, denn direkt neben dem Leuchtturm befindet sich das Penguin Rescue & Rehabilitation Center. Hier wurde ein Marine-Vogel-Rehabilitationszentrum eingerichtet, das Behandlung und vorübergehende Betreuung von verletzten, vertriebenen oder verölten Seevögeln ermöglicht.

Der Fokus der Zuwendung liegt hier aber auf dem gefährdeten afrikanischen Pinguin. Das beinhaltet die schnelle Reaktion mit sofortiger ärztlicher Betreuung bei Notsituationen, Unterbringung und die Fütterung der verletzten Vögel, die fachmännische Verwaltung ihrer Gefangenschaft und am Ende dann die Freisetzung zurück zum Meer. Beim Besuch von Schülern und Touristen werden Spenden gesammelt und Wissen vermittelt. Die riesige Pinguinfigur vor dem Eingang ist ein beliebtes Fotomotiv.

Das Rehabilitationszentrum ist so konzipiert, dass die Öffentlichkeit immer in der Lage ist, die genesenden Pinguine zu sehen, sei es durch die großen Sichtfenster am Innen-Pool oder planschend im Außengehege. Um 08:30 Uhr morgens und ab 15:30 Uhr nachmittags werden die Tiere gefüttert. Wir konnten nur ein paar im Pool schwimmen sehen, durch ein Gitter schlecht zu fotografieren. Wer vorher am Strand von Boulders Beach oder in Bettys Bay war, der kann sich den Besuch hier sparen.

Wir sind lieber auf den vorliegenden Klippen herum geklettert und haben die gewaltigen Brandungswellen bestaunt. Eine ganz schöne Kletterei, ordentlich gespritzt hat es auch, und in den Tidenpools konnten wir sogar ein paar kleine Fischchen beobachten.





Mittagspause

Direkt um die Ecke des noblen Cape St. Francis liegt Jeffrey's Bay, der bekannteste Ort an der Küste. Der Beiname "Surfer's Paradise" passt, denn hier tummeln sich besonders viele Surfer. Südlich des Ortskernes tragen sie oft Wettkämpfe aus. Im Juli trifft sich die Weltelite der Surfer im Rahmen des Billabong Pro Surfing Festival. Der Ort platzt zu dieser Zeit aus allen Nähten, alle Unterkünfte sind dann ausgebucht.

Wir kamen quasi hinten herum über die kleine Dammbrücke aus dem etwas verschlafenen Vororten Aston Bay und Paradise Beach. Da war dann der Verkehr in Jeffry´s Bay ein kleiner Schock, denn leider war gerade die Schule aus und viele Kinder wurden mit dem SUV abgeholt. Wer Zeit und Lust hat kann das Jeffrey's Bay Shell Museum im Ortszentrum besuchen. Hier sind viele Hundert verschiedene Muschelarten aus aller Welt augestellt.

Da wir Hunger hatten, beschlossen wir uns am Strand zu stärken und danach weiter zum Addo National Park zu fahren. Ausgesucht hatten wir uns dazu ein uriges Restaurant namens Walskipper. Es liegt direkt am Strand etwas außerhalb vom Ort in Marina Martinique Harbour und bietet vor allem Fisch und Meeresfrüchte, alles frisch zubereitet. Es gibt auch Straußensteaks, Braaivleis mit Pap, Potjiekos und andere südafrikanische Spezialitäten. Wir haben aber lieber Meerestiere bestellt.

Das Ambiente ist offen, dekoriert mit Treibgut und maritimer Deko, man sitzt auf einfachen Holzbänken mit den Füßen im Sand und mit Blick auf das Meer in rustikaler Strandhüttenatmosphäre. Brot und Butter kann man sich als Vorspeise selbst nehmen. Der Wein wurde in Blechbechern serviert, praktisch für das Restaurant, aber gar nicht unser Ding. Muscheln, Tintenfischringe und Fisch waren lecker, für unseren Geschmack hatten wir dann doch etwas zu viel Frittiertes geordert. In der frischen Brise direkt am Strand wurde alles sehr fix kalt und die laut gerühmten Saucen haben uns auch nicht von der Sitzbank gehauen. Selbst schuld, besser wäre wohl einfach nur Fisch mit Zitrone gewesen.

Gegrillt wird er hier auf großen Blechfässern, die barfüßige Bedienung empfanden wir als etwas übertrieben aufgedreht. Bei den aufgerufenen Preisen muss man schon Strandliebhaber sein. Seafood Plate für 2 Personen wird bezahlt nach Gewicht, da muss man sich beim Preis entweder überraschen lassen oder vorab klären wie viel Gramm man haben möchte.

Ein Mops bettelte unter dem Tisch, wurde aber von uns ignoriert. Für einen Lunch war das Essen und die Location in Ordnung und mehr als sättigend, siehe Bilder.




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